Hat dein Hund Langeweile? Tolle Tipps zur Beschäftigung von Vierbeinern

Ist dein Hund häufig unruhig? Macht er drinnen plötzlich Dinge kaputt, obwohl er sonst immer ganz brav war? Bellt dein Vierbeiner mehr als gewöhnlich, ist er nervös oder gar aggressiv und zieht er wie wild an der Leine? Dann könnte es sein, dass dein Hund Langeweile hat. Wer sich einen treuen Partner auf vier Pfoten zulegt, der sollte den individuellen Bedürfnissen des Tieres entsprechend auch für eine angemessene Auslastung sorgen. Wie man Hunde sowohl draußen als auch drinnen gut beschäftigen kann und warum eine gemeinsame Beschäftigung das Leben von Tier und Mensch bereichern kann, erfährst du hier.

Ein Labrador lacht glücklich in die Kamera

Was kannst du tun, wenn dein Hund Langeweile hat?

Gelangweilte Hunde sind oft ein Ergebnis dessen, dass der Alltag von Zwei- und Vierbeinern nicht wirklich zusammenpasst. Wir Menschen sind tagsüber meist mit anderen Dingen beschäftigt. Seien es nun das Berufs- und Familienleben, die Haushaltsarbeiten oder Freizeittätigkeiten, oft kommt der eigene Hund viel zu kurz. Umso wichtiger ist es, die gemeinsame Zeit mit der Fellnase in vollen Zügen zu genießen. Jedoch sollten Hunde auch nicht vor Langeweile umkommen, wenn sie mehrere Stunden am Tag allein Zuhause sind. Doch welche Möglichkeiten gibt es, um Abwechslung, Spiel und Spaß in den Alltag deines besten Freundes auf vier Pfoten zu bringen? Und warum ist eine artgerechte Beschäftigung wesentlich für ein glückliches Hundeleben? 

Berücksichtige stets die individuellen Hunde-Bedürfnisse

Damit dein Hund aus Langeweile nicht auf dumme Gedanken kommt und sowohl geistig als auch körperlich fit bleibt, solltest du ihn artgerecht beschäftigen. Wie viel Beschäftigung dein tierischer Begleiter braucht und welche Beschäftigung angemessen ist, kann von Hund zu Hund stark variieren. Es hängt nicht zuletzt von der Rasse, dem Alter, dem Charakter, der Größe und dem Gewicht und Gesundheitszustand ab, welche Beschäftigungsmöglichkeiten deinem Liebling guttun und vor allem Spaß machen.

Angefangen bei regelmäßigen und ausgiebigen Spaziergängen über das Apportieren von Gegenständen und Nasenarbeit bis hin zum Klicker-Training und Hundesport, grundsätzlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um Hunde rundum auszulasten. Bei uns findest die besten Tipps, viele tolle Ideen und kreative Inspirationen, damit deiner Fellnase erst gar nicht langweilig wird. 

Zwei Hunde sitzen im Laub

Wie kann man Spaziergänge abwechslungsreicher gestalten?

Gegen einen Spaziergang hat wohl kaum ein Hund etwas einzuwenden. Doch nur allzu oft werden Haus und Wohnung nur der Pflichterfüllung wegen verlassen. Schließlich soll in den eigenen vier Wänden möglichst kein tierisches Missgeschick passieren. Hundehalter, die mit ihrem Hund nur einmal um den Block gehen, brauchen sich also nicht über gelangweilte Vierbeiner wundern. Aber auch ausgiebige Spaziergänge können auf Dauer langweilig werden. Mit diesen Tipps kannst du Schwung in den Spaziergang bringen:

1. Spielzeuge für deinen Vierbeiner mitnehmen 

Damit Hunde Spaß am Spaziergang haben, darf ein gemeinsames Spiel nicht fehlen. Ganz egal ob Ball, Frisbee, Seilspielzeug oder Futterdummy, es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten, deinen Hund unterwegs zu bespaßen. Wichtig ist, dass das Spiel sowohl dem Menschen als auch dem Haustier gleichermaßen gefällt. So kann jeder vom Hundespiel profitieren und die Beziehung zueinander kann automatisch gestärkt werden.

2. Suchspiele machen

Nasenarbeit ist eine tolle Möglichkeit zur geistigen Auslastung deines Hundes. Ganz egal, ob junge Hunde oder ältere Hunde, fast alle Fellnasen lieben es, sich auf die Suche nach einem guten Leckerli, dem Futterdummy, dem Lieblings-Spielzeug oder einem anderen Gegenstand zu begeben. Für bereits fortgeschrittene Hunde kann man alternativ mit einem stark riechenden Leckerchen eine Duftspur auslegen, der der Hund folgen muss, um am Ende belohnt zu werden. Für die meisten Hunde ist es auch eine tolle Sache, mit Frauchen oder Herrchen Verstecken zu spielen, also der Besitzer versteckt sich und der Hund muss ihn suchen.

Ein Hund spielt im Schnee mit einem roten Ring

3. Aktiv werden

Sportliche Bewegung ist eine gute Möglichkeit, um überschüssige Energie loszuwerden, Stress abzubauen und die körperliche Fitness zu steigern. Das gilt jedoch nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Hunde. Damit aktive Hunde mit einem hohen Energiepotenzial zu Hause zur Ruhe kommen können, sollten sie sich regelmäßig auspowern. Vielleicht möchtest du ja auch einmal gerne gemeinsam mit deinem pelzigen Freund Sport machen und dabei Dampf ablassen? Falls ja, dann könntest du beispielsweise mit deinem Hund Joggen gehen, Radfahren oder einige Runden im See schwimmen. Bei einem entsprechenden Training sind sogar gemeinsame Ausritte mit Pferd und Hund denkbar.

