Zahnpulver für die tägliche Mundhygiene? Facts und Tipps zur Anwendung

Wer sich mit Nachhaltigkeit und Müllvermeidung beschäftigt, landet früher oder später auch im Badezimmer. Duschgel und Shampoo lassen sich recht leicht durch feste Produkte ersetzen. Aber kann man bei der Zahnpasta nicht auch Müll und Plastik sparen? Ja! Das geht ganz einfach mit Zahnpulver. Wir erklären dir, wie die Anwendung funktioniert und welche Vorteile das Pulver mit sich bringt.

Frau hält eine Dose mit Zahnpulver und eine Zahnbürste in Händen

Durch Zahnpulver näher an Zero Waste

Dass Plastik ein großes Problem für die Umwelt darstellt, ist längst Allgemeinwissen. Immer mehr Menschen fragen sich, wie sie in ihrem Alltagsleben Plastikmüll einsparen können. Eine effektive Möglichkeit betrifft den großen Bereich der Kosmetikartikel. Zahnpasta ist üblicherweise in Plastiktuben verpackt, teilweise sogar noch in einer Umverpackung aus Pappe. Das muss nicht sein.

Dentalpulver ist für die Zahnpflege genauso gut geeignet wie herkömmliche Zahnpasta. Es kann aber problemlos in Gläsern oder beschichteten Papiertüten geliefert und aufbewahrt werden. Das spart Müll, vor allem wenn du die Gläser hinterher für andere Zwecke weiterverwendest. Noch einen Schritt weiter gehst du, wenn du dir dein Glas in einem Unverpacktladen einfach wieder mit Zahnpulver auffüllen lässt.

Ein weiterer Vorteil für die Umwelt: Zahnpulver ist sehr viel ergiebiger als Zahncreme. Dadurch müssen geringere Mengen hergestellt und transportiert werden.

Pulver enthält weniger Zusatzstoffe

Feuchte Kosmetikprodukte bieten eine gute Lebensgrundlage für Mikroorganismen aller Art. Deshalb kommen sie nur sehr selten ohne Konservierungsstoffe aus. Das ist bei Zahnpasta nicht anders. Gewöhnliche Zahncreme enthält viele Inhaltsstoffe, die für die Zähne eigentlich nicht nötig sind. Neben den Konservierungsstoffen sind das auch Schaumstoffe, Aufheller (damit die Zahncreme strahlend weiß aussieht), Farbstoffe und vieles mehr. Ein Pulver kann auf die meisten dieser Inhaltsstoffe problemlos verzichten.

Ob Fluorid gut oder schlecht für die Zähne und die allgemeine Gesundheit ist, darüber streiten sich die Geister. Die meisten Zahnärzte empfehlen Fluorid als Schutz vor Karies. Manche Heilpraktiker und Alternativmediziner warnen dagegen vor möglichen gesundheitlichen Nachteilen. In vielen Zahnpulvern ist kein Fluorid enthalten. Du hast also selbst die Wahl.

Bei Pulver entscheidest du dich also für ein Produkt, das nur die Inhaltsstoffe enthält, die auch wirklich nötig sind. Viele Anwender greifen außerdem auf rein natürliche Zutaten zurück, oft in Bio-Qualität.

Die schützende und antibakterielle Wirkung beim Zähneputzen ist auch mit wenigen Zutaten gegeben. Zum Beispiel steckt in vielen Pulvern Xylit. Dieser Birkenzucker ist dafür bekannt, Bakterien einzudämmen. Dadurch kann Xylit das Risiko für Karies reduzieren.

Zahnpulver entfernt Beläge besonders gründlich

Viele Anwender berichten, dass die Zähne besonders glatt und sauber wirken, wenn sie sie mit Pulver geputzt haben. Das liegt unter anderem an der Konsistenz, die die Zähne sanft poliert. 

Wichtig ist allerdings, dass keine groben Schleifkörper enthalten sind, die die Zahnoberfläche angreifen könnten. Deshalb solltest du vorsichtig mit DIY-Rezepten aus dem Internet sein. Viele von ihnen sind zu grobkörnig oder enthalten zu scharfe Zutaten, die den Zähnen schaden könnten. Gut geeignet ist zum Beispiel mikrokristalline Cellulose als Basismittel.

Wenn du Zahnpulver selbst herstellen willst, solltest du vorher mit deinem Zahnarzt sprechen, ob die Zutaten für deine Zähne und dein Zahnfleisch geeignet sind. Das gilt vor allem dann, wenn du unter Karies, Zahnfleischproblemen oder freiliegenden Zahnhälsen leidest.

Schale mit Zahnpulver

Wie wendet man Zahnpulver an?

Das Zähneputzen mit Zahnpulver fühlt sich anders an als mit Zahnpasta. Du wirst also sicher eine gewisse Gewöhnungszeit brauchen, um dich mit dieser neuen Form der Zahnpflege vertraut zu machen. Die meisten Nutzer haben sich aber in wenigen Tagen daran gewöhnt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um Zahnpulver zu nutzen: Entweder streut man eine kleine Menge aus der Dose auf die Zahnbürste oder man taucht die Bürste direkt in das Pulver hinein. Die Menge, die dabei hängenbleibt, reicht für das Zähneputzen aus.

Wenn der Hersteller empfiehlt, die Zahnbürste direkt ins Glas zu drücken, sollte aus hygienischen Gründen jede Person ein eigenes Pulverglas bekommen. Das hat außerdem den Vorteil, dass alle Familienmitglieder ihre eigene Geschmacksrichtung auswählen können. Da gibt es nämlich große Unterschiede.

Wenn an der Zahnbürste ein wenig Pulver haftet, kannst du die Zähne wie gewohnt putzen. Im Mund entwickelt sich eine cremige Konsistenz. Manche Zahnpulver schäumen nicht, doch sie reinigen die Zähne genauso gut wie gewöhnliche Zahnpasta.

Anzeige

Wo bekommt man gutes Zahnpulver?

Apeiron natural care stellt zertifizierte Naturkosmetik her und hat auch drei verschiedene Zahnpulver im Programm:

  • Das Zahnpulver Minze ist für all diejenigen gedacht, die den klassischen Geschmack von Pfefferminze bei der Zahnpflege mögen. Außerdem sind Neem, Kardamom und Nelke für einen frischen Atem und ein starkes Zahnfleisch enthalten. Xylit wirkt antibakteriell. Wahlweise ist das Dentalpulver mit oder auch ohne Fluorid erhältlich.
  • Wer auf Minze und Menthol verzichten möchte, sollte unbedingt das Dentalpulver Lakritz ausprobieren. Süßholzwurzel, Fenchel und Anis beruhigen das Zahnfleisch, reduzieren Entzündungen und reinigen die Zähne mit einem angenehm süßlichen Geschmack. Auch hier ist Xylit für die Bekämpfung von Bakterien enthalten.
  • Fruchtig wird es mit dem Zahnpulver Orange. Hier spielt hochwertiges, vitalisierendes Orangenöl die Hauptrolle, begleitet von Xylit, Zimt, Neem, Nelke und Kardamom.

Alle drei Dentalpulver von Apeiron kommen in Streudosen aus Glas. Diese sind praktisch, schön und umweltschonend und können später ganz einfach wiederverwendet werden.

Wagst du das Zahnpulver-Experiment?

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.