Wechselbeschwerden natürlich behandeln - Wenn Frauen und Männer „in die Jahre“ kommen helfen Naturextrakte

Frauen leiden – im Zuge der hormonellen Umstellung – häufig unter Wechseljahresbeschwerden. Wussten Sie, dass auch Männer in die Wechseljahre kommen und ebenfalls typische Beschwerden zeigen können? Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit  – so können sich die typischen Beschwerden während der Wechseljahre beim Körper und der Psyche der Frauen zeigen. Männer leiden häufiger unter Potenzschwäche, allgemeinem körperlichen Leistungsabfall, Konzentrationsschwächen und psychischen Veränderungen. Eine Behandlung mit natürlichen Pflanzenextrakten kann Frauen und Männern helfen.

Inhalt:

Eine Frau hat Wechselbeschwerden und will sie natürlich behandeln

„Hitzefrei“ durch die Nacht und energievoll durch den Tag – aber natürlich!

Sowohl bei Frauen als auch bei Männern kommt es im Zuge des Älterwerdens zu Veränderungen im Hormonhaushalt, die für die genannten Beschwerden in den Wechseljahren verantwortlich gemacht werden. Die klassische Hormonersatztherapie wird bei Frauen zur Behandlung oft angewendet. Diese Therapie geht jedoch mit erhöhten Risiken für Herzinfarkt oder Brustkrebs einher. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die betroffenen Frauen bei Hitzewallungen oder anderen Symptomen der Wechseljahre (Klimakterium) dieses Risiko nicht eingehen wollen und vermehrt auf die Natur setzen und natürliche Pflanzenextrakte zur Linderung der Beschwerden bevorzugen.

Yam, Borretsch und Leinsamen

Bestimmten Pflanzen enthalten natürliche Inhaltsstoffe („Phytoestrogene“), die die in der Menopause im weiblichen Körper in Schieflage geratenen Hormone ausbalancieren und damit Symptome wie z. B. Schweißausbrüche oder Hitzewallungen lindern. Phytoöstrogene können aber noch weitere positive Wirkungen entfalten. So bieten sie beispielsweise auch einen Schutz für die Blutgefäße und die Knochen – das konnte in einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen belegt werden. Reich an diesen pflanzlichen Naturstoffen ist z. B. der Leinsamen mit den darin enthaltenen Lignanen.

Ebenso die Yamswurzel kann hier eine wertvolle Unterstützung bei Beschwerden der Wechseljahre sein. Traditionell wird die Knolle bei verschiedenen Urvölkern als wirkungsvolles Heilmittel in der Frauenheilkunde angewendet. In einer Studie, die mit Frauen, die unter Wechseljahresbeschwerden (Hitzewallungen, Schweißausbrüchen,...) litten, durchgeführt wurde, zeigte die Anwendung der Yamswurzel innerhalb von vier Wochen eine deutliche Wirkung auf den Körper und Verbesserung der unangenehmen Symptome sowie ein Anstieg des Hormons Östrogen im Blut. Interessant war in dieser Untersuchung, dass auch der Cholesterinspiegel gesunken war.

Auch der Borretsch – ein Gurkengewächs – muss bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden genannt werden, denn aus den Samen wird ein Öl gewonnen, welches reich an Gamma-Linolensäure ist. Diese wertvolle Fettsäure kann einen positiven Einfluss auf die Nerven, das Immunsystem und letztlich auch für den Hormonhaushalt ausüben. Interessant ist hier auch die günstige Wirkung auf die Haut: diese wird mit Feuchtigkeit versorgt und damit der Fältchenbildung vorgebeugt. Viele Frauen beobachten unter der Anwendung des Borretschsamenöls auch einen Rückgang von Fältchen (z. B. Plisseefältchen am Mund). Allerdings ist hier eine längerfristige Anwendung über einige Monate empfehlenswert. Schließlich sollten die Frauen während den Wechseljahren auch auf eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen achten, denn diese wirken sich positiv auf die Psyche und die Nerven aus und sorgen dafür, dass „Frau“ wieder mehr Power für den Alltag entwickeln kann.

Ein Mann sitzt während der Wechseljahre lustlos am PC

Auch beim Mann sind die Ursachen für die Beschwerden, die sich im mittleren Lebensalter häufig breit machen, vielfach in einem Abfall des Stoffwechsels der Hormone begründet. Betroffen ist bei Männern vor allem der Testosteronspiegel. Dieser spielt vor allem für die

  • Vitalität
  • Psyche
  • Sexualität
  • Muskelkraft

eine wichtige Rolle. Bei Potenzstörungen kann z. B. der Einweißbaustein L-Arginin vor allem in Kombination mit der Macawurzel empfohlen werden. Der Eiweißbaustein L-Arginin dient als Vorstufe für die Stickoxide, die wiederum auf ganz natürliche Weise für eine bessere Durchblutung des gesamten Körpers, speziell auch des Genitalbereichs sorgen und damit eine bessere Erektionsfähigkeit ermöglichen. 

Die Macawurzel gilt in Südamerika als natürliches Potenzmittel, welches bereits die Inkas vor mehr als 2000 Jahren verwendeten. Die Manneskraft ist zudem auf eine ausreichende Versorgung mit Coenzym Q10 angewiesen, denn dieser Vitalstoff liefert die Energie für die geistige und körperliche Leistung – vor allem im Alter. Aber auch ein Mangel an B-Vitaminen können die Nerven, Psyche und Energiehaushalt nachteilig beeinflussen.

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Lustlosigkeit und
  • Stimmungsschwankungen

können die Folgen eines Mangels an B-Vitaminen sein. Daher ist es ratsam, mit zunehmendem Alter, auf eine ausreichende Zufuhr an B-Vitaminen, am Besten in Kombination mit L-Arginin, Macawurzelpulver und Coenzym Q10 zu achten. Damit kann der Mann auf natürliche Weise seinen Jungbrunnen speisen und dem Alter ein Schnippchen schlagen.

Der Experte dahinter

Döll Michaela, Prof. Dr.

Prof. Dr. Michaela Döll ist die Spezialistin in Sachen Ernährung und Gesundheit. In Bad Dürkheim (Deutschland) klärt sie Interessierte über die Geheimnisse eines fitten und gesunden Lebens auf.