Muss Vergesslichkeit im Alter sein? Tipps und Mittel zur Unterstützung des Gedächtnisses

Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit der Gehirnzellen ab, dadurch stellt sich bei den meisten Senioren eine gewisse Altersvergesslichkeit ein. Du kannst aber einiges tun, um diesen Prozess zu bremsen und dich geistig fit zu halten. Wir haben uns für dich angesehen, wie man normale Vergesslichkeit von Demenz unterscheidet und was du tun kannst, um dein Gehirn zu stärken.

Nachdenkliche Frau mit Notizzetteln im Gesicht

Woher kommt Vergesslichkeit im Alter?

Jeder Mensch vergisst einmal etwas, das ist völlig normal. Mit zunehmendem Alter geschieht das bei vielen Menschen häufiger. Dieser Prozess beginnt nicht erst bei Senioren, sondern schon ab Mitte 40. Ab diesem Zeitpunkt lässt die Leistungsfähigkeit des Gehirns langsam nach. Genau genommen schwächelt ein bestimmter Teil des sogenannten Hippocampus schon ab diesem Alter. Dieser ist dafür zuständig, Gedächtnisinhalte zu speichern. Auch die Größe des Gehirns im Ganzen nimmt ab diesem Alter Stück für Stück ab. Es kann im Lauf der Zeit etwa 10 bis 15 % kleiner werden. Darunter leidet auch die Erinnerungsleistung. Eine gewisse Vergesslichkeit ist deswegen mit zunehmendem Alter normal und hat völlig harmlose Ursachen.

Die gute Nachricht dabei ist: Ältere Menschen vergessen zwar etwas häufiger Details, dafür können sie aber komplexer denken und lernen. Man spricht dabei von kristalliner Intelligenz. Diese ist unter anderem von der Lern- und Lebenserfahrung abhängig, von der ältere Menschen deutlich mehr zu bieten haben als jüngere.

Eine normale Altersvergesslichkeit verschlimmert sich nicht unentwegt, sondern bleibt ab einem gewissen Punkt unverändert. Wenn die Gedächtnisstörungen aber plötzlich auftreten, immer schlimmer werden oder den Alltag deutlich beeinflussen, können sie das Symptom einer Erkrankung sein. Möglich ist zum Beispiel eine Demenz, eine Gehirnblutung oder eine Depression. Wenn die Vergesslichkeit dich beunruhigt oder deinen Alltag beeinträchtigt, solltest du sie sicherheitshalber abklären lassen. Aber keine Sorge: In den meisten Fällen ist eine leichte Vergesslichkeit völlig harmlos.

Wie viel Vergesslichkeit ist normal?

Schon wieder ist die Brille verschwunden und wie war die Telefonnummer der Tochter noch mal? Dass man solche Dinge vergisst, ist ganz normal. Aber wann wird die Sache bedenklich und könnte auf Alzheimer oder eine andere Form von Demenz hinweisen? Diese Merkmale helfen dir, beides zu unterscheiden:

  • Bei der Vergesslichkeit fallen einem die meisten Dinge später wieder ein. Zumindest kann man sie nachschauen und weiß sie dann beim nächsten Mal wieder. Bei einer Demenzerkrankung bleiben die Informationen dauerhaft verschwunden. Die Betroffenen stellen zum Beispiel die gleiche Frage immer wieder, ohne dass sie sich die Antwort merken können.
  • Betroffene mit Demenz vergessen oder "verlernen" auch gewohnte Tätigkeiten und finden sich selbst in bekannten Umgebungen nicht mehr gut zurecht. Das passiert bei der Altersvergesslichkeit nicht.
  • Bei einer Demenzerkrankung wird das Gedächtnis immer schlechter. Die normale Vergesslichkeit im Alter nimmt dagegen nicht dauerhaft zu.
  • Es ist völlig normal, dass man mal Dinge verlegt und nicht wiederfindet. Auffällig wird es allerdings, wenn es extrem schwer ist, die Gegenstände wiederzufinden und diese dann an unlogischen Orten auftauchen.
  • Bei der Altersvergesslichkeit gehen vor allem Informationen verloren, die schon lange zurückliegen. Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Demenzerkrankung haben dagegen eher Probleme, sich an kurz vorher Geschehenes zu erinnern.
Älteres Paar, das vergesslich wirkt

Ständig vergesslich: Was kann ich tun?

Gegen Altersvergesslichkeit kannst du einiges unternehmen:

Eine gesunde Ernährung für das Gehirn

Dass das Gehirn im Lauf der Zeit ein wenig abbaut, lässt sich nicht komplett verhindern. Wie stark und schnell das geschieht, hängt jedoch auch von deinem Lebensstil ab. Die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle. Wenn dein Gehirn mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, kann es besser arbeiten und bleibt länger fit.

Achte deshalb auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, gesunden Fettsäuren und ausreichend Proteinen!

Genügend trinken hilft dem Gedächtnis

Auch die Trinkmenge ist sehr wichtig für das Gehirn. Wenn der Körper unter Wassermangel leidet, nimmt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit rapide ab. Dehydrierung ist großer Stress für den Körper und den Geist. Deshalb solltest du darauf achten, täglich mindestens zwei Liter Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder ungesüßte Tees zu trinken. Warte dabei nicht auf ein Durstgefühl: Wenn du Durst verspürst, hat der Körper schon einen gewissen Wassermangel. Gewöhne dir stattdessen regelmäßiges, über den Tag verteiltes Trinken an! Dabei helfen dir zum Beispiel Erinnerungs-Apps. Oder du stellst einfach morgens die geplante Trinkmenge in der Wohnung bereit, sodass du leichter daran denkst.

