Kalte Füße adé – wie kann ich mir ein Wärmekissen selber machen?

Heute zeigen wir dir, wie du ganz einfach dein eigenes Wärmekissen selber machen kannst. Egal, ob du ein Heimwerkerprofi oder ein Neuling in Sachen DIY-Ideen bist, die folgenden Anleitungen zum Herstellen von Kissen, die wohlige Wärme spenden, werden dir viel Freude bereiten. In diesem Beitrag findest du Anleitungen für die Herstellung verschiedener selbstgemachter Wärmekissen als Kirschkernkissen oder als Körnerkissen.

Wärmekissen selber machen - Frau sitzt mit Wärmekissen und Decke über den Schultern auf ihrem Sofa und trinkt Tee.

Wärmekissen selber machen – was brauche ich für ein Kirschkernkissen?

Mit der dreifachen Heizleistung von Kieselsteinen und einer viel geringeren Leitfähigkeit sorgen Wärmekissen mit Kirschkernen als Füllung für gleichmäßige Wärme in Winternächten. Mit ein wenig Sammelleidenschaft, ein paar Stoffresten und einem Sonntagnachmittag Zeit könnte ein selbstgemachtes Kirschkernkissen dir viele Nächte mit kalten Decken ersparen. Ein paar Minuten in der Mikrowelle zum Aufheizen und kalte Füße gehören der Vergangenheit an. Du siehst, es braucht also nicht viel, wenn man sich ein Wärmekissen selber machen möchte. 

Für die Herstellung eines Kirschkernkissens braucht man zunächst etwa 15 Kirschkerne als Füllung. Dabei handelt es sich um ein sehr kleines Kissen. Willst du ein großes Kissen machen, musst du die Maße entsprechend anpassen, die Anleitung ändert sich nicht!

Einfache Anleitung für ein Kirschkernkissen

Die Füllung ist gesammelt, was jetzt?

  1. Lege die Kerne zunächst in einen großen Topf oder ein anderes Gefäß und bedecke sie vollständig mit kaltem Wasser!
  2. Reibe und drücke die Steine zusammen, um das restliche Fruchtfleisch zu lösen!
  3. Danach musst du die Füllung deines Kirschkernkissens nochmal waschen und den Vorgang gegebenenfalls mehrmals wiederholen. Es kann nicht schaden, die Kirschkerne noch ein paar Mal gründlich zu waschen, denn das Fruchtfleisch muss unbedingt entfernt werden!
  4. Wenn die Kirschkerne sauber aussehen, koche sie in einem Topf mit Wasser unter gelegentlichem Rühren etwa 15 Minuten lang!
  5. Schütte die gekochten Kerne in ein Gefäß mit kaltem Wasser und reibe sie erneut ab!
  6. Nun kannst du sie abtropfen lassen und zum Trocknen auf saubere Geschirrtücher legen.
  7. Du kannst den Trocknungsprozess abschließen, indem du die Kerne in einer Schicht in einer flachen Pfanne oder auf einem Backblech ausbreitest und sie, unter gelegentlichem Wenden, mit geringer Wärme im Backofen backst. Der Backofen sollte dabei nicht wärmer als 60 Grad Celsius sein! Die Mikrowelle eignet sich übrigens nicht zum Trocknen.

Woran erkenne ich, dass der Inhalt meines Kissens trocken genug ist?

Der Inhalt deines Kirschkernkissens ist gleichmäßig gefärbt, wenn die Kerne "fertig" sind. Die Füllung kann dann unbegrenzt in Gläsern, Plastiktüten oder Papiersäcken aufbewahrt werden, bis du bereit bist, deine Bettwärmer zu machen. Papiersäckchen sind übrigens am besten zur Lagerung von trockenen Kirschkernen geeignet, da sie die eventuell noch vorhandene Feuchtigkeit aufnehmen.

Ein zu befüllendes selbstgemachtes Wärmekissen, daneben liegen zahlreiche Kirschkerne.

Wie fertige ich mein Kirschkernkissen?

Nun, da du den Inhalt deines Kissens vorbereitet hast, geht es an die Hülle. Verwende für die Bezüge deines Kissens einen robusten Stoff, zum Beispiel Jeansstoff, Baumwolle oder Gardinenstoff und vermeide synthetische Stoffe, die bei Hitze schmelzen könnten!

  1. Schneide zwei Rechtecke mit den Maßen 20 mal 28 Zentimeter zu oder verwende ein einzelnes Stück mit den Maßen 40 mal 28 Zentimeter! Du kannst natürlich auch andere Schnittmuster verwenden. Viele Schnittmuster und DIY-Anleitungen findet man zum Beispiel im Internet, darunter gibt es auch jede Menge kostenlose Schnittmuster.
  2. Lege die Teile aufeinander – oder falte das doppelt so große Rechteck in der Mitte – und nähe die Ränder zusammen, wobei du eine Öffnung lassen musst, die groß genug ist, um das Kissen auf die richtige Seite zu drehen!
  3. Fülle das Wärmekissen mit den getrockneten Kirschkernen locker auf und nähe die Öffnung zu!

