Wie kannst du Hautirritationen und Rasurbrand vorbeugen?

In der heutigen Gesellschaft ist alles erlaubt, was einem selbst gefällt. Männer müssen nicht mehr zwingend rasiert sein, um adrett auszusehen. Auch mit Drei-Tage-Bart dürfen sie in den Chefsessel. Die Frauenwelt entscheidet ohnehin selbst, ob sie die glattrasierte Variante bevorzugt oder nicht. Eines jedoch eint die Männer- und Frauenwelt, die sich für einen rasierten Körper entschieden haben: Viele kämpfen mit Hautirritationen. Wie sich diese vermeiden lassen, verrät dieser Ratgeber.

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Eine Frau ohne Rasurbrand läuft im Bikini über den Strand

Was ist Rasurbrand (Pseudofolliculitis Barbae) welche Pflege lindert ihn?

Für das Wort, das anmutet wie ein Zungenbrecher, gibt es auch eine weniger sperrige Bezeichnung: den Rasurbrand. Als Rasurbrand werden alle Rötungen, Hautirritationen, Pickel und Entzündungen bezeichnet, die nach dem Rasieren auftreten (vgl. enzyklopaedie-dermatologie.de). Vom Rasurbrand sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. Hauptursache von Rasurbrand sind ein falscher Umgang mit Pflegeprodukten, die falsche Auswahl des passenden Rasierers oder schlicht die Unwissenheit darüber, wie Rasurbrand vorgebeugt werden kann.

Tritt der Rasurbrand akut auf und verursacht Schmerzen, ist Kühlung das richtige Mittel. Eiswürfel in einem Tuch oder ein in Wasser getauchter Lappen versprechen kurzfristig Linderung. Anschließend geht es darum, die Haut zu beruhigen. Die strapazierte Haut braucht nun umso mehr Pflege und Vitalstoffe, um sich zu regenerieren. Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen wie etwa Hamamelis, Azulen und Allantoin unterstützen die Regeneration der Haut. Langfristig betrachtet kann es aber nicht das Ziel sein, regelmäßig – und zwar mit jeder Rasur erneut – den Rasurbrand heraufzubeschwören, ohne ihn am Entstehen zu hindern. Wichtig ist es daher, Möglichkeiten zu eruieren, die dem Rasurbrand vorbeugen. Die Vorbehandlung der Haut mit entsprechenden Pflegemitteln sowie die Überprüfung des Rasiergeräts und ggf. einer Neuanschaffung, sollten langfristig betrachtet Abhilfe schaffen. 

In einem Badezimmer steht eine Wanne

Wie entsteht Rasurbrand?

Falsche Pflege. Falsches Gerät. Das sind die zwei Hauptgründe, die zu Rasurbrand führen, heißt es. Wie diese schmerzhafte Hautirritation jedoch genau entsteht, wissen nur die wenigsten. Ein Rasierer hebt in aller Regel das Haar an, durchtrennt es möglichst nah an der Hautwurzel und lässt es wieder in die Ursprungsposition zurückgleiten. Eben dort kann dann alles gut gehen, wenn das Haar seine Wuchsrichtung nicht ändert und die Haut nicht über das abgeschnittene Haar wächst und ihm damit den Weg versperrt. Passiert eben dieses Szenario, kann es zu schmerzhaften Entzündungen kommen.

Tipps, um Rasurbrand zu vermeiden

Wer häufig die Rasiertechnik bzw. die Rasierrichtung ändert, irritiert das Haar und dessen Wachstumsrichtung. Das wiederum erhöht das Risiko, dass Haare einwachsen. Zwar kann Rasurbrand gleichermaßen bei der Trocken- und der Nassrasur entstehen, allerdings kann ein Wechsel dabei helfen, herauszufinden, bei welchem Rasiervorgang weniger Hautirritationen auftreten.

Vorbeugend sollte bei jeder Rasur darauf geachtet werden:

  1. Die Haut auf die Strapazen der Rasur vorbereiten. Das bedeutet, dass die Haut vor der Rasur frei von Keimen und Schmutz sein sollte, um das Entstehen von Rasurbrand zu verhindern. Wer ein bis zwei Minuten ein feuchtes, warmes Tuch aufs Gesicht legt, entspannt die Haut. Die Poren öffnen sich. Die Barthaare werden weich. Dieselbe Wirkung hat Rasierschaum, wenn dieser zwei bis drei Minuten auf der Haut wirken darf.
     
  2. Ein regelmäßiges Peeling wirkt vorbeugend. Wer der zu rasierenden Haut regelmäßig mit einem Peeling zu Leibe rückt, unterstützt die Haut deutlich. Durch das Peeling werden Hautzellen entfernt. Auch das Einwachsen der Haare wird verhindert.
     
  3. Bei der Rasur selbst zählt die Technik. Rasurbrand kann vorgebeugt werden, wenn die Klinge in Wuchsrichtung der Haare geführt wird. Wer gegen den Haarwuchs rasiert, reißt die Haare aus und schürt die Gefahr für Rasurbrand. Rasiert werden am besten nur kurze Flächen mit bis zu fünf Zentimetern. Rasiert wird ohne Druck, dafür mit einer scharfen Klinge.
     
  4. Auch die Frequenz entscheidet über das Risiko für Rasurbrand. Wer sich nur selten an den Rasierer wagt, der tut genau das Falsche. Richtig wäre, regelmäßig zu rasieren, damit die Haut sich an die Irritation gewöhnen kann und eine weniger massive Reaktion darauf zeigt.
     
  5. Ein regelmäßiger Equipment-Check ist wichtig. Die Vorbereitung der Haut ist mindestens genauso entscheidend wie das Equipment. Stumpfe oder verschmutzte Klingen begünstigen Rasurbrand. Auch ist es sinnvoll, auf Einklingen-Rasierer zu setzen. Diese Modelle ziehen das Barthaar nicht erst in die Höhe, bevor sie es abschneiden. So wird das Risiko für Rasurbrand deutlich minimiert.