Tattooentfernung: Schluss mit Jugendsünden

Ein verwackelter Schmetterling, ein verblasster Schriftzug oder gar der Name eines Verflossenen – manche Tätowierungen wollen wir am Ende doch nicht für die Ewigkeit behalten. Die Tattooentfernung mit Laser kann hier helfen.

Frau mit Tattoo auf dem Schulterblatt

Trends und Fails

Fast alles, das wir im Laufe unseres Lebens an unseren Körper lassen, ist Trends unterworfen. Das gilt für Kleidung und Beauty-Artikel genauso wie für Körperkunst in Form von Tattoos und Piercings. Doch während wir die altmodische Strickweste locker im Second-Hand-Container loswerden können, klappt das bei permanenten Körperverzierungen nicht so einfach. Was also tun, wenn eine Tätowierung wirklich weg soll? Wenn sie etwa den Namen eines Ex-Partners zeigt oder aufgrund von Aussehen oder Ausführung schlichtweg in die Kategorie Tattoo-Fail fällt?

Tattoos entfernen: Von der Säure zum Laser

Tätowierungen sind eigentlich für die Ewigkeit gemacht. Daher war die Entfernung lange Zeit auch schlichtweg nicht möglich. Versuche mit Säurelösungen ab den 1920er-Jahren zeigten zwar Erfolge hinsichtlich der Entfernung, allerdings kam es dabei zu schweren Entzündungen und Narbenbildung. Erst mit der Entwicklung der Laserentfernung hatte man eine wirksame und sichere Methode gefunden. Ganz ohne Risiko ist auch diese Behandlung nicht, aber dank modernster Geräte und stetiger Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Lasermedizin sind sie wesentlich seltener als in den Anfängen.

Tattooentfernung mit Laser

Bei der Anwendung von Lasergeräten zur Tattooentfernung kommt es in erster Linie auf die Wellenlänge an. Denn diese bestimmt, welche Farbpigmente in der Haut behandelt werden können. Als effektiv hat sich dabei unter anderem der gütegeschaltene Nd:YAG-Laser erwiesen, der in Ordinationen zum Einsatz kommt, die sich auf Lasermedizin spezialisiert haben. So setzt etwa OmniMed in Eisenstadt auf die fortschrittliche Laserplattform Harmony XL PRO in Verbindung mit dem ClearLift-Applikator. Dieser Q-Switched (gütegeschaltene) Nd:YAG-Laser arbeitet mit zwei Wellenlängen und kann dadurch auch mehrfarbige Tattoos entfernen. Denn während die Wellenlänge von 1.064 nm vor allem bei dunklen Farben wirkt, werden die hellen mit der Wellenlänge von 532 nm entfernt.

Tattooentfernung mit Laser von ClearLift bei Omnimed

Mit Nanosekundenimpulsen zum Erfolg

Ein weiterer Vorteil dieses modernen Lasersystems sind seine sogenannten Nanosekundenimpulse. Durch diese besonders kurzen, intensiven Impulse bricht es die Farbpartikel effektiv auf, ohne thermische Schäden am umliegenden Gewebe zu hinterlassen. Das minimiert das Risiko für Narbenbildung und Hypopigmentierung erheblich.

Schonend dank Vorbehandlung

Um die Haut besonders zu schonen, kann auch eine Vorbehandlung der Tätowierung mit einem fraktionierten Handstück vorgenommen werden. Dr. Stefan Horwath und Dr. Martina Reichhart von OmniMed sind von dieser Vorgehensweise überzeugt. Denn durch die Vorbehandlung kommt es zur Druckentlastung im Gewebe, wodurch eine etwaige Blasenbildung vermieden wird. Außerdem kann durch die winzigen Löcher, die das fraktionierte Pixel-Handstück in der Haut erzeugt, mehr Farbe pro Sitzung entweichen. Das verringert die Anzahl der notwendigen Sitzungen bis zum gewünschten Resultat. Zu guter Letzt: Fraktionierte Laser werden in der Beauty-Branche zur Behandlung von Narben eingesetzt – sie beugen im Rahmen der Tattooentfernung also auch genau diesen vor.

Individuelle Behandlungspläne

Wie viele Sitzungen insgesamt zur Tattooentfernung mit Laser benötigt werden, ist von Patient zu Patient verschieden. Denn die Anzahl der Sitzungen hängt von mehreren Faktoren ab. So sind neue Tattoos durch die frische Farbe schwieriger zu entfernen. Das gleiche gilt für professionell gestochene Tätowierungen, die mehr Laserbehandlungen brauchen als Laien-Tattoos. Daher ist es wichtig, dass Sie sich für die Tattooentfernung an eine seriöse Ordination wenden, die Ihnen in einem Beratungsgespräch einen realistischen Überblick über die zu erwartenden Sitzungen, das Behandlungsergebnis und die Kosten bietet. Im Idealfall bieten die Ärzte auch eine Fotodokumentation an, anhand derer sich die Erfolge der Behandlung im Laufe der Zeit erkennen lassen können.