Ab wann sollte man Anti-Aging-Produkte verwenden?

Anti-Aging ist ein wichtiges Thema für die meisten Frauen und sehr viele Männer. Wir wollen mit möglichst wenig Falten altern und jederzeit jung und fit aussehen. Die natürliche Entwicklung sieht jedoch etwas anderes vor: Der Alterungsprozess beginnt schon sehr früh. Aufhalten kannst du die Hautalterung nicht, aber es gibt durchaus die Möglichkeit, sie zu verlangsamen. Worauf es dabei ankommt und ab wann du Anti-Aging-Produkte verwenden solltest, verraten wir dir in diesem Artikel. Außerdem widmet sich die neueste Folge im Balance Beautytime Expertentalk mit diesem Thema. Im Podcast erklärt die Expertin Dana Bauer, welche Inhaltsstoffe in Cremes dem Anti-Aging dienen und welche Faktoren noch zu einem frischen, jungen Aussehen beitragen.

Wann sollte man mit Anti-Aging Produkten anfangen?

Viele Frauen denken erst dann so richtig über Anti-Aging nach, wenn die ersten Falten deutlich sichtbar werden. Das Problem dabei: Wenn Falten erst einmal entstanden sind, wirst du sie kaum noch los. Die Hautalterung beginnt schon sehr viel früher auf zellulärer Ebene, bevor die Falten sichtbar werden. In diesem Zeitraum vor der Faltenentstehung kannst du am meisten für dein Anti-Aging tun. Dazu musst du aber frühzeitig beginnen. Der Alterungsprozess beginnt nämlich schon in sehr jungem Alter. Dana Bauer drückt es im Expertentalk so aus: "Sobald man die Pickel los ist, geht es auch schon los mit den Falten." Das bedeutet nicht, dass du schon mit 17 zur Anti-Aging-Creme greifen solltest. Aber etwa mit 25 wird es schon langsam Zeit für eine reichhaltigere Hautpflege. Ab 30 zeigen sich sonst die ersten Trockenheitsfältchen aufgrund von Feuchtigkeitsmangel auf der Haut. Besonders die dünne Haut um die Augen neigt schon frühzeitig zu Fältchen.

Es gibt unterschiedliche Anti-Aging-Cremes für verschiedene Altersstufen. In jüngeren Jahren geht es vor allem um zusätzliche Feuchtigkeit für deine Haut. Sie enthalten zum Beispiel Hyaluronsäure. Später brauchst du dann andere Inhaltsstoffe, um die Hautalterung weiter zu verzögern und die Haut sowohl mit Feuchtigkeit als auch Fett und mit allen notwendigen Stoffen – wie z. B. Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen – zu versorgen.

Frau mit schöner Haut durch rechtzeitiges Anti-Aging

Kann man zu früh mit Anti-Falten-Creme anfangen?

Sehr junge Haut nach der Pubertät hat noch andere Bedürfnisse. Sie braucht vor allem Sonnenschutz und Feuchtigkeit. Zu intensive Anti-Aging-Produkte nützen in diesem Alter nicht viel und sind eher zu massiv.

Ab Mitte 20 macht es aber schon Sinn, in gute Anti-Aging-Kosmetik als Prävention zu investieren. Auch bei den Cremes gibt es große Unterschiede: Manche sind für jüngere Haut gedacht und sollen vor allem präventiv wirken. Andere versorgen reife Haut, wo es z. B. mehr um Faltentiefe und/oder Alters- bzw. Pigmentflecke usw. geht, mit den richtigen und notwendigen Wirkstoffen, wie zum Beispiel dem körpereigenen Coenzym Q10. Wichtig ist also, dass du die passende Creme für deine Haut findest. Dana Bauer empfiehlt dafür: "Begeben Sie sich in die Hand einer gut ausgebildeten Fachperson!" Sie rät dazu, eine Kosmetikerin in der Nähe aufzusuchen und zu dieser ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Diese kann dann mit dem Blick auf deinen Hauttyp und deine persönlichen Bedürfnisse genau die richtigen Produkte empfehlen. Deine Haut verändert sich – und das nicht nur mit dem Alter, sondern auch im Laufe eines Kalenderjahres aufgrund des Klimas sowie deines Lifestyles und gesundheitlichen Zustandes. Die Haut ist das Spiegelbild deiner Seele. Achte also auf sie!

Cremetiegel und Rosen

Welche Wirkstoffe stecken in Anti-Aging-Creme?

