Mit Achtsamkeitsübungen den Alltag bewusster erleben

Die Welt ist voller Herausforderungen. Stress und Leistungsdruck bestimmen den Alltag. Dazu kommen Medien, Werbung, das Handy als ständiger Begleiter. Tagtäglich werden Menschen mit tausenden Informationen überflutet. Völlig überreizt und überfordert verlernt man, den Moment als solchen bewusst wahrzunehmen. Man verliert den Blick für das Wesentliche.

Achtsamkeitsübungen können aber dabei helfen, dem Strudel aus Hektik und Gleichgültigkeit zu entkommen und das Leben wieder bewusster zu genießen. 

Eine Frau meditiert bei Sonnenuntergang

Was ist Achtsamkeit?

Der Begriff Achtsamkeit stammt aus einer buddhistischen Vorstellung. Er beschreibt den Zustand intensiver Aufmerksamkeit, die sich ausschließlich auf den gegenwärtigen Moment bezieht.

In dieser Situation ist der Geist wach und gelassen. Er ist offen und empfängt den gegenwärtigen Moment, ohne vorschnell über ihn zu urteilen, gleichmütig aber nicht gleichgültig. Um achtsam zu handeln, ist es wichtig, sich dem Augenblick voll und ganz zu widmen, im Hier und Jetzt zu leben und es im besten Fall zu genießen.

Auch in der Welt der Wissenschaft wird der Zustand der Achtsamkeit immer stärker beleuchtet. Hier wird Achtsamkeit als Persönlichkeitseigenschaft verstanden, die auf viele Weisen entwickelt werden kann, z.B. um die Effizienz am Arbeitsplatz zu steigern. 

Gründe, warum die Achtsamkeit verlernt wird

Kinder besitzen noch die Gabe der Achtsamkeit. Sie leben im Augenblick, nehmen ihre Umwelt unvoreingenommen und neugierig wahr. Doch je älter Menschen werden, desto mehr machen sich Gewohnheiten und Routinen im eigenen Leben breit. Genau diese Punkte sind es, die Ihnen Achtsamkeit rauben, denn sie führen zu Langeweile und Verdruss. Der Alltag wird als selbstverständlich wahrgenommen und vor sich hingelebt, anstatt voller Freude bewusst zelebriert. 

Ein Mann hält seine Finger an seine Stirn

Was unterscheidet Achtsamkeit von Konzentration?

Während Achtsamkeit eine Öffnung des Geistes für die gegenwärtige Situation darstellt, ist Konzentration eher als Verengung der Sichtweise zu verstehen. Dies zeigt sich in der Fokussierung auf eine einzelne Tätigkeit. Im Gegensatz zur Achtsamkeit erfordert Konzentration geistige Anstrengung, erfordert Übung und kann nur für eine gewisse Zeit gehalten werden. 

Mit Achtsamkeitsübungen gegen Angst, Depressionen und Co.

Durch Achtsamkeitsübungen können Sie Alltagsstress reduzieren. Stress kann durch eine Vielzahl von Faktoren entstehen. Neben äußeren Einflüssen wie Naturkatastrophen oder auch nur die Anwesenheit eines bissigen Hundes, kann Stress ebenso durch innere Vorgänge entstehen. Solche Vorgänge könnten z.B. verdrängte traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit sein.

Bei unterdrückten Gefühlen ist es möglich, dass diese plötzlich in unkontrollierter Form ausbrechen, z.B. in Form einer Panikattacke oder Depression. Das bewusste Wahrnehmen von Emotionen kann unangenehme Gefühle zwar für den Moment verstärken, jedoch hilft es dabei, den Umgang mit ihnen zu erlernen. Wer es schafft, seine negativen Gefühle wertungsfrei zu betrachten, erkennt, dass diese Gefühle nur vorrübergehend existieren, dass Sie kommen und gehen.

Forschungen der Universität Gießen zeigen, dass Achtsamkeit Menschen signifikant psychisch stabiler und gesünder sein lässt. Daneben sollen achtsame Menschen oder jene, die eine Achtsamkeitsübung ausführen, auch auf Stressreize physiologisch weniger angespannt reagieren. Die positiven Auswirkungen von Achtsamkeitsübungen bestätigen auch Studien aus Australien, laut denen die Übungen zu mehr Feingefühl, Konzentration im Alltag und Offenheit führen können. 

