Unumstrittene Ginseng Wirkung: Haut, Haare und Gesundheit profitieren

Die chinesische Medizin macht es vor: Ginseng ist eines der ältesten Naturheilmittel der Welt und ebenfalls ein wirksames Anti-Aging Mittel gegen Falten. Zusätzlich spendet es Kraft und Gesundheit für unseren ganzen Körper. Wie Ginseng auf unsere Haut wirkt, welche Vorteile es für die Haare bringt und wie du damit deine Gesundheit förderst, liest du hier.

Ginseng Wurzel

Wie wirkt Ginseng auf die Haut?

Bereits seit Jahrhunderten zermahlen Menschen die Wurzel der Heilpflanze und stellen daraus ein Extrakt her, welches zu Salben, Kapseln oder Tabletten weiterverarbeitet wird. Bei äußerlicher Anwendung hat Panax ginseng, so der lateinische Name, durchblutungsfördernde, revitalisierende und verjüngende Eigenschaften. Der Grund für diese Wirkung liegt in den sogenannten Ginsenosiden, welche in der Ginsengwurzel enthalten sind. Da die Haut besser durchblutet wird, erhält sie auch mehr Sauerstoff und Nährstoffe wie Mineralien und Vitamine. Die Wirkstoffe unterstützen die Haut in weiterer Folge bei der Regeneration. Die Neubildung der Zellen wird bei der Anwendung auf natürliche Art und Weise angeregt. Neue Studien belegen, dass Ginseng die Kollagenproduktion anregt. Falten, welche durch UV-Strahlung entstanden sind, werden verringert.

Welche weiteren Vorteile bringt die Wurzel unserer Haut?

Die Wirkung von Ginseng ist aber nicht nur im Bereich des Anti-Aging besonders hoch, es bringt zahlreiche weitere Vorteile für unsere Haut:

  • befreit von freien Radikalen
  • verbessert die Hautfarbe
  • reduziert Flecken im Gesicht
  • hilft dabei, Hautkrankheiten zu bekämpfen
  • hellt dunkle Augenringe auf

Auch Akne lässt sich durch die äußere Behandlung mit einer Salbe, welche den Wirkstoff Ginseng enthält, eindämmen. Der Grund ist einfach: Ginseng hilft der Haut, ihre Balance wieder zu finden, bekämpft Entzündungen und wirkt starkem Fetten entgegen

Eine Frau betrachtet ihre Haut im Spiegel

Wie wirkt die Ginsengwurzel auf die Haare?

Laut zahlreichen Studien soll Panax ginseng auch das Wachstum der Haare anregen. Da sie reich an Aminosäuren und mineralischen Elementen wie Kupfer, Eisen, Magnesium, Kieselsäure und Zink ist, liefert die Wurzel dem Haar zahlreiche Nährstoffe und fördert die Durchblutung der Kopfhaut. B Vitamine, Vitamin C und E sind weitere Wirkstoffe, die bei Haarausfall dringend benötigt werden. Ebenso verhält es sich mit Glykanen, Flavonoiden, ätherischen Ölen, Saponinen und Ginsenosiden. Hier spielen vor allem die Ginsenoside die größte Rolle bei der Wirkung gegen Haarausfall.

Panax ginseng kommt dabei als Tonikum oder in Shampoos zur Anwendung. Innerlich unterstützen Tees, Säfte oder Pillen aus der Wurzel das Haar beim Wachstum.

Ginseng Wirkung Haut

Wie wirkt Panax ginseng auf unseren Körper?

Ob zerkleinert und im Mund gekaut, als Tee, Tabletten, Kapseln oder sogar als Tinktur oder Schnaps  – die Wirkung der Ginsengwurzel auf die Gesundheit des Menschen ist laut zahlreichen Stunden hoch. Welche Auswirkung auf unseren Körper stattfinden können, siehst du hier:

  • Wirkung gegen Stress
  • erhöht die Konzentration und Leistung
  • Wirkung auf das Immunsystem
  • das Herz-Kreislaufsystem wird angeregt
  • unterstützt bei chronischen Krankheiten
  • gegen Depression
  • beugt Krebs vor
  • hilft bei Diabetes
  • unterstützt den Magen-Darm-Trakt
  • wirkt sich positiv auf den Hormonhaushalt aus
Eine Frau trinkt entspannt Ginseng Tee

Welche Arten von Ginseng gibt es?