Dana Bauer nennt im Podcast eine ganze Reihe zentraler Wirkstoffe der Anti-Aging-Kosmetik:

  • Wichtig sind Antioxidantien, die es mit freien Radikalen aufnehmen und dadurch die Zellen der Haut schützen. Zu den wirkungsvollsten und bekanntesten Antioxidantien gehören die Vitamine A, C und E. Sie sind deshalb in vielen Cremes enthalten.
  • Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil deiner Haut und auch in vielen Cremes enthalten. Sie kann große Mengen Feuchtigkeit speichern und so die Haut prall und glatt erscheinen lassen. Ab spätestens Mitte 20 nimmt die Produktion von Hyaluronsäure im Körper jedoch ab. Im Anti-Aging führt man diesen wichtigen Wirkstoff deshalb über Cremes oder auch Nahrungsergänzungsmittel wieder zu.
  • Im späteren Bereich des Anti-Aging, wenn es nicht mehr nur um Feuchtigkeit geht, ist Q10 ein wichtiger Wirkstoff. Dieses Coenzym kommt ebenfalls ganz natürlich im Körper vor, wird aber mit zunehmendem Alter weniger gebildet. Es kann die Zellen schützen und die Haut frischer aussehen lassen und ist ein wahrer Energiebooster.
  • Resveratrol ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der häufig aus Trauben gewonnen wird. Er soll die Haut verjüngen und hat außerdem eine starke antioxidative Wirkung. 
  • Aus der Hightech-Kosmetik kommen unter anderem Peptide mit unterschiedlichen, teils sehr bemerkenswerten Wirkungen. Es gibt zum Beispiel Peptide, die die Mimik im Gesicht etwas einschränken. So verhindern sie, dass sich durch die Mimik um Augen oder Mund tiefere Falten bilden.

Lass dich beraten, um die richtige Hautpflege für dich zu finden!

Wie kann ich sonst noch zum Anti-Aging beitragen?

Dana Bauer macht im Expertentalk eindeutig klar: Eine Faltencreme ist nur das Sahnehäubchen beim Thema Anti-Aging. Es fängt an ganz anderen Stellen an, nämlich bei deinem Lebensstil. Dazu gehören einige wichtige Punkte:

  1. Ernähre dich ausgewogen, gesund und nährstoffreich! Schon das lässt dich viel länger jung und fit aussehen und kommt deiner Haut zugute.
  2. Achte vor allem darauf, genug zu trinken! Flüssigkeit ist enorm wichtig für ein pralles Hautbild. Wenn nicht genug Wasser vorhanden ist, zieht der Körper es schnell aus der Haut ab. Die Folgen sind tiefere Falten und ein mattes Hautbild. Trinke deshalb mindestens zwei Liter Wasser und ungesüßten Tee pro Tag!
  3. Achte auf einen guten Sonnenschutz für deine Haut! UV-Strahlen beschleunigen die Hautalterung sehr und lassen tiefe Falten entstehen. Auch die "Sonnenschwiele", eine feste, ledrige Oberhaut, entsteht durch zu viel Sonneneinstrahlung. Du solltest deshalb regelmäßig Sonnenschutz verwenden, um deine Haut zu schützen. Auch eine Sonnenbrille ist wichtig. Wenn du nämlich häufig im hellen Licht die Augen zusammenkneifst, entstehen dort tiefere Falten.
  4. Sorge für genügend Schlaf! Vielleicht ist dir schon einmal aufgefallen, dass nach einer durchwachten Nacht die Falten tiefer wirken und die Haut matt aussieht? Während der Nachtruhe regeneriert der Körper und repariert Schäden, die am Tag aufgetreten sind. Wenn er diese Gelegenheit nicht ausreichend wahrnehmen kann, zeigt sich das schnell im Hautbild.
  5. Auch Stress macht sich leicht durch Falten und schlechte Haut bemerkbar. Finde deshalb Möglichkeiten, Stress in deinem Leben abzubauen! Vielleicht kannst du Aufgaben abgeben oder dir mit Entspannungsübungen einen Ausgleich schaffen.
  6. Verzichte so weit wie möglich auf Nikotin und Alkohol, um gesund zu bleiben und lange eine glatte Haut zu erhalten!
  7. Sorge für ausreichend Bewegung, möglichst an der frischen Luft! Das hält dich lange fit, baut Stress ab und verbessert deine Haut.
  8. Auch eine positive Lebenseinstellung kann beim Thema Anti-Aging viel helfen. Man sagt ja nicht ohne Grund, dass Schönheit von innen kommt.

Wenn du diese Tipps so weit wie möglich befolgst und dann noch eine gute Hautpflege gegen Falten verwendest, tust du alles, um deinen Alterungsprozess so lange wie möglich aufzuhalten.

Frau schützt ihre Haut durch Sonnenhut


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