Den Körper natürlich entwässern: mit diesen Hausmitteln klappt es

Wassereinlagerungen (Ödeme) im Körper machen sich unter anderem durch schwere Beine und geschwollene Füße bemerkbar. Gerade im Sommer, während der Monatsblutung oder nach langem Stehen können viele Frauen ein Lied davon singen. Zum Glück gibt es natürliche Möglichkeiten und Hausmittel, um den Körper zu entwässern. Wir verraten dir die wirksamsten Möglichkeiten zur Entwässerung. Bei allen Tipps und Hausmitteln gilt jedoch: Du solltest sie nicht ohne ärztliche Rücksprache durchführen, falls die Wassereinlagerungen durch eine Erkrankung hervorgerufen werden. Lass die Ursache im Zweifel abklären, wenn dein Körper häufig Wasser einlagert oder die Ödeme plötzlich auftreten!

Frau hält Teetasse zum Körper entwässern

Den Körper natürlich entwässern mit Tees

Es gibt einige Pflanzen, die entwässernd wirken und deshalb gut bei Ödemen eingesetzt werden können. Dazu gehören diese Tees:

  • Brennnesseltee
  • Grüner Tee
  • Löwenzahntee
  • Schachtelhalmtee
  • Tee aus Birkenblättern
  • Petersilientee

Im Frühling kannst du einen Teil dieser Kräuter einfach selbst pflücken und direkt mit kochendem Wasser übergießen. Aber natürlich kannst du die Tees auch getrocknet in der Apotheke kaufen. Übergieße einfach einen Teelöffel des jeweiligen Krauts mit kochendem Wasser, um eine große Tasse Tee zu erhalten! Trinke von diesem Tee bis zu drei Tassen pro Tag! Du kannst die Kräuter natürlich auch ganz nach Geschmack mischen und den Tee gerne auch mit etwas Honig süßen.

Entwässernde Lebensmittel gegen Wassereinlagerungen

Auch die Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Entwässerung. Zum Beispiel wird häufig empfohlen, Salz in der Ernährung zu reduzieren, wenn du den Körper entwässern willst. Es gibt aber auch einige Lebensmittel, die entwässernd wirken. Diese Tipps helfen dir, wenn du den Körper entwässern willst:

  • Zu den entwässernden Lebensmitteln gehört vor allem Obst und Gemüse. Diese Sorten sind besonders geeignet: Spargel, Artischocken, Kürbis, Möhren, Ananas, Beeren, Sellerie und Sauerkraut. Baue diese Lebensmittel zur Entwässerung vermehrt in deinen Speiseplan ein!
  • Achte auf Lebensmittel, die viel Kalium und Magnesium enthalten! Das sind zum Beispiel Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte (vor allem Bohnen und Sojabohnen) sowie Bananen und Aprikosen.
  • Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil ist ebenfalls hilfreich, wenn du den Körper entwässern willst. Dazu gehören zum Beispiel Melone, Gurke, Tomaten oder Zucchini.
  • Auch Naturreis und Kartoffeln gehören zu den entwässernden Lebensmitteln.
  • Verzichte dagegen auf Alkohol und salzige Snacks! Auch ein Übermaß an Zucker oder Kaffee kann die Entwässerung stören. 
Nüsse und Samen zum Entwässern

Warum trinken, wenn man entwässern will?

Vielleicht klingt es für dich erst einmal unlogisch, aber du solltest deine Trinkmenge nicht reduzieren, wenn du Wasser im Körper hast. Das Problem ist in den meisten Fällen nicht zu viel Flüssigkeit, sondern zu hoher Druck in den Venen oder ein anderer Auslöser. Wenn du jetzt weniger trinkst, versucht der Körper, noch mehr Wasser zu speichern und deine Wassereinlagerungen verstärken sich womöglich noch. Achte deshalb weiterhin darauf, ausreichend zu trinken, sofern dir dein Arzt nichts anderes empfohlen hat! Dann baust du die Gewebeflüssigkeit schneller wieder ab.

