Trockene Atemwege durch trockene Luft – Immunsystem mehr gefordert denn je

Sobald es kühler wird, kratzt der Hals, Nase und Mund sind trocken. Schuld daran ist laut Ayurveda grundsätzlich die Vata-Jahreszeit, die Schleimhäute und Co. austrocknet und so Bakterien und Viren Tür und Tor öffnet. Trockene Schleimhäute sind die Ursache Nummer 1 für Erkältungen und Atemwegserkrankungen. Doch wie beugt man am besten vor und was hilft, wenn Nasenschleimhaut und Co schon betroffen sind? Hier gibt es die Antworten.

Eine Frau hat Halsschmerzen durch trockene Atemwege

Trockene Atemwege – Warum ist Heizungsluft so schlecht für Nase, Hals und Co?

Wenn es draußen kalt wird, beginnt die Gefahr für Halsschmerzen und Erkältungskrankheiten. Laut Ayurveda-Lehre hat mit dem Herbst die Vata-Jahreszeit begonnen. „Zu diesem Dosha gehören die Qualitäten kalt, rau und trocken“, erklärt Ayurveda-Mediziner Dr. Wolfgang Schachinger. Das führt grundsätzlich zu mehr Trockenheit an allen Schleimhäuten ebenso wie an Haut und Haaren.

Die trockene Heizungsluft verstärkt diesen Effekt auf die Nasenschleimhaut und die Schleimhäute der oberen und unteren Atemwege. Langes Sprechen in warmen, trockenen und womöglich staubigen Räumen kann außerdem zu einem trockenen Mund führen. Es wird im Mund nicht genug Speichel gebildet. Das führt zu Reizungen der Schleimhäute, zu Heiserkeit und Husten. Durch die trockenen Schleimhäute von Nase, Mund und Co haben aber auch Bakterien und Viren leichtes Spiel. Es kann zu Infektionen von Hals, Rachen, aber auch der Lunge kommen. Erstes Anzeichen für so eine Erkältungskrankheit kann eine trockene Nase sein.

Welche Ursachen für eine trockene Nase gibt es?

Eine trockene Nase tritt meist im Winter auf. Aber auch im Sommer kann die Nasenschleimhaut austrockenen, wenn du dich viel in Räumlichkeiten mit Klimaanlagen aufhältst. Die Ursachen für eine trockene Nase sind:

  • Heizungsluft und Klimaanlagen: Trockene Luft beeinträchtigt deine Nase am meisten. Durch die fehlende Feuchtigkeit in der Luft trockenen die Nasenschleimhäute aus und können so anfällig für Reizungen und Entzündungen sein.
  • Ständiges Naseputzen: Wer bei Schnupfen oder Allergien dauernd zum Taschentuch greift, fördert die Trockenheit der Nase. Außerdem kann häufiges Schnäuzen leicht zu Nasenbluten führen.
  • Umwelt: Staub und Abgase können die Nasenschleimhaut reizen.
  • Alter: Im Alter werden die Schleimhäute ebenfalls trockener.
  • Nasenspray: Wer häufig abschwellende Nasensprays benutzt, erhöht das Risiko für eine trockene Nasenschleimhaut.
  • Medikamente: Psychopharmaka etwa können ebenfalls Ursache für eine trockene Nase oder trockene Schleimhäute allgemein sein.

Eine trockene Nasenschleimhaut kann die einströmende Luft nicht mehr befeuchten. Dadurch entstehen Borken aus dem Nasensekret. Juckreiz, leichtes Brennen aber auch eine wunde Nase oder vermehrtes Nasenbluten können daraus entstehen. Leidet die Nase unter Trockenheit, kann es schnell zum Eintritt von Viren und Bakterien durch die Nasenschleimhaut kommen. Wenn dann, etwa durch langes Sprechen, auch noch im Mund nicht genug Speichel gebildet wird, kommt es leicht zu Problemen mit Husten, Heiserkeit und Atemwegserkrankungen. Egal wodurch eine trockene Nase ausgelöst wird, du solltest deine Nase und deine Atemwege möglichst oft befeuchten.

Patienten mit Asthma oder COPD bekommen in den kühleren Jahreszeiten ebenfalls mehr Probleme mit den Atemwegen.

Eine Frau putzt ihre Nase, daneben viele schmutzige Taschentücher

Wie kann ich trockenen Schleimhäuten vorbeugen?

Eine trockene Nase und trockene Schleimhäute kann man auf verschiedenste Arten wieder befeuchten. Eine der wichtigsten Maßnahmen gegen die Symptome trockener Schleimhäute ist, viel zu trinken. Das hält deine Schleimhäute von innen her feucht.