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft

Sport hält nicht nur den Körper fit, sondern auch das Gehirn. Je früher du mit regelmäßiger Bewegung anfängst, umso mehr kannst du davon profitieren. Idealerweise gehst du täglich zum Sport oder für einen Spaziergang nach draußen. Dann wird das Gehirn besonders gut mit Sauerstoff versorgt und der Körper bekommt genügend Vitamin D ab.

Anzeige

Nährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel für das Gehirn

Um das Gedächtnis anzuregen und die Gehirnleistung zu erhalten, können auch Nahrungsergänzungsmittel helfen. Besonders bekannt sind in diesem Zusammenhang Ginkgo, Ginseng und Vitamin B12.

Speziell auf das Problem der Vergesslichkeit ausgerichtet ist der Nahrungsergänzungskomplex "GEISTESBLITZ" des österreichischen Familienunternehmens BodyMindCheck. Die Kapseln enthalten eine Vielzahl wichtiger Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel Vitamin B12, Vitamin B6 und Zink. Wertvolle Extrakte aus Ginkgo, Ginseng, Heidelbeeren, Rosenwurz und Kakao unterstützen deine geistige Leistungsfähigkeit und spenden dir die volle Kraft der Natur. Pro Tag nimmst du einfach zweimal täglich zwei Kapseln ein, um optimal versorgt zu sein.

Gehirnjogging und andere geistige Herausforderungen

Ähnlich wie ein Muskel bleibt auch das Gehirn länger kräftig, je mehr man es benutzt. Übungen zum Gehirnjogging können deshalb helfen, das Gedächtnis und die Konzentration zu stärken. Die gleiche Wirkung haben andere geistige Herausforderungen, zum Beispiel das Schachspiel oder das Lernen einer Fremdsprache. Suche dir immer wieder neue Herausforderungen, damit deine Gehirnleistung stark bleibt!

Soziale Kontakte beugen Gedächtnisstörungen vor

Es hat sich gezeigt, dass Menschen mit einem anregenden sozialen Umfeld weniger unter Vergesslichkeit und sogar Demenz leiden als einsame Menschen. Je besser du in dein soziales Umfeld eingebunden bist, umso besser ist es also für dein Gedächtnis. Falls dein Freundes- und Familienkreis klein ist, lohnt es sich, neue Bekanntschaften zu machen. Diese findest du zum Beispiel in Vereinen, in Seniorenzirkeln oder in der Kirchengemeinde.

Ein entspanntes Leben unterstützt die Gehirnleistung

Stress und Anspannung tragen zur Vergesslichkeit bei. Das merkt man schon in jüngeren Jahren: Je mehr Anforderungen auf uns einströmen, umso mehr lässt die Konzentrations- und Erinnerungsfähigkeit nach. Deshalb lohnt es sich, Stress abzubauen und ein möglichst entspanntes Leben zu führen. Wie das gelingt, ist individuell unterschiedlich. Häufig helfen Entspannungstechniken wie Autogenes Training und Progressives Muskelentspannung oder bewusste Sportarten wie Yoga oder Tai-Chi. Diese Techniken müssen regelmäßig ausgeführt werden, damit sie wirken können. In anderen Fällen müssen Konflikte gelöst oder Umstände geändert werden, damit ein stressarmes Leben möglich wird.

Älteres Paar macht Sport im Freien

Helfen die genannten Maßnahmen auch gegen Demenz?

Betroffene mit Demenz sind nicht einfach nur vergesslich, sondern haben eine ernsthafte Krankheit. Es gibt verschiedene demenzielle Erkrankungen. Die bekannteste ist Alzheimer. Die Symptome einer Demenz sind vielfältig. Zur Vergesslichkeit kommen auch Orientierungslosigkeit, Antriebsschwäche (oder massiver Bewegungsdrang), Persönlichkeitsveränderungen und Verwirrtheit. Auch körperlich bauen die Betroffenen nach und nach ab. Im Lauf der Erkrankung werden die Symptome immer stärker.

Die genauen Ursachen für Demenzerkrankungen sind noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass Gehirnzellen und Nervenverbindungen bei diesen Krankheiten zugrunde gehen. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit zunehmendem Alter an.

Es gibt Hinweise darauf, dass bestimmte Nahrungsergänzungsmittel und Verhaltensweisen sich in geringem Maß positiv auf Alzheimer und Demenz auswirken können. Vorbeugend helfen auch Gehirnjogging, Bewegung und ein allgemein gesunder Lebensstil. Wenn die Krankheit aber erst einmal ausgebrochen ist, genügen diese Maßnahmen nicht mehr.

Wichtig ist, beim Verdacht auf eine Demenzerkrankung möglichst frühzeitig zum Arzt zu gehen. Viele Betroffene scheuen diesen Schritt, weil sie sich für ihre Beschwerden schämen oder diese selbst kaum wahrnehmen. Eine frühe Diagnose ist aber wichtig, um das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen zu können. Heilbar ist eine Demenz leider nicht, aber es gibt Medikamente, die den geistigen Abbau immerhin für eine gewisse Zeit verlangsamen können. Wenn du ernsthafte Probleme befürchtest, solltest du deshalb rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. Die oben genannten Tipps und Maßnahmen kannst du dann immer noch zur Unterstützung ausprobieren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.