Grundsätzlich werden fünf verschiedene Arten der Pflanze angebaut:

  • Koreanischer Ginseng: Die wirksamste Art ist der koreanische Ginseng. Die Heilpflanze wächst überwiegend in Korea, wird aber auch in China, Sibirien und Deutschland angebaut. Es ist ein 30 bis 60 Zentimeter hohes Gras mit breiten runden Blättern und kleinen roten Steinfrüchten. Die Wurzeln sind die echte Schatztruhe. Aus diesen werden die meisten uns bekannten Ginseng-Präparate hergestellt.
     
  • Amerikanischer Ginseng: Panax Quinquefolius stammt zwar von der koreanischen Mutterpflanze, hat aber viel weniger heilende Inhaltsstoffe. Der Verlust charakteristischer Wirkstoffe kann durch die ungewohnten Umgebungsbedingungen erklärt werden. Während koreanischer Ginseng 30 Ginsenoside enthält, hat die amerikanische Nachzucht nur etwa die Hälfte davon. Ein weiterer Grund dafür könnte sein, dass das Heilkraut viel zu früh geerntet wird. Die Pflanze muss zuerst zehn Jahre alt werden. Erst in diesem Alter ist die Konzentration an wertvollen Inhaltsstoffen ausreichend, um das Kraut wirksam als Heilpflanze einsetzen zu können. Die Ernte von unreifem Ginseng ist in den USA und in Kanada gesetzlich strafbar.
     
  • Chinesischer Ginseng: Die chinesische Pflanze hat die gleiche Mutterpflanze wie sein amerikanischer Bruder. Auch er besitzt viel weniger heilende Wirkstoffe als Panax Ginseng. Er wird vor allem zu Behandlung von Blutungen und Blutarmut eingesetzt. Die Eigenschaft, Wunden relativ schnell zu heilen, wurde in der Zeit des Vietnam-Krieges von Vietcong-Soldaten entdeckt. Sie trugen ihn immer bei sich, um Wunden zu versorgen.
     
  • Japanischer Ginseng: Japonicus ist eine Ginseng-Art, die in Japan beheimatet ist. Diese Heilpflanze wird seit der japanischen Besetzung Südkoreas in Japan angebaut. Aus der ursprünglichen Art hat sich dadurch eine besondere Art entwickelt. Die japanische Pflanze hat nur zwei Ginsenosiden, aber die Konzentration dieser ist im Japonicus doppelt so hoch. Das bedeutet, dass die japanische Variante gezielter angewendet werden kann.
     
  • Sibirischer Ginseng: Obwohl die sibirische Pflanze kein echter Ginseng ist, werden diesem Kraut auch heilende Eigenschaften zugeschrieben. Aber wie wirkt sibirischer Ginseng wirklich? Laut Studien ist er sehr wirksam gegen Stress. Er stärkt die Stresstoleranz von Körper und Geist und hilft, körperliche Erschöpfung und Schwäche loszuwerden. Die sibirische Art hilft auch, die Abwehrkräfte des Organismus zu stärken.
Die Pflanze Ginseng hat Beeren

Gibt es einen Unterschied zwischen rotem und weißem Ginseng?

Im Handel wird sowohl roter als auch weißer Ginseng beziehungsweise Produkte daraus angeboten. Bei der Qualität kommt es jedoch weniger auf die Farbe, als vielmehr auf die Güte der Wurzel an. Diese brauchen viel Zeit um ihre heilenden Wirkstoffe zu bilden.

Weißer und roter Ginseng sind nicht, wie häufig angenommen, Produkte verschiedener Pflanzen. Sie stammen vielmehr von der gleichen Pflanze, deren Wurzeln nur auf unterschiedliche Art konserviert wurden.

Gesetzlichen Vorschriften folgend, durften früher nur mindestens sechs Jahre gereifte Ginsengwurzeln zu rotem Ginseng verarbeitet werden. Seit einigen Jahren ist der gesetzliche Schutz aufgehoben und es gelangen nun auch jüngere, also weniger gehaltvolle Wurzeln in die Weiterverarbeitung.

