Muss man beim Hund Zähne putzen? Tipps, wie das Gebiss lange gesund und stark bleibt

Auch Hunde und Katzen können unter Zahnstein, Karies, Mundgeruch oder Parodontose leiden. Mit der richtigen Ernährung, Kauwerkzeug und Utensilien zur Zahnpflege kannst du die Zahngesundheit deiner Vierbeiner unterstützen. Zahnpflege bei Hunden ist aber mehr als nur Zähneputzen – das Vermeiden von Zahnstein und Zahnbelag beginnt schon bei Welpen mit dem richtigen Futter. Wir verraten warum und geben Tipps für die Anwendung. 

Hund mit Zahnbürste zwischen den Zähnen

Warum macht Zähneputzen beim Hund Sinn?

Ein gesundes, kräftiges Gebiss gehört zu einem gepflegten Haustier einfach dazu. Bei jungen Hunden ist das meist noch kein Problem. Schwieriger wird es dann, wenn dein Hund in die Jahre kommt und der Zahn der Zeit auch an seinem Gebiss zu nagen beginnt. Heutzutage werden Hunde oft viel älter als früher, was vor allem bei kleineren Rassen zu Problemen mit den Zähnen führen kann.

Manche Hundebesitzer lehnen Zähneputzen mit einer Zahnbürste als unnatürlich ab – schließlich würden sich Tiere in der Natur auch nicht die Zähne putzen. Allerdings ist der moderne Hund so sehr an die Lebensgewohnheiten des Menschen gewöhnt, dass es Sinn machen kann, sich über Zahnpflege Gedanken zu machen. Zahnpflege heißt bei Hunden aber mehr als Zahnbürste und Hundezahnpasta.

Hund zeigt gesunde Zähne.

Wie beeinflusst Futter die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch meines Tieres?

Die durch den Menschen erschaffenen veränderten Lebensumstände von Hunden bedingen auch veränderte Notwendigkeiten, was die Pflege der Vierbeiner anbelangt. Die betrifft vor allem die Nahrungsaufnahme.

In der Natur reißen Hunde ihre Nahrung und kauen lange auf Knochen und Knorpel herum. Das kräftigt Zähne und Zahnfleisch und sorgt für ein gesundes Gebiss. Kalzium und andere Mineralstoffe aus der Knochensubstanz liefern alles, was die Zähne des Hundes für ein gesundes Wachstum brauchen. Unsere Hunde bekommen ihr Futter serviert. Vor allem bei praktischem Trockenfutter kann es sein, dass sich dort Getreide oder zuckerhaltige Zutaten finden. Sie machen das Futter knusprig, können aber durch Kohlenhydrate unter den Inhaltsstoffen die Ursache für Karies liefern. Hier ist es wichtig, auf die Zusammensetzung und hochwertiges Tierfutter ohne Zusätze zu achten oder bei Bedarf die Nahrung mit speziellen Ergänzungen aufzupeppen. Hunde naschen auch gerne immer wieder Menschenessen – kaum ein Hundebesitzer schafft es, bettelnden Hundeaugen nichts zu geben. Abgesehen davon ist es auch schwer, zu kontrollieren, was auf einem Spaziergang im Maul eines Hundes landet.

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Auf die Größe kommt es an: wichtige Ergänzung zum täglichen Hundefutter

Bei modernen Hunderassen kommt es aufgrund der Züchtung und der hochwertigen Nahrung oft zu „Frohwüchsigkeit". Das bedeutet nichts anderes, als dass die Vierbeiner schneller wachsen und größer werden, als es eigentlich ihrer Natur entspricht. Die Folge ist, dass Knochen und Zähne zu wenige Mineralstoffe abbekommen und ein Mangel entsteht. Das heißt aber nicht, dass du deinen Hund darben lassen musst. 

  • Ergänzungen zum Futter für Welpen oder heranwachsende Hunde wie Welpenkalk Tabletten von Canina® garantieren schon von klein auf dafür, dass sich das Skelett und das Gebiss deines Hundes gut und gesund entwickeln. Das Mineralfutter kann von der 6. Woche bis zum Ende der Wachstumsphase (etwa 15 Monate) verabreicht werden. Mit Calcium, Zink, Jod und Phosphor sorgt es über die gesamte Wachstumsphase für gesunde Zähne und einen kräftigen Knochenbau. 
  • Für Leistungshunde oder sehr große Hunde, deren Bewegungsapparat besonderen Herausforderungen gewachsen sein muss, empfiehlt sich die Zufütterung von Canhydrox GAG. Mit Grünlippmuschel-Extrakt, Vitamin C, Silicium, Selen und Vitamin E sorgt es für eine feste Bindehaut und starke Knochen. Das Besondere an diesem Futterzusatz ist Dicalciumphosphat, der im Knochen und zu 90 Prozent in den Zähnen selbst vorkommt. Es unterstützt die Bildung eines festen und widerstandsfähigen Zahnschmelzes bei den Tieren. Je fester der Zahnschmelz, desto besser können Karies, Zahnstein oder Zahnbelag abgewandt werden.
  • Tragende oder säugende Hündinnen haben auch einen speziellen Bedarf an Nährstoffen. Dieser kann mit dem Einzelfuttermittel Calcina Fleischknochenmehl aber sehr gut abgedeckt werden, damit schon die Welpen genügend Mineral- und Nährstoffe mit der Muttermilch abbekommen. Das reine Naturprodukt unterstützt die Entwicklung und Erhaltung von Gebiss, Skelett und Knochen.

