Bodywave – Zukunftsweisende Konzepte in der Fitnessbranche

Die Unternehmensgruppe Bodywave, gegründet von Thomas Röhrle, entwickelt gewinnbringende Konzepte, testet sie im eigenen Betrieb, gibt die vielversprechendsten weiter und unterstützt die Kunden so bei der Gewinnmaximierung. Thomas Röhrle, bekannt als der Vordenker in der Fitnessbranche, strickte immer die passenden Konzepte für den jeweiligen Betrieb. Im Interview erzählte er mehr darüber.

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Wie kam es zur Gründung von Bodywave?

Thomas Rohrle: Ausschlaggebend war der Fitness-Discount. Kurz bevor die Discounter an allen Ecken und Enden aus dem Boden schossen, hatte ich mich mit dem FitnessClub Fellbach, der bis zu diesem Zeitpunkt die einzige Anlage im ganzen Umkreis war, selbstständig gemacht. Vorher arbeitete ich als Abteilungsleiter bei Daimler, war aber bereits seit meinem 17. Lebensjahr nebenberuflich in der Fitnessbranche tätig. Das war schon immer meine große Leidenschaft.

Durch die Discounter hatte ich plötzlich Konkurrenz in einer Art und Weise, die vorher nicht dagewesen war. Hinzu kamen Vereins-Studios, die von der Stadt finanziell gefördert wurden. Ich musste also zusehen, wie meine Mitglieder abwanderten: Innerhalb kürzester Zeit habe ich 460 Kunden verloren.

Wie sind Sie damit umgegangen?

Das war natürlich eine enorme Belastung, auch finanziell. Im Prinzip hatte ich zwei Möglichkeiten: entweder aufgeben und Insolvenz anmelden oder mich zusammenreißen und Lösungen finden. Ich entschied mich für Letzteres, indem ich das komplette kaufmännische Wissen einsetzte, das ich mir in meiner 27-jährigen Karriere bei Daimler angeeignet hatte.

Was haben Sie also konkret getan?

Ich habe alle Probleme aufgelistet, mit denen ich mich konfrontiert sah und jeweils eine Lösungsstrategie erarbeitet. Dafür habe ich mich intensiv mit den Businessplänen der Konkurrenz auseinandergesetzt, analysiert, welcher Dienstleister welche Zielgruppe anspricht und welches Portfolio er bietet. Dabei ist mir aufgefallen, dass Prävention in der gesamten Fitnessbranche zu diesem Zeitpunkt keinerlei Rolle spielte. Nur in den Vereinen, die zwar Herz-Kreislauf-Kurse anboten, aber darüber keine Mitglieder generierten.

Im Prinzip haben Sie also Marktlücken gesucht?

Das Stichwort heißt Differenzierung. Ich habe nach Möglichkeiten gesucht, mich von der Konkurrenz abzuheben. Aus dieser Überlegung sind immer mehr Konzepte und Strategien entstanden, darunter 2004 auch der Fitnessführerschein.

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Gewinnmaximierung durch Bodywave

Das Ziel eines Fitnessführerschein-Lehrgangs ist es, Interessenten und Trainierenden dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und sie langfristig an sich zu binden. Mit diesem Tool können Betreiber ihren Kunden die theoretischen und praktischen Grundlagen des gesundheitsorientierten Trainings vermitteln, etwa Wissen über das Herz-Kreislauf-System, Muskelaufbau und -reize sowie Trainingsintervalle und -methoden.

Durch dieses Wissen werden die Trainierenden bessere Ergebnisse erzielen und in der Regel zu langjährigen Mitgliedern. Als §20-Kurs zur Prävention und Gesundheitsförderung werden die Kosten für den Fitnessführerschein von allen gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst oder komplett übernommen. Dabei entsteht für Interessenten eine wirtschaftlich lukrative Testoption für acht bis zehn Wochen. Eine Win-win-Situation für Fitnessstudios und ihre Kunden.

Was ist der Fitnessführerschein?

Der Fitnessführerschein ist genau genommen die Einweisung ins Fitnesstraining, also ein Arbeitsprozess, der Menschen für Sport und gesundheitsorientiertes Training begeistert – und zwar nachhaltig und langfristig. Das Konzept habe ich basierend auf folgenden Überlegungen entwickelt: Was ist der Arbeitsprozess eines Fitnessstudios? Was möchten die Kunden? Was möchte die Krankenkasse?

Damals hatte ich eine Kündigungsquote von unglaublichen 57 Prozent. Innerhalb von knapp zwei Jahren konnte ich diese Quote auf 22 Prozent senken, und zwar dank der von mir entwickelten Strategien, darunter auch der Fitnessführerschein. Dann kam der Zeitpunkt, an dem ich wieder Mitglieder schreiben konnte. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt zu sagen: Diese Konzepte muss ich in beratender Funktion an die Fitnessbranche weitergeben. So entstand die Firma Bodywave.

Schulungen

Neben Konzepten für Betreiber und ihre Anlagen bietet Bodywave auch Schulungen an, etwa für Trainer, Mitarbeiter, Physiotherapeuten oder Gesundheitsberater. So können Qualitätsstandards eingeführt werden, die auf lange Sicht einen wirtschaftlichen Erfolg des Betriebs sicherstellen. Zum anderen können Betriebe dank der Bodywave-Schulungen auch neue Geschäftsfelder für sich erschließen, beispielsweise das Angebot von Rehasport, ohne dafür extra einen Rehasport-Verein gründen zu müssen. Auch Führungsseminare für Inhaber selbst oder Weiterbildungen für Mitarbeiter zu Promotern gehören zum Portfolio.