Veit Lindau übt Achtsamkeit

Anleitung: Achtsamkeitsübungen für den Alltag

Wenn Sie auch stressgeplagt sind und denken, keine Zeit für Achtsamkeitsübungen zu haben, finden Sie hier Übungen, die Sie leicht in Ihren Alltag integrieren können, ohne dass diese zu viel Zeit erfordern würden. Diese Achtsamkeitsübungen können Sie jederzeit einschieben, denn Sie brauchen dafür nichts außer Ihren eigenen Sinnen und Ihren Atem.

  • Achtsames Aufwachen: Bleiben Sie nach dem Aufwachen kurz liegen und atmen Sie bei dieser Übung bewusst in Ihren Körper, erfühlen Sie Ihren Körper. Sind Sie hungrig oder durstig? Nehmen Sie sich wahr, bewerten Sie aber nicht, was Sie fühlen.
     
  • Bewusstes Trinken: Nehmen Sie sich einmal am Tag Zeit um bewusst zu trinken. Spüren Sie durch diese Achtsamkeitsübung das Glas und erfühlen Sie seine Eigenschaften. Erfahren Sie die Bewegung des Arms bewusst, wenn Sie das Getränk zum Mund führen und erleben Sie den ersten Schluck, wie sich die Flüssigkeit in Ihrem Mund ausbreitet und später in Ihren Körper fließt. Schmecken Sie Ihr Getränk in allen Facetten.
     
  • Andächtiges Essen: Versuchen Sie Ihre Mahlzeiten bewusst und langsam zu essen. Nehmen Sie den Geruch der Speise wahr. Beobachten Sie den Dampf, die Konsistenz Ihres Essens. Kauen Sie bewusst und lassen Sie die Aromen zur vollen Entfaltung kommen.
    Eine komplette Mahlzeit aufmerksam zu sich zu nehmen, erfordert sehr viel Zeit. Anfangs reicht es schon, wenn Sie 1-2 Bissen andächtig zu sich nehmen. Gerne können Sie sich im Laufe der Zeit bei dieser Achtsamkeitsübung steigern.
     
  • Achtsames Sehen: Hängen Sie ein inspirierendes Zitat an einen Ort, an dem Sie häufig vorbeikommen. Jedes Mal, wenn es Ihnen auffällt, können Sie sich einen Moment nehmen und über die Worte nachdenken: Was sie für Sie bedeuten und welchen Nutzen Sie daraus für Ihr Leben ziehen können.
     
  • Aufmerksames Gehen: Viel zu oft hetzen Menschen von A nach B. Doch Sie können künftig Ihre Wege nutzen, um eine Achtsamkeitsübung durchzuführen. Gehen Sie hierfür etwas langsamer. Spüren Sie bei jedem einzelnen Schritt wie sich Ihre Füße auf den Boden setzen, wie sich diese abrollen und mit welcher Kraft sich Ihre Füße wieder vom Boden abstoßen.
     
  • Bewusstes Liegen: Legen Sie sich mit dem Rücken auf den Boden und beobachten Sie bei dieser Übung Ihren Atem, solange bis sich dieser beruhigt und gleichmäßig fließt. Beginnen Sie anschließend in Ihren Körper zu fühlen, die Stellen zu spüren, auf denen Ihr Körper am Boden aufliegt. Bemerken Sie wie das Gewicht auf diesen Stellen lastet?
    Wenn Sie diese Übung im Bett praktizieren, kann sie Ihnen dabei helfen zu entspannen und in einen ruhigen, tiefen Schlaf zu fallen.
     
  • Achtsames Hören: Hören Sie sich ein Lied an, das Sie nicht mögen würden, da es nicht Ihrem Geschmack entspricht. Achten Sie auf jeden einzelnen Ton, die Melodie. Welche Instrumente können Sie heraushören?
    Die Konfrontation von Achtsamkeit mit einer unangenehmen Situation stärkt Ihre Psyche und so kann Ihnen diese Achtsamkeitsübung dabei helfen, besser mit negativen Emotionen umzugehen.
     