4. Verschiedene Plätze besuchen

Wenn du schon die Nase voll hast von der tagtäglichen Standardrunde, dann könnte das auch auf deinen Hund zutreffen. Kein Wunder, denn die immer gleichen Spaziergänge langweilen nicht nur die Hundehalter, sondern auch ihre Vierbeiner. Wie wäre es also, hin und wieder neue Umgebungen zu erkunden? Du kannst dich zum Beispiel mit deinem Hund auf Entdeckungstour in der näheren Umgebung begeben oder aber Feld- und Waldspaziergänge miteinander abwechseln. In vielen Orten gibt es auch eigene Hundezonen oder Hundespielplätze, wo sich dein Liebling – vielleicht sogar beim Spielen mit anderen Hunden – so richtig austoben und etwas Neues erleben kann.  

5. Training einbauen

Dass es nicht immer der eingezäunte Hundeabrichteplatz oder der professionelle Agility-Parcours sein müssen, beweist dieser Tipp für draußen. Denn egal ob am Land oder in der Stadt, beinahe jeder Ort kann als Trainingsgelände für den Hund fungieren.  Ob dein Hund nun wilde Hindernisse wie beispielsweise umgefallene Bäume überwinden muss oder neue Tricks lernen soll, du den Abruf, das Bleib-Kommando oder Hundebegegnungen üben, oder du an einem bestimmten Verhalten und dem Gehorsam arbeiten möchtest, das Hundetraining hat viele Gesichter und kann auch unterwegs als nützliches Mittel gegen Langeweile dienen.

Unser Tipp: Überfordere deinen pelzigen Kameraden nicht, sondern höre auf seine Bedürfnisse! Es gibt Tage, an denen ein gemütlicher Spaziergang genau die richtige Beschäftigung ist. An anderen Tagen wirst du wiederum merken, dass dein Hund auf andere Weise gefordert werden will. An erster Stelle sollte jedenfalls immer der Spaß an der Sache stehen.

Ein Hund liegt auf einem Stein vor einem tiefblauen See

Wie kann man Langeweile bei Hunden drinnen vorbeugen?

Im Freien kann man Hunde auf unterschiedliche Weisen gut beschäftigen und auslasten, sowohl im eigenen Garten als auch unterwegs. Doch wie sieht es mit hundegerechten Beschäftigungs-Möglichkeiten innerhalb von Haus oder Wohnung aus? Mit diesen Tipps für drinnen kannst du deinen Vierbeiner sogar innerhalb der eigenen vier Wände vor Langeweile bewahren:

1. Tricks lernen und auffrischen

Um deinen Hund geistig zu fordern, kannst du ihm Zuhause viele verschiedene Tricks beibringen. Damit dein Haustier leichter versteht, was es tun soll, und Tricks sowie auch (Grund-)Kommandos schneller lernen kann, bietet sich hierfür insbesondere das Klicker-Training an. Das heißt, sobald dein Liebling etwas richtig gemacht hat, wird geklickt und es folgt sofort eine Belohnung in Form von Leckerlis oder Trockenfutterstückchen.

2. Agility für Zuhause

Ja, du hast richtig gehört. Schon mit einigen, wenigen Mitteln aus dem Haushaltsschrank ist es möglich, Hunde in geschlossenen Räumen körperlich zu fordern. Mit Besenstilen und Stühlen kannst du Hindernisse bauen, die deine Fellnase überwinden muss. Gerade aus alter Bettwäsche lässt sich im Handumdrehen ein Tunnel bauen, den dein Hund durchqueren soll. Flaschen oder Dosen können zum Beispiel als Slalomstangen zweckentfremdet werden.

Neben einem Hund liegt ein Seilspielzeug

3. Futterbälle und Intelligenzspielzeuge verwenden

Dabei handelt es sich um ein anderes Mittel oder Hundespiel gegen Langweile. Zugleich kann sich der Vierbeiner sein tägliches Futter auf spielerische Art erarbeiten. Es gibt beispielsweise Futterbälle, Kongs, Schnüffelteppiche und andere Spiele aus dem Tierbedarf, die mit Leckereien befüllt werden können. Doch es müssen nicht immer teure Spiele aus dem Handel gekauft werden. Um sich die Zeit in Haus oder Wohnung zu vertreiben, kannst du zum Beispiel Leckerlis in den Zimmern verstecken und der Hund muss sie suchen. Eine andere gute Idee ist, die Futterstückchen in alten Decken, Teppichen, Papprollen, Schachteln, etc. zu verstecken. Hier kannst du dich kreativ austoben und wirst feststellen, dass dein Hund jede deiner Ideen lieben wird.

Fazit: Hundespiele und Bewegung gegen Langeweile gibt es genug

Wie du siehst, braucht es wirklich nicht viel, damit sich unsere Haustiere im alltäglichen Leben nicht langweilen. Anstatt dein Tier mit teurem Spielzeug zu beschäftigen, kannst du kreativ werden und deine eigenen Ideen mit einfachen Mitteln umsetzen. Spiel, Spaß und Beschäftigung sind in jedem Fall garantiert. Und das Schönste daran ist, dass dein Liebling es dir sicherlich tausendfach danken wird. 

Ein Hund streckt seine Pfote in die Luft

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.