Gelenke des Menschen – Schönheit und Beweglichkeit

Äußere Schönheit korrespondiert in einem hohen Maße mit einer guten Beweglichkeit. Wer sich mühelos, ja katzenartig und geschmeidig bewegt, fühlt sich wohl in seiner Haut und signalisiert der Umgebung, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper wohnt. Für die Beweglichkeit sind vor allem die Gelenke zuständig. Insofern gehören die Pflege und der Erhalt von gesunden Gelenken zu den vornehmsten Aufgaben in der Beauty-Szene.

Eine Röntgenaufnahme zeigt Gelenke

Wie funktionieren Gelenke?

Gelenke sind die beweglichen Elemente zwischen Knochen und Knorpeln. Der Mensch verfügt etwa über 360 Gelenke, von denen etwa 100 als mobil gelten, das heißt, besonders wichtig für die Beweglichkeit der Gelenke sind. Die flexible Gelenkflüssigkeit wird dabei von der Gelenkkapsel luftdicht verschlossen. Innerhalb der Gelenke befindet sich der mit der Gelenkschmiere angereicherte Spalt zur optimalen Verteilung der Belastungen, die auf die Gelenke wirken. Zudem besitzen besonders beanspruchte Gelenke wie in den Knien, Füßen, Händen, an den Hüften und am Rücken spezielle Schleimbeutel als zusätzlicher Puffer und Schutz. Die Gelenke werden durch Blutgefäße versorgt, während zahlreiche Nervenbahnen das Gehirn jederzeit mit allen wichtigen Status-Meldungen versorgen.

Die Risikogruppen: Wer belastet die Gelenke einseitig?

Das tägliche Leben beansprucht unaufhörlich die Gelenke. Vor allem dauerhafte Überbelastungen der Gelenke führen zu einem kontinuierlichen Verschleiß, weswegen es wichtig ist, in solchen Fällen dagegen zu steuern.

Besonders einseitig belastet werden Gelenke bei:

  • Leistungssportlern,
  • Gärtnern,
  • Handwerkern und
  • Köchen

Ein schonender Umgang mit den Gelenken, Schutzkleidung und ein genügender Raum für Regeneration helfen in solchen Fällen zu verhindern, dass sich hierbei keine ernsthaften Sportler- oder Berufserkrankungen bilden.

Ein Mann sitzt beim Arzt und lässt das Gelenk vom Knie untersuchen

Welche Risikofaktoren gibt es für Gelenksprobleme?

Weitere Risikofaktoren für einen Gelenkverschleiß sind

  • Übergewicht,
  • eine falsche Ganghaltung,
  • der Konsum von Alkohol, Kaffee und Zigaretten (Diese Genussmittel besitzen Schadstoffe, welche die Gelenke belasten.)
  • das Alter, denn mit zunehmendem Altem verlieren die Gelenke an Elastizität und die aufsummierten Belastungen fallen stärker ins Gewicht. So klagen in Deutschland bereits 45 % aller Bürger ab 45 Jahren über Schmerzen und andere Einschränkungen in den Gelenken.

So wie auch eine Überbelastung der Gelenke nicht gut ist, so ist es auch eine Unterbelastung, da die Gelenke zunehmend steif und unbeweglich werden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie eine moderate Bewegung helfen dabei, den Gelenkerkrankungen zuvor zu kommen und die Gelenke bis ins hohe Alter geschmeidig zu halten.

Wodurch können akute Gelenkerkrankungen entstehen?

Erkrankungen an den Gelenken werden zwischen akuten und chronischen Krankheiten unterschieden. Akute Gelenkerkrankungen sind weniger schlimm, da diese über eine Ursache verfügen, sodass die Erkrankung beseitigt sein sollte, sobald die Ursache verschwunden ist.

Typische akute Gelenkserkrankungen entstehen durch eine bakterielle Infektion wie bei der Arthritis sowie der Borreliose oder durch Entzündungen wie bei der Schleimbeutelentzündung. Auch Viren und Pilze können eine akute Gelenkerkrankung hervorrufen. Gelegentlich gelangen die Erreger auch direkt in die Einflusszone, wenn die Lage dafür günstig ist. So sind Verletzungen, chirurgische Eingriffe sowie Injektionen typische Einfallstore für die Schädlinge.

Was kann man gegen chronische Gelenkerkrankungen unternehmen?

Chronische Gelenkerkrankungen neigen hingegen zu einem progredienten Verlauf. Zunächst machen sich Schmerzen bei einer Belastung der betroffenen Gelenke bemerkbar. Diese neigen mit der Zeit zur Chronifizierung. Eine Folge dieses Gelenkverschleißes ist zudem, dass die Betroffenen dazu neigen, sich immer weniger zu bewegen, um sich vor den quälenden Schmerzen zu schützen.

Spezielle Bewegungstherapien und Aufklärungsgespräche dienen dazu, die Belastung der Gelenke in der Zukunft so gering wie möglich zu halten. Maßnahmen wie Massagen sowie Behandlungen mit Wärme, Kälte und wohldosierten Elektroschocks helfen dabei, die kranken Gelenke wieder zu aktivieren, die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu verbessern. Eine weitere Methode, gegen die Arthrose vorzugehen, sind Medikamente, welche die Gelenke besser mit Nährstoffen versorgen, um diese in ihrer Vitalität zu stärken

Wann muss ich bei Gelenksschmerzen zum Arzt?

Bei leichteren Gelenkschmerzen, die infolge eines einzelnen Ereignisses entstanden sind, hilft es in der Regel, die Gelenke in den nächsten Tagen zu schonen, bis die Schmerzen verklungen sind.

Ernste Warnsignale sind hingegen deutlich spürbare Schmerzen, vor allem, wenn diese immer wieder auftauchen. Schwellungen, Hautrötungen und Einbußen bei der Beweglichkeit sind weitere Warnsignale, die einen Arztbesuch erforderlich machen. Greifen die Symptome auf den ganzen Organismus über, deutet vieles auf eine Entzündung hin. Typische Symptome einer Gelenkentzündung sind ein Gefühl der Abgeschlagenheit und ein eingeschränktes Wohlbefinden. Die Symptome ähneln dabei denen des Fiebers.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.