Warum wir nach Glück streben

Unser Körper ist viel mehr von unseren Stimmungen abhängig als bisher angenommen. So machen Stress und Depressionen unseren Körper dauerhaft krank und schwach.

Ein Grund mehr sein Leben auf die Sonnenseite zu lenken und körperliches Wohlbefinden als höchstes Ziel anzusehen.

Im Fluss der Veränderung

Schon erstaunlich was unser Körper alles leistet. Pro Sekunde werden etwa 50 Millionen neue Zellen produziert und am Ende des Tages zirkulieren 200 Milliarden neue rote Blutkörperchen durch unseren Körper. Der menschliche Organismus ist in ständiger Bewegung, er ist im Fluss der dauernden Veränderung. Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff strömen als Quellen der Energie durch unsere Organe und Zellen und bewirken eine völlige Erneuerung in kürzester Zeit.

Glück - keine reine Kopfsache

Glück ist kein optimistisches Wunschdenken, keine Kopfsache, die wir mit unseren Gedanken krampfhaft hervorbringen können. Außerdem wird äußeren Umständen wie Erfolg und Geld eine viel zu hohe Position zugeschrieben. Was hingegen lange Zeit vernachlässigt wurde, ist unser Körper selbst. Er kann für uns zum stärksten Motor eines glücklichen Lebens werden. Der Grund dafür ist simple: Für unseren Körper sind Glücksgefühle eng mit seinem Gesundheitszustand verbunden. Spürbar wird dies durch die Ausschüttung von Neurotransmittern und Hormonen.

Glückshormone und Neurotransmitter

  • Dopamin: löst Gefühle wie Lust, Vorfreude und Begierde aus
  • Oxytocin: wird vor allem bei Freundschafts- und Liebesgefühlen ausgeschüttet
  • Endorphine: kommen bei allen Arten von Freude und Genuss zum Einsatz
  • Serotonin: das Glückshormon schlechthin, ein Serotoninmangel kann zu Depressionen führen
Streben nach Glück

Wie Glück unseren Körper beeinflusst

Am besten Sie starten den Morgen mit einem Lächeln. Denn was ein kleines Lächeln alles auslöst, ist erstaunlich. Im Stammhirn werden dabei Vorgänge in Bewegung gesetzt, die unser Selbstheilungsprogramm ankurbeln. Schmerz wird gelindert, der Blutdruck wird gesenkt und das Immunsystem wird stimuliert. Dass das Essen in Gesellschaft besonders gut schmeckt, wissen wir schon lange. Hier nun der Beweis: Es ist weniger ausschlaggebend was wir essen, sondern dass wir uns in Gesellschaft anderer Personen befinden und uns richtig wohl dabei fühlen. In diesem Zustand schüttet der Köper nämlich besonders viele Endorphine aus.

Authentisches Positivdenken

Wissenschaftler der University of Pittsburgh haben herausgefunden, dass die Art, wie wir unser tägliches Leben bestreiten, eine enorme gesundheitliche Auswirkung besitzt. Bei pessimistisch denkenden Personen konnte man eine langzeitige Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes entdecken. Stressgeprägtes Denken lässt die Innenwände der Blutgefäße verdicken und verengen, was zu Ablagerungen von Zellresten, Gerinnsel und Cholesterinkristalle führt. Die Folgen sind im schlimmsten Falle ein Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bei positiv denkenden Personen zeigten sich diese Folgen jedoch nicht bzw. nur in schwacher Form.

Was ist körperliches Glück

Unser Körper ist nicht nur auf unsere Stimmungslage angewiesen, sondern er benötigt auch Zuwendung von außen. Wir brauchen den liebevollen Umgang mit anderen Personen, seien es Freunde, Familie oder der/die PartnerIn. Neun Emotionen, die einen besonders positiven Einfluss auf unser körperliches und seelisches Ich nehmen: Hoffnung, Stolz, Dankbarkeit, Heiterkeit, Interesse, Vergnügen, Inspiration, Ehrfurcht und Liebe.

Freude als größtes Glück

Das reine Empfinden von Freude ist das größte Glück, das wir verspüren können. Denken Sie an einen Moment, in dem Sie sich besonders glücklich gefühlt haben. Der Körper schien von Licht und Leichtigkeit durchflutet. Der Gang war beschwingter. Die Farben schienen besonders intensiv zu strahlen. Und wir gingen mit einem Lächeln im Gesicht durch den Tag. Herrlich dieses Gefühl, nicht wahr? Trauern Sie diesem Moment nicht nach und halten Sie nicht krampfhaft an ihm fest. Versuchen Sie stattdessen, möglichst viele schöne Momente in Ihrem Leben zu erkennen und diese bewusst zu genießen. Akzeptieren Sie aber auch die nicht so schönen Seiten in Ihrem Leben, eine Dauer-Glückssträhne gibt es nicht. Viel mehr verhält sich unser Leben wie eine Achterbahnfahrt, einmal befindet man sich auf einer steilen Bergfahrt, dann scheint man wieder senkrecht nach unten zu fallen. Genießen Sie deshalb die Höhenfahrten Ihres Lebens besonders intensiv und mit allen Sinnen, damit Sie auch in schwierigeren Zeiten genügend Energie zur Verfügung haben.