Um zu rotem Ginseng zu werden, unterzieht man die Wurzelstücken einer zusätzlichen Behandlung. Nachdem die eigentlich weißen Wurzeln geerntet, nach Größe sortiert und gesäubert sind, werden sie heißem Wasserdampf ausgesetzt. Hierdurch verfärben sich die Wurzeln rötlich und ihre Oberfläche wird fest und glasig. Durch diese Hitzebehandlung werden aber auch bestimmte Enzyme und weitere Inhaltsstoffe zerstört. Erst nach diesem Verarbeitungsschritt wird der nunmehr rote Ginseng getrocknet.

Weißer Ginseng hingegen wird gleich nach der Ernte getrocknet und dann als Trockenwurzel oder in pulverisierter Form angeboten. Bei asiatischer Importware erfolgt die Verarbeitung des weißen Ginsengs meist bereits im dritten oder vierten Wachstumsjahr, wobei dies Auswirkungen auf die Qualität und Wirksamkeit der Produkte hat. Hinzu kommt, dass in diesen Ländern oftmals der weiße Ginseng zusätzlich geschält und die wirkstoffreiche, äußere Schicht entfernt wird, um optisch "ansprechender" auszusehen. 

Wie wird die Heilpflanze eingenommen?

Experten empfehlen eine normale tägliche Dosis von ein bis zwei Gramm getrockneten Ginseng oder zehn Milligramm Ginsenoside. Dass in anderen Ländern die Dosis des täglich verzehrten Panax ginseng hoch ist, liegt daran, dass dieser dort schon seit Langem zur traditionellen Medizin zählt. Die Einnahme sollte über vier Wochen erfolgen, da mit dem Einsatz der Wirkung erst nach einigen Wochen zu rechnen ist. Die Einnahmedauer der Heilpflanze sollte aber drei Monate nicht überschreiten. Danach ist eine Pause von ungefähr zwei bis vier Wochen zu empfehlen.

Mittlerweile wird der wertvolle Inhaltsstoff auch in Kosmetikprodukten verwendet. Besonders für Problemhaut ist diese geeignet.

Auch Ginseng Tee ist eine mögliche Verzehrart und bei vielen beliebt.

Ginseng Wirkung Haut

Tee - das beste Hausmittel aus der Heilpflanze

Wie wir nun wissen, wird die Pflanze schon seit Jahrhunderten in der traditionellen, asiatischen Medizin angewandt. Neben einer erstaunlichen Wirkung auf den Körper des Menschen wirkt sie auch gegen Haarausfall und kann der Haut dabei helfen, ein jugendliches, straffes Aussehen zu bewahren. Das beliebteste und am weitesten verbreitete Hausmittel aus der Heilpflanze ist natürlich der Tee:

  • ein bis zwei Teelöffel der geschnittenen Wurzel
  • mit einem viertel Liter kaltem Wasser ansetzen
  • das Gemisch drei bis vier Stunden stehen lassen
  • davon täglich eine Tasse trinken

Der Tee lässt sich übrigens auch ganz normal mit kochendem Wasser übergießen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Neben den zahlreichen positiven Effekten kann es in sehr seltenen Fällen zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen kommen. Dazu zählen beispielsweise Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, vaginale Blutungen oder Bluthochdruck. Vor allem bei Personen mit Arteriosklerose und Bluthochdruck ist daher besondere Vorsicht geboten. 

Zwar gibt es keinerlei Hinweise, dass die asiatische Medizin während der Schwangerschaft schädlich ist, aus Sicherheitsgründen sollte aber von der Einnahme während dieser Zeit abgesehen werden. Bei Kindern sollte die Ginsengwurzel ebenfalls nicht ohne vorherige Absprache mit einem Arzt angewandt werden. Ginsenoside haben laut Studien auf den Menschen eine aufputschende Wirkung. Koffeinhaltige Getränke sollten daher während der Einnahme nur in Maßen beziehungsweise gar nicht getrunken werden. Zusätzlich kann die Wirkung von Östrogenen und Kortisonpräparaten unter Umständen verstärkt werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.