Wie ermittelt man das richtige Maß an Bewegung? Hund ist nicht gleich Hund

Wenn du einen Hund hast, hast du dich wahrscheinlich schon einmal gefragt: Wie viel Bewegung – Hund ist ja schließlich nicht gleich Hund – braucht mein Vierbeiner jeden Tag? Wie bei Menschen ist die Antwort unterschiedlich und hängt von Alter, Gesundheit und Rasse ab. Es gibt jedoch einige Standards, an die man sich halten kann, um sicherzustellen, dass dein Labrador, Deutscher Schäferhund, Golden Retriever oder Dackel so viel Bewegung bekommt, wie er braucht. 

Frau und Mann machen Bewegung mit Hund

Bewegung, Hunde und genetische Faktoren – ist es eine Frage der Rasse? 

Die Rasse hat Einfluss auf die Menge an Bewegung, die ein Vierbeiner wünscht oder verträgt. Gehört dein Hund zur Kategorie

  • Sporthunde,
  • Arbeitshunde,
  • Hütehunde,
  • Terrier oder
  • Spürhunde,

ist er in der Regel sehr aktiv und verträgt im Vergleich zu anderen Rassen mehr physische Beschäftigung.

Die Empfehlungen für einen Spaziergang reichen von 60 bis 120 Minuten pro Tag. In diese Kategorie fallen zum Beispiel die in Mitteleuropa beliebten Arten Labrador, Deutscher Schäferhund, Labrador Retriever und Australian Shepherd.

Das andere Ende des Spektrums bilden die brachycephalen Arten, die nur wenig Gassi brauchen. Beispiele sind Englische Bulldoggen, Französische Bulldoggen oder Möpse. Sie neigen dazu, aufgrund ihrer gestauchten Gesichter schlechtere Atemwege zu haben und vertragen daher kein hohes Maß an Bewegung. Die Empfehlungen für diese Tiere reichen von 20 bis 30 Minuten pro Tag.

Andere Hundearten sind für ihren mittleren Energiebedarf bekannt. Dazu gehören kleine Tiere, Blindenhunde und sehr große Tiere. Wer mit dieser Art von Hund Gassi geht, sollte sich nicht länger als 30 bis 60 Minuten pro Tag Zeit für einen Spaziergang nehmen! Bei Mischlingen empfiehlt es sich, die Rasse(n) zu bestimmen, die den größten genetischen Einfluss auf den Körperbau des Hundes haben, und die Empfehlungen für diesen Typ zu befolgen.

Was sind typische Richtwerte zur Bewegung für verschiedene Hunderassen?

Die nachfolgenden Werte sind nur allgemeine Empfehlungen, zieh also bitte auch deinen Tierarzt zu Rate!

Die folgenden Hunderassen benötigen zwei oder mehr Stunden Bewegung pro Tag, damit ist sowohl Gassi gehen gemeint wie auch geistige Auslastung und sportliche Aktivität:

  • Sibirischer Husky
  • Alaska Malamute
  • Border Collie
  • Boxer Dalmatiner
  • Deutscher Schäferhund
  • Labrador Retriever
  • Weimaraner

Mit etwas weniger Gassi und Beschäftigung, und zwar im Schnitt etwa eine Stunde täglich, sind die folgenden Rassen meist zufrieden:

  • Border Terrier
  • Bull Terrier 
  • Bassett
  • West Highland Terrier
  • Cocker Spaniel
  • Englische Bulldogge
  • Shin Tzu
  • Mops

Einen täglichen Bewegungsbedarf von einer halben bis einer Stunde haben die folgenden Vierbeiner:

  • Yorkshire Terrier
  • Zwergdackel
  • Chihuahua
  • Malteser
  • Pekinese
  • Pomeraner
  • Zwergpinscher
Ein Gruppenfoto mit Hunden verschiedener Rassen nebeneinander.

Wie viel täglichen Auslauf braucht ein Welpe?

Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass dein Welpe mehrmals am Tag einen Anfall von Unruhe hat, selbst wenn ihr gerade einen Spaziergang gemacht habt. Die Symptome sind bei allen leicht zu erkennen, ob es sich um einen Labrador, einen Schäferhund oder einen Deutsch Drahthaar handelt: Sie rennen wie wild durch das Haus und lassen sich anschließend in einen Welpenhaufen fallen, vorzugsweise auf deinem Schoß.

