Farbig und giftig? Der Nagellack ohne Schadstoffe ist da!

Schöne, bunte Nägel – besonders im Sommer bekennt Frau gerne Farbe. Was du allerdings wissen solltest: unsere Gesundheit freut sich nicht besonders darüber. Denn so toll lackierte Nägel auch sind, die meisten Nagellacke bringen viele bedenkliche Inhaltsstoffe mit sich. Welche das genau sind und ob es sich lohnt, auf Naturkosmetik umzusteigen, erklären wir dir hier. Außerdem verraten wir dir unseren Nagellack-Favoriten, den du ohne Bedenken auftragen kannst.

Inhalt:

Nagellacke in unterschiedlichen Farben laufen aus

Warum sind Nagellacke schädlich?

Rot, braun, rosa oder blau – egal für welche Farbe du dich entscheidest, ein Hingucker sind sie allemal. Schön lackierte Nägel sind ein Beauty Must-Have für viele Frauen. Sie ergänzen perfekt den eigenen Look und die Hände wirken gepflegt. Doch was viele nicht wissen: Die bunten Lacke bringen eine Reihe von schädlichen Stoffen mit sich. Manche stehen sogar im Verdacht, Krebs auslösen zu können.

Kein Wunder, betrachtet man die Entstehungsgeschichte. Diese geht zurück auf den Auto-Boom der 1930er Jahre. Starke Farbpigmente wurden eingesetzt. Da sie auf den Autos so schön glänzten, schimmerte 1932 auch schon der erste Nagellack auf den Fingern. Mit dabei: bedenkliche Inhaltsstoffe, die aus der Auto-Industrie direkt übernommen wurden.

Allerdings hat sich besonders in den letzten Jahren im Bereich Kosmetik einiges getan. Egal ob Make-up, Shampoos oder Deos – der Trend geht in Richtung Kosmetik aus der Natur. Doch was beim Make-up relativ schnell ging, ließ in Sachen Nägel etwas länger auf sich warten. Gesundheitsbewusste Frauen haben lange darauf gewartet. Vor nicht zu langer Zeit wurden sie dann entwickelt: Kosmetika für Fingernägel, die für deine Gesundheit (relativ) unbedenklich sind.

Eine Frau hat roten Nagellack

Welche Inhaltsstoffe sind besonders gefährlich?

Obwohl Studien die Bedenklichkeit mancher Stoffe bestätigen, sind sie dennoch laut Kosmetikverordnung erlaubt, natürlich teilweise nur in geringen Mengen. Dennoch zeigt ein Blick auf die mögliche Wirkung von einem herkömmlichen „Nail-Polish“ nichts Gutes.

  • Toluol: Dieses Lösungsmittel darf eigentlich nicht in Kosmetika verwendet werden, für Lacke gilt das allerdings nicht. Hier besteht das Risiko von Allergien, Nieren-, Leber- und Nervenschäden. Zusätzlich wird Toluol als fruchtschädigend und fortpflanzungsgefährdend eingestuft.
     
  • Phthalate: Sie sind Weichmacher, die ein Absplittern des Lacks verhindern und ihn elastisch machen. Diethylhexylphthalate (DEHP) und Dibutyl Phthalate (DBP) sind zwar für Kosmetika verboten, als Hilfsstoffe sind sie jedoch zulässig. Sie stehen im Verdacht, erbgutschädigend zu sein.
     
  • Campher: Auch hierbei handelt es sich um einen Weichmacher. Normalerweise ist er nur in geringen Mengen enthalten, kann aber in größeren Mengen zu Übelkeit und Verwirrtheit führen.
     
  • Formaldehyd: Dieses kann krebsauslösend sein und kann zu Atemwegs-, Haut- und Augenreizungen führen. Formaldehyd wird als Nagelhärter eingesetzt.