  • Einer trockenen Nase beugt man am besten mit pflegenden Nasensprays oder Spülungen für die Nase vor. Sie sorgen für Feuchtigkeit und schützen die Nasenschleimhaut vor dem Austrocknen. Diese solltest du aber niemals mit abschwellenden Nasensprays verwechseln. Sie trocknen die Schleimhaut aus und sind oft die Ursache für eine trockene Nase.
  • Regelmäßiges Inhalieren mit etwas Steinsalz oder Meersalz schützt Hals, Rachen und Lungen vor der Austrocknung. Zusätzlich helfen ätherische Öle, wie das MA634 Ayurvedisches Kräuteröl mit Minze, das neben Minze auch Auszüge ätherischer Öle wie Kampfer, Eukalyptus, Nelke, Fenchel, Zimt und Wildsellerie enthält. Bei Bronchitis kann dies die Symptome lindern. Festsitzender Schleim kann durch das Inhalieren besser abgehustet werden.
  • In den Heizperioden stelle am besten immer eine Schale mit Wasser auf die Heizung. Das Wasser verdunstet und bewahrt die Luft vor dem Austrocknen. Trocknest du die Wäsche im Zimmer oder legst du ein nasses Handtuch auf die Heizung, hat das einen ähnlichen Effekt.
  • Zimmerpflanzen, besonders Hydrokulturen, helfen, die Atemluft vor Trockenheit zu schützen.
  • Es gibt außerdem elektrische Luftbefeuchter. Wichtig dabei ist, dass diese einen Filter für Bakterien besitzen.
  • Neben reichlich Flüssigkeitszufuhr sind äußerliche Ölanwendungen z. B. mit dem Vata Massageöl sehr hilfreich bei trockener Haut. Das MP16 Nasaya-Öl, an den Naseneingang gegeben, hilft, ein Austrocknen der Nase und der Nasennebenhöhlen zu verhindern.   
Frau beim Inhalieren

Wie kann Ayurveda bei trockener Nasenschleimhaut oder Reizungen und Entzündungen helfen?

Man kann nicht nur vorbeugend etwas gegen die trockenen Atemwege tun. Abwarten und Tee trinken mag bei leichten Erkältungen helfen. Werden die Symptome aber heftiger, braucht der Körper mehr Unterstützung. Die Ayurveda-Medizin kennt wirksame Mittel, die helfen, Schnupfen, Entzündungen der Schleimhäute und der Atemwege einzudämmen.

In der Ayurveda-Lehre sind sämtliche Kräfte des Universums in die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha unterteilt. Diese Doshas durchziehen alles im Universum, auch jeden Menschen. Die Doshas müssen in Balance gehalten werden. Die Ayurveda-Medizin geht davon aus, dass Krankheit nur aus einem Ungleichgewicht dieser Doshas entsteht. Mit Hilfe von Kräutern, Kuren, aber auch Bewegung wie Yoga lassen sich diese Doshas in Balance halten.

Speziell auf Erkältungen der oberen und unteren Atemwege ist beispielsweise der Prana Sirup abgestimmt. Im Ayurveda wird die Atemenergie als Prana bezeichnet. Der Prana Sirup etwa kann bei Halskratzen, Reizhusten und Verschleimung helfen. Der Sirup enthält besonders viele wertvolle Kräuter wie Süßholz, Ingwer Breitkrautiges Basilikum, Ceylon-Zimt, Langer Pfeffer und vieles mehr, die helfen, den ungehinderten Fluss von Prana und damit die Atemenergie zu unterstützen. Es wirkt Vata-ausgleichend und Kapha-ausgleichend.

Die Hauptkomponente der Kräutertabletten Prana-Rasayana ist Tulsi (Ocimum santum, Heiliges Basilikum), das laut Ayurveda heiße und scharfe Eigenschaften hat. Das reduziert Kapha und Vata, löst Schleim und stärkt so die Atemwege. Aber auch das darin enthaltene Bambus-Manna besitzt wohltuende Wirkung auf die Atemwege.

Mit diesen Mitteln, die übrigens vom renommierten Ayurveda-Arzt Dr. Wolfgang Schachinger und seinem Maharishi Ayurveda Shop stammen, kannst du Husten, Heiserkeit und Atemwegserkrankungen auf völlig natürlichem Weg ein Schnippchen schlagen. 

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.

Der Experte dahinter
Ayurvedaarzt Dr. Wolfgang Schachinger

Schachinger Wolfgang, Dr.

Mit Achtsamkeit die Gesundheit stärken lautet die Devise von Dr. med. Wolfgang Schachinger, Arzt für Allgemein- und Ayurvedamedizin sowie Leiter im „Haus der Gesundheit“ in Ried im Innkreis.