Qualitätsmanagement

Ein Konzept kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Spielregeln eingehalten werden. Verantwortlich dafür sind die Studios selbst. Dennoch bietet Bodywave eine Hilfestellung in Form eines Qualitätsmanagements. Dabei kontrollieren von der Unternehmensberatung entsandte Qualitätsmanager, ob die neuen Arbeitsprozesse richtig umgesetzt werden. Sie statten den Physiotherapiezentren und Fitnessstudios regelmäßig Besuche ab und prüfen mögliche Fehlerquellen. Hakt es beispielsweise an einer Stelle, helfen sie den Betreibern bei der Lösungsfindung. Oft machen Kleinigkeiten, wie neues Personal, das nicht richtig geschult wurde, einen enormen Unterschied.

Marketing

Für Bodywave gehören Werbekonzepte und Marketingmaßnahmen zum Rundum-sorglos-Paket. Kunden profitieren von Kampagnen wie Gutschein- oder „Mitglieder werben Mitglieder“-Aktionen aus dem Hause Bodywave, indem sie die entsprechenden Werbemittel ohne zusätzliche Kosten erhalten. Alle Werbekampagnen werden zunächst im hauseigenen Fitnessstudio getestet und nur dann an die Kunden weitergegeben, wenn sie sich bewährt haben.

Unternehmensberatung

Am Anfang jeder Beratungsleistung steht eine Betriebsanalyse, die Aufschluss darüber gibt, um welchen Betriebstyp es sich handelt, welche Dienstleistungen sowie Produkte bereits angeboten werden und welche Chancen noch offenstehen.

Nach der Analyse werden dem Kunden mögliche Konzepte aufgezeigt, die er in seinen Betrieb integrieren kann. Dabei wird besonders großen Wert darauf gelegt, was für den Betreiber wirklich Sinn macht. „Es ist auch schon vorgekommen“, erklärt Bodywave-Inhaber Thomas Röhrle, „dass ich Kunden sagen musste, dass sie mit den aktuellen räumlichen oder strukturellen Gegebenheiten keines unserer Konzepte erfolgreich umsetzen können werden.“

Ehrlichkeit liegt ihm ganz besonders am Herzen, da für ihn an oberster Stelle immer der Erfolg seiner Kunden steht. „Wir als Bodywave bieten eine langfristige Unternehmensberatung sowie Produkte und Konzepte, die auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten sind“, sagt Röhrle. „Diese können aufeinander aufbauen und nach Wunsch entsprechend erweitert werden. Wir sind zwar Berater, sehen uns aber eher in der Funktion eines Partners.“

Positionsbestimmung

Wer glaubt, er könne nach dem Lockdown so weitermachen, wie vor der Pandemie, wird scheitern. Ich glaube, das sollte mittlerweile allen Fitnessstudiobetreibern bewusst geworden sein. Heute stehen wir an einem Punkt, an dem alle Studios ihren Betrieb genau analysieren müssen, wenn sie es nicht schon getan haben:

  • Wie bin ich aufgestellt?
  • Wo möchte ich hin?

Das sind Fragen, die es zu beantworten gilt.

Der Gesundheitsmarkt scheint in der heutigen Zeit das richtige Ziel zu sein. Um den Weg dorthin beschreiten zu können, müssen Fitnessbetriebe bereit sein, sich anzupassen und Hürden zu überwinden, sich beispielsweise mit dem Heilmittelkatalog auseinanderzusetzen und mögliche Kooperationspartner aus dem Gesundheitssystem, darunter Krankenkassen und Ärzte, analysieren und verstehen. Im nächsten Schritt sollten sie einen besonders großen Wert darauf legen, sich am sich neu gestaltenden Markt mit einem guten Konzept nachhaltig zu positionieren. Sie müssen sich von der Konkurrenz abheben, sich differenzieren. Das kann einem nur gelingen, wenn man sich die aktuelle Situation in Deutschland vor Augen führt: Wir haben eine überalterte Gesellschaft, die Generation 60plus macht einen Großteil der Bevölkerung aus. Also spezialisiere ich mich doch auf diese Zielgruppe, auf eine Generation, die jetzt langsam in Rente geht. Das verlangt nach einer medizinischen Trainingsausrichtung. Dementsprechend muss ich mich neu aufstellen: im Hinblick auf den kompletten Betrieb.

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Was bringt die Zukunft am Fitnessmarkt?

Meiner Meinung nach werden sich künftig zwei Märkte etablieren: der Discounter mit einem geringen Betreuungsaufwand und einer jungen Zielgruppe und das Premium-Segment, zu dem ich auch medizinisch ausgerichtete Betriebe zähle, die ihren Kunden §20-Personal an die Seite stellen.

Diejenigen, die sich momentan zwischen diesen beiden Märkten bewegen, wird es auf lange Sicht nicht mehr geben. Sie müssen sich jetzt entscheiden, wohin sie wollen – und vor allem können. Ich sage bewusst können, weil es natürlich eine Rolle spielt, ob ich mich in einer Region mit jungem oder älterem Publikum befinde.

Bevor ich also damit beginne, irgendwelche Konzepte umzusetzen, muss ich meine betriebswirtschaftlichen Hausaufgaben gemacht haben.

Heute geht es stärker denn je darum, Prozesse zu optimieren. Wer das schafft und die Menschen zurück ins Studio holt, der wird auch künftig bestehen. Wer den Wandel verpasst, und ich spreche hier von einer Zeitspanne von gerade einmal einem Jahr, der wird untergehen. Die Fitnessbranche an sich, wird es dessen ungeachtet immer geben – heute, morgen, in 30 und in 50 Jahren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.