Der perfekte Ehering – darauf kommt es an

Der Ehering ist das sichtbare Symbol für ewige Liebe und Verbundenheit. Deshalb ist der Kauf der Trauringe auch eine Entscheidung fürs Leben, die bestenfalls nicht leichtfertig stattfindet. Immerhin sollen diese ja auch nach einigen Jahrzehnten noch mit Stolz getragen werden. Doch worauf kommt es bei Eheringen an? Was macht den perfekten Ehering aus?

Ein Brautpaar mit Eheringen hält sich fest umschlungen

Der Weg zum perfekten Ehering

Vor einer Hochzeit muss viel geplant werden: Hochzeitsanzug und Brautkleid, Brautfrisur, Location, Gästeliste und Verpflegung. Eine weitere „Kleinigkeit“ sollte dabei nicht vergessen werden: die schönen Trauringe. Da sie den Rest des gemeinsamen Lebens getragen werden, sollten sie nicht nur optisch etwas hermachen. Auch die Qualität muss stimmen. Schließlich sind sie nach den Verlobungsringen die wichtigsten Zeichen für Zusammengehörigkeit. Beim Kauf sollten Paare deshalb auf Folgendes achten:

  • hochwertiges und stabiles Metall
  • schöne, passende Farbe
  • Oberflächenstruktur
  • Dicke, Breite und Profil

Das optimale Metall

Bevor es an die Details geht, steht die Wahl des Metalls für die Ringe an. Neben Gold und Silber gibt es inzwischen auch weitere Materialien, die einen ganz besonderen Charme versprühen.

Gold und auch Silber gelten nach wie vor als Klassiker. Da reines Gold und auch Silber zu weich sind, werden sie mit anderen Metallen gemischt.

Weitere beliebte Metalle sind Platin und Palladium. Beide Metalle sind sehr beständig und daher auch recht preisintensiv. Auch Carbon und Titan haben sich zu beliebten Materialien für Trauringe gemausert, sie eignen sich perfekt für Menschen mit einer Metallallergie.

Die Farbe der Ringe

Es gibt nicht nur verschiedene Metalle, sondern inzwischen auch viele unterschiedliche Farbvariationen. Zu den beliebtesten Eheringfarben gehören noch immer Goldgelb, Weißgold und Rotgold.

Die Oberflächenstruktur

Auch bei der Oberflächenstruktur der Ringe gibt es Unterschiede. Eingeteilt werden Ringe in poliert, sandmatt, vertikal oder horizontal gebürstet oder Wire Brushed. Zu bedenken gilt, dass polierte Ringe in der Regel später etwas stumpfer und matte Ringe etwas glatter werden.

Die passende Ringgröße

Ein letzter wichtiger Punkt vor dem Ringkauf ist die Ringgröße. Schließlich bringt der schönste Ring nichts, wenn er nicht passt. Dabei sollte nicht nur die eigentliche Ringgröße – also der Durchmesser – beachtet werden, auch Breite, Dicke und Form spielen eine Rolle.

Unterschiedliche Eheringe – ja oder nein?

Im Normalfall werden Trauringe für Frau und Mann identisch und nur in unterschiedlicher Größe gekauft. Der Ring der Braut ist manchmal etwas schmaler oder mit einem Edelstein verziert. Klassische Steine für Eheringe sind Diamanten, aber auch Smaragde, Rubine oder Saphire machen einen Ehering zu etwas Besonderem.

Aber was, wenn sich das Paar nicht auf ein Ringmodell einigen kann? Dürfen es dann auch zwei unterschiedliche Ringmodelle sein?

Allein aus rechtlicher Sicht spricht dagegen natürlich nichts. Es ist zwar unüblich, dass ein Ehepaar unterschiedliche Ringe trägt, verboten ist es aber nicht. Der Gedanke gleicher Ringe ist die Symbolisierung der Verbindung beider Partner. Bei unterschiedlichen Ringen kann beispielsweise dasselbe Metall und/oder dieselbe Oberflächenstruktur gewählt werden. Können sich Paare weder beim Material noch beim Design einigen, kann eine persönliche Gravur eine Verbindung zueinander zum Ausdruck bringen.