Zahnprobleme bei deinem Liebling erkennst du daran, dass dein Hund weniger frisst, große, harte Futterstücke übriglässt oder über schlechten Atem verfügt. Auch Entzündungen am Zahnfleisch oder im Maul können die Ursache für Mundgeruch des Hundes sein.

Wie kann ich Zahnstein, Mundgeruch, Karies und Co. bei Hunden vorbeugen?

Mit einfachen Mitteln kannst du die Zahnpflege an die geänderten Umstände anpassen:

  • Kauwerkzeug. Kauknochen (etwa aus Büffelhaut) helfen dabei, schlechten Atem bei deinem Hund zu bekämpfen und die Zähne gesund und fit zu halten. Durch das regelmäßige Kauen wird das Zahnfleisch massiert, was die Durchblutung angeregt. Die Kaubewegung regt auch die Bildung von Speichel an, der die Zähne vor Zahnbelag ganz natürlich schützt. Kauen mit geeigneten Utensilien kann auch Zahnstein und Reste aus den Zahnzwischenräumen entfernen.
     
  • Zahnpflege mit Zahnpasta und Zahnbürste. Futterrückstände in den Zahnzwischenräumen können die Ursache für Zahnbelag, Karies oder Entzündungen im Maul sein. Zucker oder Salz in der Nahrung können Bakterien erzeugen, die den Zahnschmelz auf Dauer angreifen. Bei größeren Hunden ist das nicht so ein Problem, da hier genügend Freiraum zwischen den Zähnen ist. Bei kleineren Hunden kann es durchaus Sinn machen, deinen Hund schon als Jungtier oder gar Welpen an eine Zahnpflege mit Zahnpasta und Bürste oder Fingerling zu gewöhnen. So werden das Zähneputzen und mechanische Entfernen von Zahnbelag im Alter dann weniger zum Problem.
Hund mit Kauknochen zum Zähneputzen

Geduld und Übung: Wie putze ich meinem Hund die Zähne?

Ein Besuch beim Hundezahnarzt ist nicht nur lästig für Besitzer und Hund, er kann auch sehr teuer werden. Nur das Entfernen von Zahnstein alleine ist aufwendig und kostenintensiv. Wer seinem Hund neben hochwertigem Futter auch sonst im Kampf gegen Karies, Zahnstein, Entzündungen im Mundraum und Mundgeruch beistehen möchte, kann das Tier schon als Welpen an regelmäßige Zahnpflege gewöhnen. Hundehalter, die ihre Tiere auf Ausstellungen zeigen oder züchten, achten ohnehin auf weiße, gepflegte Zähne, um ihren Vierbeiner von der besten Seite zu zeigen. Besitzer, die ihre Tiere zum Kuscheln und als Familienmitglieder sehen, schätzen einen Atem ohne Mundgeruch und einen gesunden, vierbeinigen Freund. 

Fürs Zähneputzen bei Hunden brauchst du eine geeignete Zahnpasta, die lecker schmeckt und den Hunden Freude macht. Zum Entfernen von Belag und Futterresten kannst du eine eigene Zahnbürste für Hunde benutzen. Leichter geht es mit einem Fingerling. Vor allem bei Hunden, die erst als ausgewachsene Tiere an das Zähneputzen gewöhnt werden, ist ein Fingerling empfehlenswert.

Zahnpflege bei einem großen Hund mit Fingerling.

So funktioniert die Mundhygiene beim Hund:

  • Stufe Eins. Gewöhne deinen Hund langsam an die Berührung! Fahre mit dem Finger langsam in die linke und rechte Backentasche deines Hundes und steigere die Versuche langsam innerhalb einer Woche! Die vorderen Zähne kommen erst zum Schluss an die Reihe. 
  • Stufe Zwei. Wiederhole die ganze Prozedur mit einer Zahnbürste oder mit einem Fingerling am Finger! Vorerst musst du noch keine Zahnpasta dafür benutzen. Auch hier kommen die Schneidezähne als letztes an die Reihe. 
  • Stufe Drei. In der dritten Woche kannst du dann Zahnpasta benutzen und die Zähne deines Hundes zu putzen. Konzentriere dich zuerst auch die Außenseiten, vergiss aber nicht, auch die inneren Seiten zu putzen. Das ist vor allem bei kleinen Rassen sehr wichtig.

Prinzipiell gilt: Hunden oder auch Katzen ist es überhaupt nicht unangenehm, am Zahnfleisch sanft berührt zu werden – sie mögen es sogar gerne. Die Amerikanerin Linda Tellington-Jones hat eine eigene Methode entwickelt, bei der sogar sehr wilde, verschreckte Tiere durch Massieren des Zahnfleisches beruhigt werden können. 

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.