Sommer, Sonne, Achselschweiß? Hier sind 6 effektive Tipps gegen Sommernässe

Eine Hand hält ein Eis

Endlich Sommer! Zeit für kurze Röcke, Sonnenbrillen und Eiscreme! Lange genug haben wir auf ihn gewartet, doch nun ist er endlich wieder da und mit im Gepäck hat er leider nicht nur heiße Tage und Urlaubspläne, sondern auch einen lästigen Begleiter: übermäßigen, lästigen Schweiß.

Warum wir überhaupt schwitzen und wie du am besten Au Revoir zu klatschnassen Händen, Achseln und Füßen und Bonjour zu einem natürlichen Sommer Glow sagst, erfährst du hier.

Warum wir schwitzen

Selbst wenn wir Schweißringe um die Achseln sowie klitschnasse Finger als unangenehm empfinden, so handelt es sich um einen natürlichen und notwendigen Vorgang im Körper. Stress, scharfes Essen, Hitze oder große Aufregung zählen zu den typischen Auslösefaktoren der Schweißproduktion. Logischerweise möchte man aber den lästigen Geruch reduzieren und Schweiß vermeiden.

Trotzdem ist es wichtig, erst einmal festzustellen, warum der Körper überhaupt auf diese Art und Weise reagiert:

  • Kühlung: Dein Körper ist deine ganz persönliche Klimaanlage, welche dich durch Regulierung der Körpertemperatur vor Überhitzung schützt. Überschüssige Wärme wird in Form Schweiß über die Haut abgegeben, sodass du bei zu hoher Temperatur wieder auf die optimale herunterkühlst. Da die Verdunstung des Schweißes an der Hautoberfläche maßgeblich an dem Prozess beteiligt ist, sollte man sich die Schweißperlen nicht sofort aus dem Gesicht wischen, wodurch auch weniger Flüssigkeit nachproduziert wird.
  • Reinigung: Da die Haut unser größtes Entgiftungsorgan ist, teilt sie sich mit der Leber eine wichtige Aufgabe, und zwar die Reinigung des Körpers. Über unseren Schweiß werden Giftstoffe, Arzneimittelreste, Alkohole usw. ausgeschieden.
  • Schutz: Schweiß bildet einen Schutzmantel für unsere Haut, der das Wachstum von Bakterien und Keimen hemmt. Zudem schützt er die Haut vor dem Austrocknen und sorgt für Geschmeidigkeit.

Schweißalarm! Ab wann zum Arzt?

Jeder Mensch schwitzt, sollte es jedoch keinen erkennbaren Grund für übermäßiges Schwitzen wie Übergewicht, hormonelle Veränderungen im Jugendalter oder während der Wechseljahre sowie die Einnahme von Medikamenten geben, ist es ratsam, die Meinung eines Arztes heranzuziehen. Oftmals stecken auch Erkrankungen wie Hyperhidrose hinter den Symptomen, die sich durch gezielte Fragen und Tests eines Experten identifizieren und behandeln lassen.

Viele Ärzte verschreiben bei solch einer Kondition die Iontophorese gegen das zu starke Schwitzen. Bei einer diagnostizierten Hyperhidrose übernehmen Krankenkassen oftmals die Kosten für Heim- Iontophoresegeräte.

Die Erkrankung kann zu erheblichen privaten und beruflichen Einschränkungen der Betroffenen führen und die Lebensqualität massiv beeinflussen.

Frau schwitzt übermäßig viel

6 Tipps gegen Sommernässe

Wenn dir bereits der bloße Gedanke an den Sommerurlaub Schweißperlen auf die Stirn treibt, du aber trotzdem nicht auf Sommer, Sonne, Sonnenschein verzichten möchtest, dann nimm folgende Tipps nun genau unter die Lupe!

1. Lauwarm trinken

Auch wenn eisgekühlte Cocktails am Strand wie Musik in deinen Ohren klingen, ist es besser, du greifst auf lauwarme Drinks zurück, welche deinen Körper effektiv kühlen. Das ideale Erfrischungsgetränk ist weder eiskalt noch heiß, da kalte Getränke vom Körper erwärmt und heiße gekühlt werden müssen. Trinken wir zu kalt, wird mehr Wärme produziert und wenn wir zu heiß trinken, schwitzen wir mehr und verlieren an Flüssigkeit. Als echte Erfrischungswunder haben sich mit Gurke, Minze oder Zitrone aromatisierte Wasser erwiesen.

2. Der Frischekick zwischendurch

Raus aus der Badetasche, Deckel ab und abgesprüht! Ein kühlender Thermalwasserspray für Gesicht und Dekolleté ist das Must-Have und dein Retter für die heißen Monate. Es beruhigt nicht nur die Haut bei Sonnenbrand, sondern sorgt für einen erfrischenden Sprühregen. Wer es altmodischer mag, kann seine Handgelenke unter kaltes Wasser halten, dies sorgt für sofortige Kühlung und Erfrischung.

3. Nicht zu scharf essen und keinen Alkohol

Auch wenn das indische Gourmet-Buffet zum Anbeißen gut aussieht, solltest du auf scharf gewürzte Gerichte sowie üppige Mahlzeiten verzichten. Beides kurbelt den Stoffwechsel an und sorgt so für zusätzliche Wärmeproduktion, was zu Schweißausbrüchen führen kann.

4. Viel trinken? Ja, aber bitte alkoholfrei!

Wie auch Kaffee heizt Alkohol deinem Körper so richtig ein, weshalb du einen „Sex on the Beach“ besser vermeiden solltest.

5. Weißes Boho-Kleid, statt kleines Schwarzes

Auch deine Kleiderwahl beeinflusst, wie schnell und wie stark du ins Schwitzen gerätst. Setze daher auf helle Farben wie weiß und beige, welche die Sonnenstrahlen reflektieren und sich nicht so stark aufheizen wie dunkle Töne.

6. Schwitzen soll gelernt sein

Richtig gelesen! Schweißdrüsen können durch schweißtreibende Aktivitäten wie Sport oder einen Saunabesuch trainiert werden. Wie so oft hängt es hier von der Regelmäßigkeit ab. Je öfter geschwitzt wird, desto hitzeresistenter werden die Drüsen, sodass du im Alltag nicht so schnell ins Schwitzen gerätst.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.