Welpen haben im Allgemeinen mehr Energie als erwachsene Hunde und benötigen daher mehr Auslauf in kurzen Stößen. Da sie ständig wachsen, ist es sicherer, mehrere kurze Spaziergänge oder Spieleinheiten über den Tag verteilt einzuplanen, als einen einzigen langen Spaziergang zu machen. Dies kann für den sich entwickelnden Körper eines Welpen zu anstrengend sein, egal, ob es sich um einen Labrador, einen Schäferhund oder einen Dackel handelt. Letztlich ist zwar jeder Welpe anders, doch je mehr Zeit du mit ihm verbringst, desto mehr wirst du erfahren, wie viel Beschäftigung, Gassi und Auslauf er braucht, damit er glücklich ist – und gesund bleibt!

Wovon hängt es ab, wie viel Auslauf ein erwachsener Hund braucht?

Energiereiche Hundearten wie Border Collies, Belgische Malinois oder Australian Shepherds brauchen häufig viel mehr Auslauf als energiearme Arten wie die Bulldogge oder der Basset Hound. Dabei geht es nicht nur um Zeit an der Leine, sondern auch um Beschäftigung, die dir und der Fellnase Spaß macht, also Spielen, Schmusen und Lernen.

Dann gibt es noch die Art von Hund, die irgendwo dazwischen liegt, zum Beispiel Labrador, Schäferhund oder Golden Retriever. Es ist keine gute Idee, eine aktive Hunderasse zu kaufen, wenn man nicht bereits einen aktiven Lebensstil führt. Schäferhunde und Retriever sind nur dann glücklich, wenn sich ihre Halter viel mit ihnen beschäftigen, ob beim gemeinsamen Spaziergang an der Leine oder beim Spielen daheim.

Ebenso ist es unrealistisch, von deinem Zwergpudel zu erwarten, dass er dich beim Marathontraining begleitet – es sei denn, du schiebst ihn beim Gassi in einem Kinderwagen vor dir her. 

Auch die Gesundheit deines Hundes ist wichtig. Wenn dein erwachsener Hund an einer Krankheit wie Hüftdysplasie, Herz- oder Atemwegsproblemen leidet, sprich mit deinem Tierarzt über ein geeignetes Trainingsprogramm! Er wird wissen, wie oft dein Hund Gassi gehen sollte und kann dir sagen, wie häufig du dich mit ihm beschäftigen muss, damit er gesund und glücklich bleibt.

Ein Hund sitzt auf den Beinen von seiner Halterin, während sie Sit-ups macht.
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Wie kann man die Knochengesundheit beim Hund unterstützen?

Um Osteoporose und Knochenschwund bei Hunden und Katzen vorzubeugen, wird in den verschiedenen Lebensphasen Kalzium benötigt. Es hilft dabei, die Knochendichte und Knochenfestigkeit zu erhalten und zu erhöhen. Canina® ALGENKALK bietet nicht nur das beste Kalzium für Hunde, sondern auch für Katzen. Es ist ein natürlicher Extrakt, der eine Reihe wichtiger Nährstoffe wie Kalzium, Magnesium und Zink enthält. Dank der einzigartigen, wabenartigen Konsistenz der winzigen Partikel, aus denen das Kalzium aus Meeresalgen besteht, kann der Organismus deines Hundes angemessen von dieser Verbindung mit ihrer 70%igen Bioverfügbarkeit profitieren. Ein zusätzliches Plus bei der Verwendung dieser natürlichen Kalziumquelle für Hunde ist, dass sie leicht zu verdauen und zu verwerten ist. Es ist kein Geheimnis, dass Kalzium eines der am schwersten zu verwertenden essenziellen Mineralien für den Körper eines Tieres ist. Dieses Problem wird durch die Zugabe von Canina® Algenkalk optimal gelöst. Das Produkt ist leicht verdaulich, es enthält Magnesium, das die Kalziumaufnahme unterstützt und es ist zudem sehr umweltverträglich.

Und was ist mit mentaler Beschäftigung?

