Zahnbelag entfernen und Problemen vorbeugen mit einfachen Mitteln

Zahnbelag entsteht täglich und sollte durch eine gute Mundhygiene gründlich entfernt werden. Sonst kann daraus Zahnstein werden, den du selbst nicht mehr so einfach loswerden kannst. Auch andere Probleme, wie Karies, Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis, haben vor allem mit dem Zahnbelag zu tun. Deshalb solltest du dem Thema ausreichend Aufmerksamkeit schenken. Wir verraten dir, wie du Zahnbelag entfernen kannst, wie er entsteht und was du gegen Zahnstein tun kannst.

Frau mit schönen Zähnen ohne Zahnbelag

Zahnbelag entfernen durch Mundhygiene

Das Zähneputzen ist die zentrale Waffe gegen Plaque (ein anderer Name für Zahnbelag). Wenn du bei deiner Mundhygiene gründlich bist, kannst du die Beläge gut entfernen, bevor sie Schaden anrichten. Sicher putzt du dir regelmäßig die Zähne. Allerdings ist es möglich, dass du dabei nicht optimal vorgehst und deshalb Plaque zurückbleibt. Diese Tipps helfen dir dabei, fehlerfrei zu putzen:

  • Zweimal am Tag (morgens und abends) ist gründliche Zahnpflege Pflicht. Idealerweise putzt du die Zähne morgens erst nach dem Frühstück. Direkt nach dem Essen solltest du allerdings nicht zur Zahnbürste greifen: Warte lieber eine Viertelstunde!
  • Putze deine Zähne etwa drei Minuten lang! Am besten stellst du dir dafür einen Timer oder eine Sanduhr, man schätzt diese Zeit nämlich leicht zu kurz ein. 
  • Starkes Schrubben solltest du beim Zähneputzen lieber vermeiden, besonders bei empfindlichen Zähnen. Putze sanft, dafür aber mit der richtigen Technik!
  • Gehe beim Putzen strukturiert vor! Wenn du einfach wild im Mund herumschrubbst, ist die Gefahr groß, dass du Zahnoberflächen auslässt. Beginne deshalb an einer Seite und arbeite dich Zahn für Zahn vor! 
  • Viele Menschen haben noch als Kinder gelernt, dass man die Zahnbürste in kreisenden Bewegungen über Zähne und Zahnfleisch führen sollte. Diese Technik ist inzwischen längst überholt und wird nicht mehr empfohlen. Stattdessen solltest du immer "von Rot nach Weiß" putzen, also vom Zahnfleisch zum Zahn. Auf diese Weise kannst du Zahnbelag besonders effektiv entfernen, ohne das Zahnfleisch zu schädigen.
  • Entscheidend für das Putzergebnis ist auch eine gute Zahncreme. Wir empfehlen dir Zahncreme mit aktivem Sauerstoff, da sie ganz direkt gegen die Bakterien im Mund vorgeht.
  • Mindestens einmal am Tag solltest du deine Zahnzwischenräume gründlich reinigen. Dafür sind Zwischenraumbürstchen oder Zahnseide geeignet. Mit diesen Werkzeugen kannst du Plaque auch zwischen den Zähnen entfernen und Zahnstein vorbeugen.
  • Eine gute Ergänzung nach dem Zähneputzen ist eine hochwertige Mundspülung. Sie erreicht auch Orte im Mund, die du auf anderem Wege nicht gut reinigen kannst. Auch hier eignen sich Produkte mit aktivem Sauerstoff hervorragend. Diese Mundspülungen töten die anaeroben Bakterien im Mund ab und helfen deshalb effektiv bei der Entfernung von Plaque und sind sehr pflegend für deine Mundschleimhaut.
  • Gehe zweimal im Jahr zur professionellen Zahnreinigung, um Zahnstein entfernen zu lassen und notwendige Behandlungen durchzuführen!

Wenn du dir unsicher bist, wie du deine Mundhygiene optimieren kannst oder welche Produkte du verwenden solltest, wende dich an einen echten Fachmann: deinen Zahnarzt!

Zahnbürste mit blauer Zahnpasta

Zahnbelag entfernen mit Hausmitteln? Vorsicht!

Im Internet kursieren eine Menge Hausmittel, die gegen Plaque helfen sollen. Viele von ihnen können jedoch die Zähne oder das Zahnfleisch schädigen und sind deshalb nicht für die Zahnpflege geeignet.

Zu den immer wieder erwähnten Hausmitteln gegen Zahnbelag gehören zum Beispiel Backpulver oder Zitronensäure. Beide können durchaus gegen Plaque helfen, sie schädigen jedoch auch die Zähne. Der niedrige pH-Wert der Zitronensäure löst Zahnstein und Zahnbelag auf, aber leider auch den Zahnschmelz. Deshalb solltest du von diesem Hausmittel unbedingt die Finger lassen. Auch beim Backpulver oder Natron sieht es nicht besser aus. Die raue Oberfläche löst mit einem starken Schmirgeleffekt nicht nur den Zahnbelag, sondern greift auch den Zahnschmelz an. Auch bei anderen Hausmitteln sieht die Sache nicht viel besser aus. Entweder sie sind relativ wirkungslos gegen Plaque oder du riskierst damit deine Zahnoberflächen. Die wichtigsten Mittel gegen Plaque und Zahnstein sind immer noch das Zähneputzen und die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt.

Werkzeug zur professionellen Zahnreinigung

Wie entsteht Plaque und welche Probleme macht Zahnbelag?

Nach dem Zähneputzen bildet sich aus Bestandteilen im Speichel eine dünne Schutzschicht über den Zähnen. Zunächst ist diese bakterienfrei, doch nach und nach können sich hier Bakterien festsetzen und vermehren. Speisereste (vor allem Zucker) verstärken das Problem, indem sie den Bakterien Nahrung bieten. Auch weitere Bestandteile aus dem Speichel sowie Gewebszellen bleiben hier hängen und verstärken die Entstehung von Plaque. Nach und nach bildet sich so ein weißlicher oder gelber Belag, der regelmäßig wieder weggeputzt werden sollte. Sonst können die Bakterien Zähne und Zahnfleisch angreifen, es können dann Zahnfleischentzündungen oder Karies entstehen.

Wenn es nicht gelingt, den weichen Zahnbelag rechtzeitig zu entfernen, verhärtet er sich. Schon nach wenigen Tagen wird er zu Zahnstein und lässt sich dann nur noch sehr schwer lösen. Das Problem dabei: Je mehr Zahnstein du hast, umso mehr Plaque kann entstehen, weil sich die Bakterien an der rauen Oberfläche anhaften. Mögliche Folgen sind Karies, Zahnfleischentzündungen bis hin zur Parodontitis und Mundgeruch. Zahnstein kannst du zu Hause kaum noch entfernen. Wichtig ist es deshalb, möglichst gut vorzubeugen, indem du Plaque gründlich entfernst. Außerdem solltest du zweimal im Jahr zur professionellen Zahnreinigung gehen. Dort wird der Zahnstein entfernt und mögliche Folgen wie Parodontitis beziehungsweise Zahnfleischentzündung bekommen eine gute Behandlung.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.