Ästhetische Chirurgie: Dezente Maßnahmen bevorzugt

Schon lange hält in Deutschland der Trend, bei ästhetischen Eingriffen nur Eigenheiten zu betonen und hervorzuheben, die ohnehin schon vorhanden sind. Das Ergebnis überzeugt vor allem dann, wenn der Betrachter nicht erkennt, dass "nachgeholfen" wurde. Wie erreicht man das?

Frau wird für ästhetische Chirurgie von Ärzten begutachtet

Schönheitschirurgie im Wandel der Jahre

Ursprünglich war plastische Chirurgie mit der Wiederherstellung infolge von Krankheit oder Verletzung verlorener äußerer Erscheinung beschäftigt. Die Grenze zur funktionalen Rekonstruktion war dabei oft fließend. Die dabei entwickelten Techniken und ästhetischen Prinzipien auf Patienten zu übertragen, die mit ihrem Aussehen unzufrieden waren, aber keine entstellende Grunderkrankung aufwiesen, war für viele Chirurgen nur der nächste logische Schritt. Dabei lagen die Schwierigkeiten im Detail und dem bei der Schönheitschirurgie betriebenen Aufwand. Schließlich will der Patient möglichst keine sichtbaren Narben davontragen und wünscht ein Ergebnis, das meist einem harmonischen und natürlichen Ideal folgt. Neue Techniken, die sich nicht nur auf den eigentlichen Operationsprozess, sondern auch die vorherige Planung und insbesondere eine ganzheitliche Nachsorge erstrecken, ermöglichen heute immer spurlosere Eingriffe, um ästhetische Korrekturen vorzunehmen. Dazu gehören zum Beispiel minimalinvasive Verfahren und der Einsatz moderner Medizintechnik und hochentwickelter Materialien.

Wie läuft ein Eingriff ab?

Ästhetische Chirurgie beschränkt sich – wie oben schon erwähnt – längst nicht nur auf die operative Prozedur, sondern umfasst wesentlich mehr. Eine umfangreiche Beratung und Aufklärung der Patienten ist oberstes Gebot. Schließlich muss ein zufriedenstellendes Ergebnis in erster Linie mit dem persönlichen Geschmack und den individuellen Wünschen derjenigen übereinstimmen, die sich "unters Messer" legen. Auch wenn Ärzte hier als Gestalter und fast schon Kunsthandwerker agieren, folgen sie in ihrer ästhetischen Vision immer dem Kunden.

Vielfach lassen sich exzellente Resultate auch ohne Operation erzielen. Um diesbezügliche Optionen aufzuzeigen und in Deckung mit den Zielen der Patienten zu bringen, bedarf es geduldiger Gespräche. Eine innovative Möglichkeit, um auch Menschen zu erreichen, die z. B. aufgrund eines langen Anfahrtswegs nicht vor Ort für Vorgespräche und Planung verfügbar sind, ist eine Videoberatung.

Der eigentliche Eingriff erfolgt dann je nach operativer Notwendigkeit unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose. Dem Arzt assistiert dabei ein erfahrenes Team, das alle Abläufe routiniert durchführen kann. Besonders wichtig für optimale Ergebnisse ist auch die Nachsorge, die nicht nur Wundbehandlung umfasst, sondern z. B. auch Ernährungsberatung und Trainingspläne für die Rehabilitation beinhalten kann.

Videoberatung zwischen Arzt und Patientin

Längst auch bei Männern beliebt

Lange Zeit galt Interesse an äußerer Schönheit als klassisch weiblich besetzt. Doch die Männer holen auf und setzen dabei vor allem auf invasive Eingriffe. Diese haben den Vorteil, dass sie keiner regelmäßigen Auffrischung bedürfen und permanente Resultate erzielen. Männer sind demnach in vielen Bereichen weniger am Wellness-Beauty-Ritual interessiert, sondern entscheiden klar ergebnisorientiert, welche Maßnahmen den größten langfristigen Effekt erzielen.

Fazit

Ästhetische Chirurgie ist ein komplexes Feld, in dem sich fortschrittliche Verfahren entwickelt haben, die Narbenbildung verhindern, mit minimaler Invasivität große Effekte erzielen können und dabei dennoch langfristige Erfolge erreichen. Wichtig für einen natürlichen Look sind dabei gute Beratung und die optimale Abstimmung der Verfahren auf das gewünschte Ergebnis. Die Zeit und Sorgfalt, die der Behandler für seine Patienten aufbringt, tragen entscheidend dazu bei, ein harmonisches Resultat zu produzieren, das nicht "gemacht" aussieht.