Intimbereich rasieren ohne Pickel - so geht's!

Im Intimbereich wird Haarentfernung immer mehr ein Thema. Sowohl der Mann als auch die Frau bevorzugen ihre Bikinizone glatt. Um lästige Schamhaare zu entfernen bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Am beliebtesten ist jedoch nach wie vor die Intimrasur. Eine gründliche Rasur ist nicht immer einfach und oft mit Problemen verbunden. Trotzdem legen wir Wert darauf, dass wir unten rum immer schön gepflegt aussehen. Egal ob Mann oder Frau, vollkommen glatt oder ob ein schmaler Streifen Schamhaar bleiben soll, wir haben die besten Tipps, wie du eine pickelfreie Rasur im Intimbereich erreichst und bei der Rasur bessere Ergebnisse erzielst. Deine Haut wird es dir danken!

Inhalt:

Eine Frau hält einen Rasierer um den Intimbereich zu rasieren

Richtige Vorbereitung der Intimrasur

Zuallererst sollten sich keine langen Haare im Intimbereich befinden. Diese würden die Klinge des Rasierers verstopfen und so zu Verletzungen führen. Wir empfehlen, die Haare mit einer Schere auf eine Länge von einigen Millimetern zu kürzen. 

Dusche oder Badewanne eignen sich bestens zur Rasur. Das warme Wasser öffnet die Poren der Haut. Auch die Haare werden dadurch weicher, wodurch die Rasur einfacher wird und deine Haut weniger gereizt wird. Wer keine Zeit für eine ausgiebige Duschsession hat und trotzdem nicht auf eine gute Vorbereitung verzichten möchte, kann die Haut einfach mit einem warmen Waschlappen befeuchten und anschließend vorsichtig trocken tupfen.

Auftragen einer Pflegelotion: Bei Männern reicht meist ein normales Rasiergel (besser geeignet als Rasierschaum). Der Intimbereich der Frau benötigt jedoch spezielle Pflege. Da Vagina und Scheidenöffnung direkt miteinander verbunden sind, sollten die Produkte pH-neutral sein. 

Tipps zum Rasieren im Intimbereich

Um einen Rasurbrand in der Bikinizone zu vermeiden, sollte man einen hochwertigen Rasierer verwenden. Die Klingen sollten regelmäßig alle vier Wochen ausgetauscht werden. Die Klingen von Einmalrasierern sind zudem auch wirklich nur einmal zu benutzen. Zu beachten ist außerdem, dass sich der Griff in die Geldbörse lohnt, denn die Klinge von Billigprodukten ist oft schon beim Kauf stumpf. Beim Einsatz stumpfer Klingen wird der Druck auf die ohnehin empfindliche Haut automatisch erhöht. Dadurch steigt die Gefahr, sich bei der Rasur Mikroverletzungen zuzufügen, die sich später entzünden können. Der Trick für schwer zu erreichende Stellen im Intimbereich: Je kleiner der Rasierkopf, desto eher kommt man auch dort hin. 

Den meisten fällt das Rasieren im Sitzen leichter. Um auch versteckten Haaren den Kampf anzusagen, kann man am besten ein Bein auf den Badewannenrand stellen. So ist im Endeffekt die komplette Bikinizone gründlich rasiert.

Im Gegensatz zu Armen und Beinen wird im Intimbereich in Wuchsrichtung rasiert. Wem dies nicht glatt genug ist, kann im zweiten Schritt noch einmal entgegen der Wuchsrichtung rasieren.

Besonders heikle Stellen sind bei der Frau Schamlippen und die Hoden beim Mann. Wird hier unvorsichtig rasiert, sind Schnittverletzungen vorprogrammiert. Deshalb die Haut mittels Finger spreizen, sodass sie glatt ist. Geheimtipp: Beim Mann funktioniert die Haarentfernung im leicht erigiertem Zustand einfacher (die Haut des Hodensacks wird fester). Also warum die Intimrasur nicht in das Liebesspiel einbeziehen?

Eine Frau stellt ein Bein hoch um die Bikinizone zu rasieren

Saubere Nachbehandlung der Bikinizone

Beim Rasieren öffnen sich die Poren. Um diese wieder zu verschließen, ist kaltes Wasser geeignet. Gleichzeitig vermindert es auch die Blutung bei etwaigen Schnitten. 

Um die Haut möglichst wenig zu reizen, empfehlen wir den Intimbereich mit Kosmetiktüchern vorsichtig trocken zu tupfen. Um trockener Haut vorzubeugen, kann man eine Feuchtigkeitscreme auftragen. Diese darf keinesfalls Alkohol enthalten. Männer sollten wissen, dass sie bei der Intimrasur nicht auf das After Shave für ihr Gesicht zurückgreifen sollten. Besonders gut eignen sich spezielle Produkte mit Aloe Vera, wie zum Beispiel das Rasierwasser von JUUL.