Ist alles ordentlich genäht und der Inhalt sicher verpackt, ist dein eigenes Kirschkernkissen fertig und du bist bereit für die nächste kühle Nacht. Du musst dein Kirschkernkissen nun nur noch schnell aufwärmen, zum Beispiel in der Mikrowelle.

Hier noch ein kleiner Tipp: Wenn du im Sommer Kirschen isst, sammle die Kerne und verpacke deine selbstgemachten Kirschkernkissen als Weihnachtsgeschenk! Sie eignen sich hervorragend als umweltfreundliche Geschenkidee.

Selbst gemachtes Wärmekissen mit Körnern

Wie kann man ein selbstgemachtes Wärmekissen aus Körnern herstellen?

Ob warm oder kalt, ein selbstgemachtes Wärmekissen aus natürlichen Körnern oder Samen kann zum Beispiel in der Hand oder im Nacken wohltuend wirken und fördert die Körpererholung. Wir zeigen dir, wie du dein eigenes Körnerkissen schnell und einfach selbst nähen kannst – eine perfekte Lösung für eine Reihe von Beschwerden. 

Ganz gleich, ob du ein bestimmtes Schnittmuster verwendest oder für welche Größe du dich entscheidest: Bedenke, dass ausschließlich natürliche Materialien geeignet sind, um ein Wärmekissen selber zu machen! Der Stoff sowie auch der Inhalt für dein Körnerkissen sollte keine synthetischen Fasern enthalten, da er sich sonst beim Erhitzen entzünden könnte.

Welche Materialien brauche ich für ein Körnerkissen?

Für ein kleines wärmendes Körnerkissen, ideal für Babys und Kinder oder auch, um Körperzonen wie Hand, Nacken oder Schulter zu wärmen, benötigst du die folgenden Materialien:

  • Stoff, zum Beispiel aus Baumwolle oder Leinen, auf die Größe 20 cm x 15 cm zugeschnitten,
  • Stoffschere,
  • Maßstab/Lineal,
  • Stift,
  • Garn,
  • Nähnadel,
  • Körner/Samen, circa 250 Gramm, zum Beispiel Weizen, Dinkel, Hafer oder Traubenkerne,
  • Bügelbrett und Bügeleisen.
Eine Frau näht einen Bezug für ihr selbstgemachtes Körnerkissen.

Anleitung für das Nähen meines DIY-Körnerkissens

Wir zeigen dir hier die Anleitung zur Herstellung eines kleinen selbstgemachten Körnerkissens zum Wärmen. 

  1. Schneide zunächst zwei gleiche Stücke Stoff in den vorgegebenen Maßen zu! Bei den vorher erwähnten Maßen ist die Nahtzugabe bereits enthalten. 
  2. Falte den zugeschnittenen Stoff in der Mitte, sodass er mit der linken Seite (die Seite, die danach innen ist) nach oben liegt!
  3. Nähe nun die beiden Teile zusammen! Am besten nähst du zwei Nähte nebeneinander, damit die Körner oder Samen nicht herausfallen, wenn eine Naht platzen sollte. 
  4. Falte nun den Stoff auf der offenen Seite etwa einen halben Zentimeter um und bügel einmal darüber! So kann diese Seite deines Körnerkissens später leichter genäht werden, ohne dass der Inhalt rausfällt.

Wie kann ich mein Körnerkissen mit Inhalt befüllen?

Du kannst dein wärmendes Körnerkissen mit Körnern oder Samen wie Hafer, Traubenkernen, Leinen, Weizen oder Dinkel füllen. Wenn du die beiden Teile zusammengenäht hast, drehst du den Stoff um. Nähe am gefalteten Ende zwei Nähte über die Breite des Stoffes zusammen! Auf diese Weise sieht es am Ende besser aus, da die Enden des Kissens genau gleich aussehen. Jetzt kannst du die Körner oder Samen in die offene Seite deines selbstgemachten Körnerkissens füllen. Nähe die offene Seite etwa zu zwei Dritteln zu und beginne dann, das Kissen zu füllen! Du kannst die Körner, die sich bereits im Kissen befinden, in die Ecke der geschlossenen Seite drücken, damit der Rest der offenen Seite leichter zu nähen ist. Nähe nun die offene Seite mit einer Doppelnaht zu! Zum Schluss ziehst du die Fäden in das Kissen.

Worauf muss ich bei der Verwendung von Wärmekissen achten?

Unabhängig davon, für welchen Inhalt und welches Schnittmuster du dich bei deinem selbstgemachten Wärmekissen entscheidest, eine Wärmetherapie kann nicht nur bei empfundener Kälte, sondern auch bei Muskelkater und Steifheit helfen.

Ein solches Kissen kann man aus gewöhnlichen Haushaltsgegenständen selbst herstellen, für die Füllung eignen sich eine Vielzahl von Inhalten. Befolge den Rat deines Arztes, wie und wann du Wärme gezielt verwenden solltest! Für bestimmte Personen ist die Verwendung nicht geeignet, darunter Säuglinge, Schwangere und Diabetiker.