  • Bewusstes Schreiben: Lassen Sie sich am Ende eines Tages die Erlebnisse der letzten Stunden nochmals durch den Kopf gehen. Schreiben Sie diese Gedanken bewusst mit Hilfe von Stift und Papier nieder. Setzen Sie sich aber eine Zeitgrenze von 5 Minuten, um sich nicht beim Schreiben zu verlieren. Dabei ist es weder wichtig, was oder wie Sie schreiben, allein der Vorgang des bewussten Schreibens zählt. Sie sollten den Zettel sogar anschließend wegschmeißen.
    Diese Achtsamkeitsübung hilft Ihnen nach einem langen Tag abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen. So können Sie nicht nur besser den Feierabend im Kreis Ihrer Lieben genießen sondern auch besser einschlafen.
     
  • Aufmerksames Umarmen: Geben Sie heute Abend Ihrem Partner nicht nur einen flüchtigen Kuss zur Begrüßung. Nehmen Sie ihn doch stattdessen bewusst in den Arm. Spüren Sie seine Wärme, atmen Sie seinen Duft ein, erleben Sie seine Berührung.
    Genauso können Sie Küsse oder die gemeinsame Zeit zu zweit erfahren. Diese Achtsamkeitsübung verhilft Ihnen nicht nur zu einem bewussteren Leben, sondern kann auch Ihre Partnerschaft intensivieren.

Diese Aufzählung von Achtsamkeitsübungen sollten Sie auf keinen Fall als Wettbewerb verstehen. Es geht nicht darum, möglichst viele Übungen zu bestreiten. Suchen Sie sich stattdessen 1-2 Übungen heraus, die Sie besonders reizen und integrieren Sie diese Achtsamkeitsübung in Ihren Alltag. Durch regelmäßige Wiederholung können sie Ihnen dabei helfen, Ihr Leben bewusster und achtsamer wahrzunehmen.

Die Übung von Achtsamkeit beschränkt sich aber nicht nur auf die genannten Tätigkeiten. Sie werden bald sehen, dass jede Aufgabe achtsam ausgeführt werden kann, wie z.B. Bügeln, Zähneputzen oder auch Fahrrad fahren.

Das Leben achtsam genießen und verbessern mit human trust

Menschen, die ihr Leben mit Hilfe von Achtsamkeitsübungen bewusst und aufmerksam bewältigen, haben den ersten Grundstein für ein erfüllteres Leben gelegt.

Denn Achtsamkeit ist es, die dabei hilft, die Bereiche Erfolg, körperliche Fitness, zwischenmenschliche Beziehungen, sinnerfüllende Arbeit, generell die Beziehung zu der Welt, die Seele und das Glück besser zu meistern.

human trust möchte genau dabei helfen, als ganzheitliches Coaching-Angebot, das Onlinekurse und Liveseminare anbietet. Denn für human trust ist das Leben ein Wunder, voller Chancen, die es aktiv und bewusst zu nutzen gilt. human trust kann aber auch als Lebensstil verstanden werden, der dabei hilft, scheinbare Widersprüche zu vereinen: Mitten im Leben zu stehen und dabei Achtsamkeit zu zelebrieren, weltlichen Erfolg mit idealistischen Ideen zu verknüpfen.

Online Intensivkurse zu allen relevanten Bereichen helfen dabei, mit wachem Geist das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren und die eigenen Ziele zu erreichen. Experten und tägliche Erinnerungen an die Achtsamkeitsübung per Web oder App helfen Ihnen dabei. Daneben bietet human trust 200 Meeting Points im deutschsprachigen Raum an.

human trust ist die Plattform für Menschen, die ihren Fokus bewusst auf inneren Frieden, zwischenmenschliche Beziehungen und Gesundheit setzen möchten. Die mehr in ihrem Leben kreieren und ein achtsames, glücklicheres Leben führen wollen. 

Der Experte dahinter

Lindau Veit

Veit Lindau ist ein wahrer Freigeist, der im deutschsprachigen Raum als Experte für integrale Selbstverwirklichung bekannt ist seit über 20 Jahren als Berater und Trainer tätig.