7 wertvolle Tipps, wie man nachhaltig Wasser sparen kann

Täglich fließen hunderte Liter Wasser in die Kanalisationen. Leider ist nicht nur der Wasserverbrauch ein Problem, sondern auch der Energieverbrauch, der damit verbunden ist. Wie man mit einfachen Tipps und Tricks richtig viel Wasser und damit Geld sparen kann, verrät dieser Beitrag.

Frau lässt vom Wasserhahn Wasser in ihr Glas

Warum ist ein sparsamer Umgang mit Wasser so wichtig?

Trotz modernster Techniken und höchsten Hygienestandards ist der tägliche Wasserverbrauch pro Kopf mit durchschnittlich 125 Liter pro Tag sehr hoch, wenn auch das im europäischen Vergleich ein guter Schnitt ist.

Allerdings ist vielen nicht bewusst, dass Wasser sparen auch mit Energie sparen einhergeht. Das liegt primär daran, dass ein Großteil des Trinkwassers vorher erwärmt wird und mit 12 % des Gesamtenergieverbauchs den zweitgrößten Energieverbraucher im Haushalt ausmacht.

Zahlreiche Experten sind überzeugt, je weniger Warmwasser erhitzt werden muss, desto weniger Energie wird verbraucht. Ein hoher Energieverbrauch belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Haushaltskasse. Einfache Veränderungen im Alltag können effektiv dazu beitragen, nachhaltig Wasser zu sparen und damit die Belastung der Umwelt sowie der Haushaltskasse zu senken.

Wie kann man im Alltag Wasser sparen?

Wasser ist eine knappe, natürliche Ressource. Der Klimawandel bringt trockene und heiße Sommer mit wenig Niederschlag mit sich. Das hat Auswirkungen auf die Grundwasserstände. Die Liste, wo man Wasser sparen kann, ist lang. Ob im Haushalt, bei der Körperpflege oder im Garten – einfache Änderungen, wie die nachfolgenden Tipps, leisten einen wertvollen Beitrag und helfen nachhaltig Wasser zu sparen.

Tipp #1: Wasser sparen in der Dusche

Eine kurze Dusche spart im Vergleich zu einem Vollbad dreimal mehr Wasser. Eine gewöhnliche Badewanne umfasst ca. 180 Liter, wo hingegen beim Duschen lediglich 60 Liter verbraucht werden. Mit einem speziellen Duschkopf wird Wasser sparen noch leichter, denn durch die spezielle Konstruktion aus Misch- und Spardrüsen kann der Wasserbrauch zusätzlich bis zu 50 % reduziert werden.

Tipp #2: Wasser sparen beim Wasserhahn

Während dem Einschäumen der Haare oder des Körpers kann man den Wasserhahn getrost abschalten. Wer jedoch trotzdem nicht auf die wohlige Wärme verzichten möchte, sollte die Duschkabine und die Badezimmertüre sowie Fenster während des Duschens stets geschlossen halten – so bleibt der warme Wasserdampf erhalten.

Auch beim Händewaschen und Zähneputzen fallen viele Liter Wasser an. Ein Zahnputzbecher ist eine sinnvolle Möglichkeit, weil er nur einmal befüllt werden muss und anschließend zum Befeuchten der Zahnbürste sowie zum Ausspülen verwendet werden kann. Während die Hände eingeseift werden, kann der Wasserhahn ruhen und erst zum Abwaschen wieder betätigt werden.

Sollte ein Wasserhahn tropfen, ist eine Reparatur sinnvoll. Oft ist nur eine poröse Dichtung dafür verantwortlich, die rasch und günstig ausgetauscht werden kann. Dauerhaft tropfende Wasserhähne sind sehr verschwenderisch und können kostspielig werden.

Tipp #3: Schadstoffe vermeiden

Abwasser schadet der Umwelt und darüber hinaus ist ein zusätzlicher Energieverbrauch auf eine übermäßige Schadstoffbelastung des Wassers zurückzuführen. Spülmaschinen sollten deshalb nur betätigt werden, wenn sie voll sind. Zudem ist es empfehlenswert, umweltfreundliche Reinigungsmittel zu verwenden und auf Chemiebomben zu verzichten. Denn je verschmutzter das Wasser, desto höher der Reinigungsaufwand und demnach auch der Energieaufwand sowie die Umweltbelastung.

Tipp #4: Effiziente Haushaltsgeräte

Die Energieeffizienz der Geräte ist ein wichtiger Faktor beim Wasserverbrauch. Moderne Geschirrspüler brauchen für eine gute Reinigungsleistung viel weniger Wasser als veraltete Modelle. Zudem entscheidet auch das entsprechende Programm über den Verbrauch. Schnell- und Kurzprogramme sollte man vermeiden und stattdessen sogenannte Sparprogramme anwenden.

Tipp #5: Nachhaltige Bewässerung

Um beim Pflanzengießen nachhaltig Wasser zu sparen, kann man auf eine sehr umweltfreundliche und kostengünstige Möglichkeit zurückgreifen. Regenwasser fällt kostenfrei vom Himmel und man muss nur in eine Zisterne oder Regentonne investieren.

Tipp #6: Nachhaltiges Konsumverhalten

Neben dem alltäglichen Leben hat auch der Konsum von Nahrungsmitteln und Industrieprodukten einen erheblichen Einfluss auf den täglichen Wasserverbrauch. Denn für die Herstellung vieler Produkte werden teils große Mengen Wasser benötigt.

Werden stets nur so viele Lebensmittel gekauft, die man auch braucht, und Kleidungsstücke über eine Saison hinausgetragen oder weiterverkauft, lässt sich der Wasserverbrauch deutlich reduzieren.

Auch ein nachhaltiges Trinkverhalten, beispielsweise mit wiederbefüllbaren und damit nachhaltigen Trinkflaschen ist eine tolle Möglichkeit, um Wasser einzusparen. Sie bestehen aus langlebigen Materialien (z. B. Glas oder Edelstahl) und können meist sehr lange verwendet werden. Damit sind sie ein sinnvoller und nachhaltiger Ersatz gegenüber herkömmlichen Einwegflaschen.

Tipp #7: Lebensmittel waschen

Obst, Gemüse oder Salat müssen nicht zwingend unter fließendem Wasser gereinigt werden. Eine Schüssel reicht dazu vollkommen aus und das übrige Wasser kann man später noch zum Blumengießen verwenden. Zudem ist kaltes Wasser sparsamer als warmes, weil keine zusätzlichen Ressourcen wie Strom oder Gas für die Erwärmung hinzugezogen werden müssen.

Gemüse wird in einer Schüssel gewaschen

Fazit: bewusst Wasser sparen

Ein bewusster und achtsamer Umgang mit der natürlichen Ressource schont Umwelt und Haushaltskasse zugleich. Nachhaltige Reinigungs- und Hygienemittel sowie umweltfreundliche Naturkosmetik sind frei von Mikroplastik, Weichmachern wie BPA sowie Farb- und Duftstoffen und verschmutzen das Trinkwasser nicht zusätzlich.

Viele Sparmöglichkeiten lassen sich einfach im Alltag umsetzen. Ein hochwertiger Duschkopf sowie die Spartaste an der Toilette sind sehr effiziente Wassersparer. Auch die Pflanzen sind nicht auf Frischwasser angewiesen – im Gegenteil. Die meisten bevorzugen sogar abgestandenes Regenwasser, weil kaum Kalk enthalten ist.