Es ist wichtig, deinen Vierbeiner nicht nur mit körperlichen, sondern auch mit geistigen Übungen zu beschäftigen! Hunde, egal ob Labrador, Schäferhund, Deutsche Dogge oder Mops, brauchen geistige Übungen genauso wie körperliche, damit sie mental fit bleiben. Spielzeuge und Spiele sind eine gute Möglichkeit, dies zu erreichen.

  • Wenn du zum Beispiel mit deinem Labrador Retriever Verstecken spielst, trainierst du die kognitiven Fähigkeiten deines Hundes.
  • Du kannst auch die Mahlzeiten aufteilen und an verschiedenen Stellen verstecken, um deinen Schäferhund zum Suchen zu animieren, anstatt sie einfach in den Futternapf zu legen.
  • Vielleicht probierst du es auch mit Übungen zur Geschicklichkeit, gerade Labrador, Retriever, Deutscher Schäferhund und viele kleine Rassen sprechen auf diese Art von Beschäftigung gut an. Wenn wir an Agility denken, denken wir in der Regel an Parcours im Freien oder große Agility-Räume in Gebäuden. Du kannst jedoch mit Haushaltsgegenständen wie Besenstielen, Kisten, Hula-Hoop-Reifen und Hockern einen eigenen Agility-Parcours für deinen deutschen Schäferhund oder deinen Labrador bauen und deinem besten Freund sein Bedürfnis nach Spaß und körperlicher Betätigung zu erfüllen.

Was sind gute Hundeübungen für drinnen?

Schlechtes Wetter kann das Trainingsprogramm deines Hundes durcheinander bringen. Heiße, kalte und regnerische Tage erschweren längere Aufenthalte draußen und können sogar ein Gesundheitsrisiko darstellen. Hier sind einige Übungen für Hunde, die man drinnen machen kann, um Dampf abzulassen und in Form zu bleiben, wenn Gassi gerade keine Option ist.

  1. Verstecken spielen. Das Versteckspiel bringt den Hund in Bewegung und regt ihn geistig an. Ihr könnt es beim Gassi ausprobieren und auch ein Fangspiel einbauen.
  2. Apportieren eignet sich vor allem für Labrador und aktive Hunde.
  3. Laufband. Wenn du auf der Suche nach einer großartigen Hundeauslastung für energiegeladene Rassen bist, ist ein Laufband genau das Richtige für dich. Bei sorgfältigem Training kann dein Hund das Training auf dem Laufband lieben lernen. Sie sind zwar kein Ersatz für eine Runde Gassi oder einen Lauf im Freien, aber Laufbänder fördern die Ausdauer und sind nicht auf gutes Wetter angewiesen.
  4. Tauziehen. Tauziehen baut, wenn es richtig gespielt wird, Muskeln auf und stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier. Den meisten Hunden, vor allem jedoch dem deutschen Schäferhund und Labrador, macht Tauziehen Spaß, und es gibt eine große Auswahl an Tauziehspielzeug.
Frau kuschelt mit ihrem Labradoodle in einem großen Sessel.

Was aber, wenn mein Hund einfach keine Bewegung mag?

Genau wie Menschen haben nicht alle Hunde Freude an der Bewegung, und alle Hunde haben sehr unterschiedliche Bewegungsbedürfnisse. Oft sind sogar Hunde der gleichen Rasse völlig unterschiedlich: Der eine Labrador ist sehr energiegeladen, der andere Labrador ist viel entspannter und möchte den ganzen Tag auf dem Sofa liegen. 

Leider gibt es auch Hunde, die Angst vor der freien Natur haben. Sprich unbedingt mit deinem Tierarzt oder einem anerkannten Verhaltenstherapeuten, wenn dein Hund ängstlich wirkt! Zwinge ihn nicht nach draußen, denn das wäre für euch beide sehr unangenehm und könnte dazu führen, dass der Hund Phobien entwickelt. Natürlich ist es wichtig, dass dein Hund weiterhin mindestens einmal am Tag spazieren geht. Doch wenn er nicht besonders gerne spazieren geht, kannst du seinen Bewegungsbedarf auf andere Weise decken, z. B. durch Spielen, viel Laufen im Garten und viele lustige interaktive Übungen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.