Enzyme: Wirkung auf die Haut durch Cremes und Peelings

Enzyme sind organische Verbindungen, die im Körper ganz unterschiedliche Rollen spielen. Sie sind bei allen lebenden Organismen ganz zentral am Stoffwechsel beteiligt und für fast jede biochemische Reaktion wichtig. Auch die Haut braucht verschiedene Enzyme, um geschützt zu sein und gut zu funktionieren. Kein Wunder, dass die Kosmetikbranche längst auch Enzyme und ihre Wirkung auf die Haut entdeckt hat. Wir stellen dir unterschiedliche Möglichkeiten vor, Enzyme für deine Haut zu nutzen.

Frau mit schöner Haut durch Enzyme

Lysozym: Enzym bei Hautproblemen

Lysozyme sind Enzyme, die eine stark antibakterielle Wirkung haben. Sie lösen die Zellwände von Bakterien auf und machen sie dadurch unschädlich. Im Körper kommen Lysozyme an unterschiedlichsten Stellen vor, zum Beispiel im Speichel, im Nasensekret, in der Tränenflüssigkeit, im Schweiß und auch auf der Haut. Lysozyme leisten einen wichtigen Beitrag für das Immunsystem, indem sie Bakterien vernichten, die dem Körper schaden könnten.

Wenn das Immunsystem beeinträchtigt ist, kann es unter anderem zu Problemen auf der Haut kommen. Dazu gehören zum Beispiel Pickel und Mitesser, Rötungen, trockene und rissige Haut, Pilzerkrankungen oder auch Neurodermitis und Herpes. Bei solchen Hautproblemen kannst du mit Hautcremes Lysozyme gezielt einsetzen, um die Haut gezielt local zu unterstützen. Die Lysozyme helfen ihr, die beteiligten Bakterien loszuwerden und die Schutzbarriere der Haut zu verbessern. Auch bei Insektenstichen, Sonnenbrand, Verbrennungen oder Windeldermatitis können diese Cremes wohltuend wirken.

Wie wirken Enzyme als Peeling für die Haut?

Beim Thema Haut und Enzyme denken viele Menschen zunächst an Enzympeelings. Tatsächlich sind diese chemischen Peelings für die regelmäßige Hautpflege ein echter Gewinn. Enzympeelings sind sanft zur Haut, lösen abgestorbene Hautschüppchen aber gründlich ab. Damit sind sie oft auch für empfindliche oder trockene Haut geeignet, die sonst sensibel auf Peelings reagiert.

Enzympeelings funktionieren nicht mit Scheuerkörpern, sondern mit chemischen Reaktionen. Die enthaltenen Enzyme lösen die abgestorbenen Hautzellen ab und regen das Wachstum sowie die Regeneration der Haut an. Dadurch entsteht schnell ein schönes, glattes und jüngeres Hautbild.

Peelings mit Enzymen sind für unterschiedliche Hauttypen erhältlich und werden meist gut vertragen. Sie können zum Beispiel auch auf reifer Haut angewandt werden. Auch wer unter Akne oder anderen starken Hautunreinheiten leidet, reagiert oft gut auf Enzympeelings. Lass dich vor der Benutzung allerdings von einer Kosmetikerin beraten! Sie kann dir das optimale Produkt für deinen Hauttyp empfehlen und dir weitere Tipps für deine Hautpflege geben.

Frau mit Gesichtsmaske im Kosmetikstudio

Wie wirken Enzym-Masken für schöne Haut?

Ein relativ neuer Trend aus den USA, auf den auch einige Weltstars schwören, sind Enzym-Facials im Kosmetikstudio. Nach einer gründlichen Reinigung und Vorbehandlung wird eine Gesichtsmaske mit Enzymen aufgetragen. Diese bleibt dann für etwa 45 Minuten auf der Haut und wird dort fest. Die Kosmetikerin löst die Maske mit einer feuchten Bürste wieder ab. Darunter kommt dann strahlende, vitalisierte Haut zum Vorschein. Die Enzyme in diesen Facials bekämpfen freie Radikale und schützen die Haut dadurch vor Zellschäden. Außerdem regen sie die Regenerationsfähigkeit der Haut an und stimulieren die Durchblutung. Durch den verbesserten Blutfluss wird die Haut bis in die kleinste Zelle hinein mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und wirkt dadurch sofort glatter und strahlender. Manche Anwenderinnen berichten sogar von einem regelrechten Lifting-Effekt durch Enzym-Facials. Dafür muss die Methode jedoch mehrfach angewandt werden.

Übrigens: Wenn du deinen Körper auch von innen mit ausreichend Enzymen versorgen willst, solltest du auf eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem, rohem Obst und Gemüse achten.