Der große Traum von der kleinen Balance

Harmonie ist ein reiner Seelenzustand, meinen viele Menschen. Körperliches Wohlbefinden gehört allerdings auch zu dieser kleinen Balance im Alltag. Mit Achtsamkeit und Selbstliebe lassen sich Stolpersteine überwinden und als Teil des Lebens akzeptieren.

Frau ist in Balance beim Yoga

Balance im Mikro- und Makrokosmos – Trend der Beautytipps

Harmonische Menschen wirken auf andere selbstbewusst und stark. Sie lassen sich weder von negativen Situationen noch durch die (wohlgemeinten) Ratschläge anderer Personen aus ihrer ausgeglichenen Ausstrahlung abbringen. Doch oft ist diese Ausstrahlung oberflächlich. Hier bietet die Beautyindustrie jede Menge Hilfsmittel an, um sie aufrechtzuerhalten. Besser allerdings ist es, die tägliche Balance durch einen achtsamen Umgang mit den eigenen Bedürfnissen zu erlangen.

Mit Präparaten kurzfristige Defizite ausgleichen

Das Streben nach innerer Balance kann ganz schön stressig sein. Mögliche Folgen sind Abgeschlagenheit oder Schlafprobleme. Vorübergehend lassen sie sich mit Aufbaupräparaten beheben. Je nach festgestelltem Mangel kann auf Nahrungsergänzungen mit einzelnen Wirkstoffen oder mit Wirkstoffkomplexen zurückgegriffen werden. Langfristig schützt allerdings nur der Umstieg zu einem wertschätzenden Eigenumgang vor erneuten Schwächezeiten. Dafür sind nicht Auswandern oder plötzliches Reisefieber nötig. Mehr Nachsicht mit sich selbst ist ein erster, entspannender Schritt.

Sich selbst besser wertschätzen

Schon wieder ist ein Teller zerbrochen, die Frisur sieht komisch aus oder um die Augen liegen dunkle Schatten? Solche Sachen sind kein Grund zum Frust. Gegen die Augenschatten hilft vielleicht eine Stunde mehr Schlaf. Teller lassen sich ersetzen. Und die Frisur ist sowieso nur für die Außenwirkung wichtig. Menschen in Harmonie können auch das Meckern des Chefs oder der Ärger über eigene Fehler nicht aus der Ruhe bringen. Sie wissen um ihren Wert für sich selbst und empfinden dies auch unter allen Umständen.

Nicht krampfhaft und ständig nach Harmonie suchen

„confusion is the best base of happiness“ schreibt Egbert Sukop in einem seiner Selbstfindungs-Ratgeber. Tatsächlich kann es im Leben zu scheinbar ausweglosen Situationen kommen. Aber wenn schon, was liegt daran, einen Schritt ins Unbekannte zu wagen? Weniger Stress bedeutet, die aktuellen Umstände zu akzeptieren und ohne Hetze nach Lösungen für vermeintliche Probleme zu suchen. Auch in vermeintlich harmonischen Zeiten bleiben Störungen nicht aus. Chaos ist die große Harmonie, wenn diese scheinbar sorglose Einstellung auch keinen besonderen gesellschaftlichen Stellenwert genießt.

Eine Frau lächelt und sitzt bei der Arbeit

Auch einmal Fünfe gerade sein lassen

Sorglose Menschen werden oft als faul oder unzuverlässig eingestuft. Sie „funktionieren“ scheinbar nicht im Getriebe eines organisierten, anspruchsvollen Umfeldes. Das Gegenteil ist aber der Fall. Menschen mit Selbstliebe sind sehr wohl fleißig – doch sie messen sich nicht an ständiger Höchstleistung. Sie sind sehr wohl zuverlässig, weil sie mit sich selbst im Reinen und dadurch besser aufnahmefähig für Bedürfnisse des Umfeldes sind. Leichter lebt es sich ohne ständiges Vergleichen und zu hohe Selbstansprüche. Der Nebeneffekt eines Lebens in Harmonie ist eine positive Anziehungskraft auf andere Menschen und somit Glück in allen Lebensbereichen.

Fazit:

Von klein auf werden Menschen auf Leistung und Fremdeinschätzung geprägt. Balance und somit Glück müssen allerdings in jedem Menschen selbst einen festen Platz bekommen. Stolpersteine und Stress gehören dazu, wirken sich aber bei ausreichend Achtsamkeit mit den eigenen Bedürfnissen nicht negativ auf das Gesamtbefinden aus.