Eine aktuelle Studie der „Duke University“ warnt außerdem vor Triphenylphosphat (TPHP). Denn in der Studie konnte nachgewiesen werden, dass dieser Stoff gesundheitsschädlich ist. Er wurde in rund 1500 von 3000 untersuchten Nagellacken gefunden. Als Weichmacher sorgt er für langen Halt und Flexibilität. Dennoch konnte bestätigt werden, dass TPHP in den Körper diffundiert. Er konnte ab etwa zehn Stunden nach dem Auftragen im Urin festgestellt werden. Allerdings ist noch nicht vollständig geklärt, welche Auswirkungen TPHP auf den Menschen hat. Es wird vermutet, dass eine Gewichtszunahme begünstigt werden kann.

Was ist Formaldehyd genau?

Unter den gefährlich eingestuften Inhaltsstoffen fällt häufig der Name Formaldehyd. Formaldehyd besitzt die Wirkung, dass es Stoffe vernetzen kann. Auf diese Weise werden sie fest und widerstandsfähig. Die Substanz wird außerdem in Nagelhärtern und Haarglättungsmittel eingesetzt.

Formaldehyd kann nachweislich Krebs auslösen. Zusätzlich besitzt es auf die Haut eine stark reizende Wirkung und kann Allergien auslösen. In Kosmetika wird Formaldehyd entweder pur oder in Form von Abspaltern eingesetzt. Besonders Nagelhärter enthalten leider meistens Formaldehyd. Du solltest beim Lackieren der Nägel in Zukunft gut darauf achten, denn die Substanz kann krebserregend sein. 

zwei Hände sind groß abgebildet. Sie haben rote Fingernägel und die Finger berühren den roten Nagellack in der Mitte des Bildes

Wenn Kosmetik, dann Naturkosmetik

Die Fingernägel mussten lange Zeit mit herkömmlichen Produkten auskommen. Denn die Anforderungen an einen Nagellack sind groß: Er soll gut deckend sein, eine schöne Farbe besitzen, schnell trocknen, sich dem Nagel flexibel anpassen und nicht absplittern. Mit chemischen Substanzen sind diese Eigenschaften wesentlich leichter zu erreichen. Zumal von den Kunden höchste Qualität erwartet wird.

Dennoch hat sich einiges getan: Immer öfter mischen sich „Free-Lacke“ unter das normale Sortiment. Denn die Hersteller haben erkannt, dass gesunder Nagellack für viele ein großes Thema ist. Sie verwenden daher weniger Substanzen, die die Entstehung von Krebs fördern könnten. Die Hersteller kennzeichnen den Lack normalerweise mit dem Hinweis „3Free“, „4Free“ oder „5Free“. Diese Kennzeichnungen bedeuten, dass auf schädliche Substanzen verzichtet wird. Bei „3Free-Lacke“ fehlen Toluol, Formaldehyd und Phthalate. Bei den anderen kommen noch Campher und Kolophonium dazu.

Diese Lacke sind zwar weniger gefährlich, als Naturkosmetik können die meisten trotzdem nicht eingestuft werden. Ein hundertprozentiger „Natural Nail Polish“ ist noch immer sehr selten. „Free-Lacke“ stellen aber eine gute Alternative zu den herkömmlichen dar.

Tipp: Bevor du viel Geld in herkömmliche Produkte investierst, probiere es doch mal mit der natürlichen Variante! Beim Preis ist kaum mehr ein Unterschied. Der Preis variiert natürlich von Marke zu Marke.

Auf dem Foto sind drei Finger in Großaufnahme zu sehen. Sie tragen unterschiedliche Lacke auf den Nägeln. Diese haben einen weiß und rosa Farbton.

Nagellackentferner ohne Aceton?

Wenn du den Lack wieder entfernen willst, stellt sich die Frage: Welchen Nagellackentferner verwende ich? Enthalten diese auch schädliche Inhaltsstoffe und können sie Krebs fördern? Die gute Nachricht: Auch Nagellackentferner mit Aceton haben keine direkten Auswirkungen auf deine Gesundheit. Deine Nägel können durch den Entferner jedoch schneller austrocknen. Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, greife lieber zur Naturkosmetik. Hier weißt du, dass sie keine giftigen bzw. krebserregenden Inhaltsstoffe verwendet. Durch "Natural Produkte" tust du somit sowohl deinen Nägeln als auch deiner Gesundheit etwas Gutes.