Weitere Möglichkeiten, um überschüssiges Wasser loszuwerden

Neben Tees und entwässernden Lebensmittel gibt es noch weitere Möglichkeiten gegen das Wasser im Gewebe:

  • Wenn deine Beine sich schwer und müde anfühlen, solltest du sie hochlegen. Das Wasser kann dann viel leichter abgebaut werden. Über Nacht kannst du ein Venenkissen verwenden, das die Beine etwas höher lagert und dadurch die Entwässerung unterstützt.
  • Auf Dauer hilft ausreichende Bewegung. Durch die Muskelbewegung wird die Flüssigkeit leichter abtransportiert. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der "Muskelpumpe". Besonders effektiv zur Entwässerung sind Ausdauersportarten, zum Beispiel Schwimmen, Radfahren oder Joggen.
  • Gestalte deine Pausen aktiv, wenn du viel sitzen musst! Stehe zum Beispiel zwischendurch auf und mache ein paar kurze Übungen für die Beine. Dann lagert sich gar nicht so viel Wasser ein.
  • Wenn du zu Ödemen neigst, solltest du auf Saunagänge und lange heiße Bäder lieber verzichten.
  • Massagen und Lymphdrainagen helfen dem Körper, die Wassereinlagerungen schneller abzubauen. Du kannst auch selbst mit einer Faszienrolle arbeiten, um einen sanften Effekt zu erzielen.
  • Auch Wechselduschen an den entsprechenden Körperstellen können beim Entwässern unterstützen.
  • Dein Stressmanagement kann dazu beitragen, überflüssiges Wasser schnell wieder loszuwerden. Bei Stress wird nämlich das Hormon Cortisol vermehrt ausgestoßen. Dieses wirkt sich direkt auf die Regulierung des Wasserhaushalts aus. Wenn du also Stress reduzierst und außerdem noch ausreichend schläfst, hilfst du deinem Körper zu einem gesunden Wasserhaushalt ohne Einlagerungen.
Frau beim Joggen

Woher kommen Wassereinlagerungen?

Überschüssiges Wasser im Gewebe macht sich durch Schwellungen, Schweregefühle und Spannungsgefühle an der Haut bemerkbar. Besonders häufig sind Wassereinlagerungen an den Beinen und Füßen, aber sie kommen auch am Bauch und Po sowie an den Oberarmen vor. Doch was ist eigentlich die Ursache für die Flüssigkeit im Gewebe? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Frauen kennen Wassereinlagerungen unter anderem aus der Zeit ihrer Periode. Nach wenigen Tagen ist der Spuk dann schon wieder vorbei.
  • Auch in der Schwangerschaft sind Ödeme häufig.
  • Beim langen Stehen oder Sitzen kann sich ebenfalls Flüssigkeit ins Gewebe ausbreiten. Vor allem bei Hitze kennen viele Menschen schwere und dicke Beine als Problem.
  • Auch bestimmte Erkrankungen können zu Ödemen führen. Dazu gehören zum Beispiel Herz- und Nierenkrankheiten.
  • Außerdem können Wassereinlagerungen auch Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten sein. Dazu gehören zum Beispiel Schmerzmittel, Antidepressiva oder Kortison.

In den meisten Fällen ist die Einlagerung von Wasser im Körper also völlig harmlos und lässt sich mit Hausmitteln gut in den Griff bekommen. Du solltest jedoch zum Arzt gehen, wenn weitere Beschwerden (zum Beispiel Fieber, Schlappheit, Rötungen oder Entzündungen) auftreten oder die Ödeme sich plötzlich deutlich verschlimmern. 

Falls eine Krankheit zugrunde liegt, sollte diese natürlich möglichst gut behandelt werden, um die Bildung von Ödemen zu verringern. Frage in diesem Fall deinen Arzt um Rat und lass dir von ihm empfehlen, was du tun sollst! Möglicherweise bekommst du entwässernde Medikamente verschrieben, sogenannte Diuretika. In anderen Fällen empfiehlt er dir vielleicht Kompressionsstrümpfe. Möglicherweise verschwinden die Ödeme auch einfach, wenn die zugrunde liegende Erkrankung gut behandelt wird.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.