JUUL verzichtet dabei vollständig auf Parfum, Parabene, Konservierungsstoffe, Silikone und Paraffine. Das Rasierwasser basiert nur auf natürlichen Inhaltsstoffen und ist die richtige Pflege für den rasierten Intimbereich von ihm und ihr. 

Pflege nach der eigentlichen Rasur

Die frisch gepflegte Haut in der Bikinizone hat ganz besondere Bedürfnisse. Daher empfiehlt es sich, direkt nach der Intimrasur weite Höschen (bevorzugt aus Baumwolle) zu tragen. Zu enge Wäsche würde Reibung und damit Juckreiz verursachen.

Sollten Pickel entstanden sein, bitte nicht kratzen! Kleine Pickelchen sind unangenehm, können aber am nächsten Tag durchaus vorkommen. Wichtig ist in dem Fall, die Bikinizone besonders sauber zu halten. Am besten den Intimbereich mit einer antibakteriellen Seife reinigen. Auch Teebaumöl wird eine antibakterielle Wirkung zugesprochen. Sollte der Juckreiz und die Entzündung besonders stark sein (mehr als ein paar rote Pickelchen) ist ein Besuch beim Hautarzt zu empfehlen. 

Selbst wenn man all diese Regeln befolgt, kann es vor allem beim ersten Mal zur Bildung von Pickeln kommen. Dies ist vollkommen normal, da sich die Haut erst an eine regelmäßige Rasur gewöhnen muss. Neben Pickeln können auch eingewachsene Haare zu einem lästigen Thema werden. Dabei schieben sich die nachwachsenden Haare unter die oberste Hautschicht. Auch diese können schmerzhafte Entzündungen mit sich ziehen. Die Intimrasur eignet sich vor allem für diejenigen, die unliebsames Schamhaar schnell loswerden wollen. Bei starkem Haarwuchs muss diese Prozedur eventuell mehrmals die Woche wiederholt werden, da die Haare stark nachwachsen. Wer auf Stoppeln keine Lust hat und sich nach feineren Härchen sehnt, für den könnten auch andere Alternativen von Interesse sein.

Eine Frau liegt im Bikini auf einer Luftmatratze

Weitere Methoden um Härchen in der Bikinizone zu vermeiden

  • Trockenrasur: Rasiert man trocken mittels einem elektrischen Rasierer, treten Haarwurzelentzündungen seltener auf.
  • Epilieren: Dabei reißen kleine Zangen die Haare mit der Wurzel aus. Vor allem im Intimbereich ist diese Methode äußerst schmerzhaft. 
  • Brazilian Waxing: Auch hier werden die Haare mit warmem Wachs direkt an der Wurzel ausgerissen (ebenfalls sehr schmerzhaft).
  • Sugaring: Ähnlich wie Waxing. Allerdings werden die Haare hier durch eine Zuckerpaste in Wuchsrichtung entfernt. Dadurch wird die Haut weniger gereizt. 

Alle Methoden, welche das Haar an der Wurzel packen, sind mit mehr Schmerzen verbunden als beim Rasieren und eignen sich nicht für den Bereich rund um den Hoden (maximal der Unterbauch des Mannes). Frauen können jedoch den gesamten Intimbereich (Bikinizone und zwischen den Pobacken) mittels Waxing oder Sugaring vom Schamhaar befreien. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Haut einige Wochen glatt bleibt und die Haare feiner nachwachsen. Vor allem im empfindlichen Intimbereich empfiehlt es sich jedoch auf eine professionelle Haarentfernung zurückzugreifen (selbst wenn es ein sehr intimer Bereich ist).  

Warum bleibt die Rasur die bevorzugte Methode?

Bei der Rasur handelt es sich um keine dauerhafte Haarentfernung. Trotzdem greifen viele immer wieder zum Rasierer. Eine der häufigsten Gründe dafür ist, dass es oft schnell gehen muss und vor allem schmerzfrei sein soll. Nur ein paar Minuten bis zum Date oder zum Schwimmen? Für Rasierer kein Problem. Da nehmen wir es dann auch in Kauf, dass die Härchen innerhalb kurzer Zeit wieder nachgewachsen sind. Dass die glatte Haut nur von kurzer Dauer ist, ist nur ein Nachteil. Dafür ist eine Rasur einfach von zu Hause aus zu erledigen, Rasierer und Rasierschaum im Vergleich zu anderen Enthaarungsmethoden recht günstig und (was vor allem für die Männer von Bedeutung ist) das Enthaaren ist schmerzfrei (wenn man unsere Tipps berücksichtigt).

Der Experte dahinter

Bohuminsky Julia, Mag. pharm.

Das Pharmaziestudium in Wien im Jahr 2005 abgeschlossen und die ersten Berufsjahre in der Bundeshauptstadt absolviert, kehrte sie nach Linz zurück, um die Leitung der Stern-Apotheke zu übernehmen.