Eheringe aus Gold sind durch ein Band miteinander verbunden

Trauringe gut vorbereitet und rechtzeitig kaufen

Der Trauringkauf sollte gut geplant sein. Die Hände sind bestenfalls weder zu warm noch zu kalt, da dies Einfluss auf den Ringumfang hat. Am besten kommen Paare entspannt zur Anprobe, damit die Eheringe auch später noch passen.

Bei der Planung des Ringkaufs sollte noch etwas bedacht werden: der Zeitpunkt. Damit ausreichend Zeit für individuelle Anpassungen und mögliche Gravuren ist, werden die Trauringe am besten etwa vier Monate vor dem Hochzeitstermin bestellt. Dabei geht es wohlgemerkt nur um die Bestellzeit. Mit dem Thema Eheringe sollten sich Paare aber schon eher auseinandersetzen und Inspirationen holen. Ist keine Zeit mehr, weil die Eheschließung kurz bevorsteht, kann die Gravur aber auch noch nach der Heirat erfolgen.

Nicht aufs Geld achten

Dieser Rat ist wirklich gut gemeint und absolut sinnvoll. Schließlich sind die Eheringe für die Ewigkeit gedacht. Günstige Modelle können nach wenigen Jahren kaputt werden oder sehen einfach nicht mehr schön aus. Wer nicht das Budget für einen diamantbesetzten Ehering hat, kann dennoch zu hochwertigen Materialien greifen und zunächst schlichte Ringe wählen. Eine Aufwertung – beispielsweise an einem Hochzeitstag – ist dann immer noch möglich.

Ausgefallene und besondere Eheringe

Paare, die auf Personalisierung nicht verzichten müssen, greifen zu Ringen mit besonderer Gravur oder auch zu Schmuckstücken, die sich gegenseitig ergänzen.

So sind mittlerweile Ringe beliebt, in die der Fingerabdruck des Partners auf der Außenseite eingearbeitet ist. Dafür sind zwar mehrere Atelierbesuche erforderlich, doch man hat so immer ein Stück von seinem Lieblingsmenschen bei sich. Und auch wenn es seltsam klingen mag: sogar Haare des Partners lassen sich in Edelsteine einarbeiten. Wenn es um ausgefallene Ringe geht, dann spielt auch die Form eine Rolle. Ringe müssen nämlich nicht immer rund sein, eine ungleichmäßige Form und besondere Muster liegen ebenfalls im Trend.

Paare, die es besonders individuell mögen, können ihre Hochzeitsringe sogar selbst gestalten. Das kann auch eine Hilfe sein, wenn die Vorstellungen der Partner bislang voneinander abgewichen sind.

Tipp: Auch wenn außergewöhnliche und sehr individuelle Eheringe für den Moment etwas Besonderes sind, sollten sich Paare darüber im Klaren sein, dass diese auch in 20, 30 oder 40 Jahren den eigenen Geschmack treffen müssen. Da die Ringe ein Symbol der Liebe sind, sollten Paare nicht blind irgendeinem Trend folgen. Ein Ehering sollte stets zur Persönlichkeit und dem Stil passen.

Besonderer Service: Beratung beim Juwelier auch nach dem Kauf

Die Beratungsleistung endet bei vielen Juwelieren und auch Goldschmieden nach dem Kauf oft nicht. Danach sind – meist sogar kostenlose – Serviceleistungen (etwa Erweiterung der Ringe, Polieren oder Mattieren, nachträglicher Besatz mit Steinen, Gravuren oder Reinigung) möglich. Schon beim Kauf der Trauringe können sich Paare nach dem Service erkundigen.