7 Lifestyle-Tipps zur Behandlung Ihres Asthmas

Asthma muss einerseits durch die richtigen Medikamente therapiert werden – aber auch durch den richtigen Lebensstil. In der Kombination aus diesen beiden Ansätzen bestehen die besten Chancen, mit dem Asthma sehr gut zu leben und die Auswirkungen zu minimieren. Wir zeigen Ihnen heute 7 Tipps, wie Sie mit Änderungen an Ihrem Lebensstil einen großen positiven Einfluss auf Ihr Asthma nehmen können.

Frau mit Inhalator gegen Asthma

Wie die Wurzeln eines Baums

Unsere Atemwege, die Bronchien und Lungen, sind im Grunde aufgebaut wie eine Baumwurzel, die in den kleinsten Wurzel-Strängen jeweils in einem kleinen Säckchen endet. Beim Atmen strömt die Luft durch dieses feine und enge System und der Sauerstoff wird in den Säckchen an das Blut abgegeben. Bei Asthma entzünden sich diese Wurzelstränge, schwellen an und verengen diese. Das Atmen kann dadurch zu einer wahren Tortur werden.

Leider ist Asthma (derzeit) noch nicht heilbar. Daher ist es sehr wichtig, das Asthma mit allen Mitteln unter Kontrolle zu halten. Dies erreichen Sie einerseits durch die richtigen Medikamente, wobei Sie einmal prüfen können, ob Sie beispielsweise Salbutamol Spray rezeptfrei erhalten oder nicht, und eben durch eine Änderung Ihrer Gewohnheiten.

Tipp #1: Vermeiden Sie Stress

Stress kann sehr leicht einen Asthmaanfall auslösen. Wie man sich sicher gut vorstellen kann, arbeitet der Körper bei Stress auf Hochtouren und die Anspannung aller Muskeln sorgt für einen zusätzlichen Druck auf den Brustkorb. Stress, Depressionen und Angstgefühle haben eine starke Wirkung auf alle Arten von Krankheiten, eben auch auf Asthma. Unser Körper und unser Geist bilden eben eine Einheit. Dies haben viele Studien wie diese nachweisen können.

Versuchen Sie es zum Beispiel einmal mit Yoga, Meditation oder autogenem Training! Sie werden schnell erkennen, welche positiven Auswirkungen diese Entspannungstechniken auf Sie haben werden.

Tipp #2: Kennen Sie Ihre Feinde

Nur wenn man seine Feinde kennt, kann man gezielt gegen sie vorgehen. Genauso verhält es sich auch mit den Triggern (Auslösern) des Asthmas. Sehr viele Menschen reagieren auf Hausstaub, Pollen, Tierhaare, Schimmel oder Rauch und Parfüm mit einem Asthmaanfall.

Wenn Sie wissen, welche Auslöser bei Ihnen eine Asthmaattacke auslösen können, sollten Sie unbedingt versuchen, diese zu vermeiden. Führen Sie im Zweifel ein Tagebuch und identifizieren Sie so Ihre Auslöser noch besser.

Tipp #3: Essen Sie viel Obst und Gemüse

Es gibt sehr viele Studien, die den Einfluss der Ernährung auf Asthma aufzeigen. Hierbei stellt sich immer weiter heraus, dass eine vegane Ernährung beispielsweise sehr förderlich ist. Zum Thema Milchprodukte gibt es unterschiedliche Studienergebnisse und Wissenschaftler und Ärzte sind sich noch nicht so ganz sicher. Die einen verweisen auf die negative Schleimbildung durch Milchprodukte, die anderen auf den hohen Phosphoranteil, der für den Sauerstoffaustausch sehr wichtig ist. Sicher ist, dass Lebensmittel mit einer großen antioxidativen Wirkung wie Granatapfel, Brokkoli und Tomaten zu einer Verbesserung der Symptome führen können.

Tipp #4: Essen Sie entzündungshemmende Lebensmittel

Manche Lebensmittel können entzündliche Reaktionen im Körper auslösen oder verstärken, wiederum andere Nahrungsmittel sind nachweislich in der Lage, entzündungssenkend zu wirken. In diesem Zusammenhang spricht man oft von dem positiven Einfluss der Mediterranen Diät. Olivenöl, fetter Fisch, viel Gemüse, Low Carbs und Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index. Perfekt geeignet sind zum Beispiel Kurkuma, Knoblauch, Zitronen, Ingwer und Ananas.

Tipp #5: Treiben Sie mehr Sport und bewegen Sie sich

Früher rieten Ärzte in vielen Fällen dazu, wenig oder gar keinen Sport zu treiben, wenn man unter Asthma leidet. Dieses Bild hat sich vollkommen gewandelt. Heute ist die Forschung auf diesem Gebiet deutlich weiter und zeigt einen besonders positiven Einfluss eines gestärkten Körpers und starker Lungen auf den Verlauf von Asthma. Hierbei ist es wichtig, zunächst langsam zu beginnen und sich nach und nach zu steigern. Dies kann durchaus bis in den Profibereich gehen. Eisschnellläuferinnen Anni Friesinger und Radprofi Jan Ullrich leiden beispielsweise unter Asthma.

Frau macht Yoga gegen Asthma

Tipp #6: Führen Sie ein Tagebuch

Um einen genauen Überblick darüber zu haben, in welchen Situationen sich Ihr Asthma verschlimmert oder wann Sie sich besser fühlen, ist das Führen eines Tagebuchs sehr wichtig. Auf diese Weise erkennen Sie Muster, nach denen Sie sich verhalten können und so Ihr Asthma positiv beeinflussen können. Wann kommt es zu Attacken? Welche Auslöser waren offenbar beteiligt? Wann halfen die Medikamente am besten? Schreiben Sie alles auf und vergleichen Sie Ihre Angaben mit früheren Ereignissen!

Tipp #7: Tun Sie alles, um Infekte zu vermeiden

Als Asthmatiker sind Ihre Lungen und Atemwege ständig entzündet. Eine Grippe oder Erkältung kann die Situation natürlich noch verschlimmern. Tun Sie daher alles, um sich nicht mit einem entsprechenden Virus anzustecken! Lassen Sie Ihre Grippeschutzimpfung regelmäßig auffrischen, boostern Sie sich gegen Corona, waschen Sie sich regelmäßig die Hände, schlafen Sie ausreichend und vermeiden Sie Menschenmassen!

Fazit

Manchmal sind es wirklich nur kleine Dinge, die einen großen Unterschied machen können. Wenn Sie hier und da kleine Veränderungen an Ihrem Lifestyle vornehmen, kann dies eine enorme Erleichterung Ihres Asthmas bedeuten. Sie brauchen hierbei auch auf nichts zu verzichten, sondern müssen lediglich die richtigen Sachen tun und essen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.