Gesundes Raumklima für mehr Wohlbefinden – so lebt es sich richtig gut

Der Lebensmittelpunkt des modernen Menschen liegt in den Innenräumen. Licht und Wärme erlauben uns flexible Arbeitszeiten und schützen vor Lärm und anderen Umwelteinflüssen. Wohnräume können durch ein falsches Raumklima aber selbst auch zum Problem werden. Ein ideales und gesundes Raumklima unterstützt Leistungsfähigkeit und Konzentration und kann die Gesundheit langfristig unterstützen. Wir verraten, worauf Du bei einem guten Raumklima achten solltest.

Eine Frau arbeitet in einem gesunden Raumklima

Welche Faktoren können ein gesundes Raumklima stören?

Ein gutes Raumklima wird vor allem durch die Feuchtigkeit der Luft und die Temperatur bestimmt, aber natürlich durch die Zusammensetzung der Luft. In Innenräumen kann dieses Raumklima durch verschiedenste Faktoren gestört werden. Nicht nur mangelhaftes oder falsches Lüften, sondern auch Einflüsse des täglichen Lebens können hier schlechten Einfluss nehmen. Manche davon, wie zum Beispiel Rauch, Wasserdampf oder Speisegerüche, nehmen wir schneller wahr, Toxine oder Feinstaub hingegen machen sich oft erst durch Probleme wie Müdigkeit, Unkonzentriertheit, schlechten Schlaf oder sogar chronische Beschwerden bemerkbar.

Eine Frau hat Kopfschmerzen wegen schlechtem Raumklima

Wie können Baubiologen zu einem Wohlfühlklima beitragen?

Durch die Beratung von Baubiologen können die Grundlagen für umweltfreundliche und schadstofffreie Räume sowie eine gesunde Umgebung für die Bewohner geschaffen werden. Dabei geht es nicht nur um das Vermeiden von zu hohem Energieverlust und hohen Heiz- oder Kühlkosten. Sie beschäftigen sich auch mit störenden Erdschwingungen, die den Organismus beeinträchtigen können und mit dem freien Auge nicht erkennbar sind. Ein Baubiologe versucht dabei, Störfaktoren zu erkennen, auszuschalten bzw. im Vorfeld zu vermeiden.

Ein ganzheitlicher Ansatz ist dabei von großer Bedeutung. Gesunde Raumluft ohne Schadstoffe oder Störfaktoren kann Krankheiten schon im Vorfeld vermeiden. Durch das Abfragen von bestimmten Beschwerden wie Gereiztheit, Schlafproblemen, grundlos schlechter Laune oder Kopfschmerzen, können sie unterschiedlichen Störungen auf die Spur kommen. 

Gesund wohnen und arbeiten: Was ist wichtig für ein ideales Raumklima?

Für einen angenehmen Lebens- oder Arbeitsraum sind folgende Faktoren wichtig:

  • Temperatur.
  • Feuchtigkeit. Zu hohe Luftfeuchtigkeit oder trockene Raumluft können die Gesundheit belasten. 
  • Luftqualität. 
  • Licht.
  • Schallpegel.

Schlechtes Raumklima kann sich in einem unangenehmen Gefühl bemerkbar machen. Optimales und gesundes Raumklima, in dem Luftfeuchtigkeit, die Qualität der Raumluft und Temperatur passen, fühlt sich einfach gut an.

Schlafende Frau in gutem Raumklima

Welchen Einfluss hat die Luftfeuchtigkeit auf das Raumklima?

Damit unser Raumklima in unseren Schlaf-, Wohn- und Aktivräumen nicht nur für Wohlfühlmomente sorgt, sondern auch einen Beitrag zur Gesundheit leistet, können schon einfache Mittel wie Hygrometer helfen. Sie messen die Luftfeuchtigkeit und geben so Auskunft darüber, wann es Zeit ist, die „schlechte“ gegen „gute“ Luft auszutauschen. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt in Innenräumen bei ungefähr 40 bis 60 Prozent relativer Feuchtigkeit.

Ist die Luftfeuchte in einem Raum dauerhaft zu niedrig, können Infektionskrankheiten, tränende Augen, Atemprobleme und gereizte Schleimhäute die Folgen sein. Ist der Feuchtigkeitsgehalt hingegen zu hoch, kann es zur Schimmelbildung kommen, die wiederum Allergien und Atemwegserkrankungen verursachen kann. 

Eine Frau gießt Zimmerpflanzen für ein gesundes Raumklima

Welche Temperatur ist für welchen Raum geeignet?

Um das optimale Raumklima erreichen zu können, spielt die Raumtemperatur eine wichtige Rolle. Die Temperatur solltest du in jedem Raum nach seiner Verwendung regeln.

  • Optimal Schlafen: Für ungestörten und erholsamen Schlaf wird eine Raumtemperatur von 17° bis 20° Grad Celsius empfohlen.
  • Arbeiten: Bei sitzenden Tätigkeiten kann es etwas wärmer werden. Im Büro oder am Arbeitsplatz ist je nach Tätigkeit und Größe der Räume eine Temperatur von 20° bis 22° Grad Celsius ideal. Je mehr Personen in einem Raum arbeiten, desto weniger Heizung braucht es, da Menschen viel Wärme abstrahlen. Sie verbrauchen aber auch mehr Sauerstoff. Deswegen ist regelmäßiges Lüften hier umso wichtiger. Heizung, Klimaanlage oder elektrische Geräte sorgen schnell für trockene Luft, die die Schleimhäute und Atemwege reizt. 
  • Erholung und Pflege: Im Badezimmer und Wohnzimmer darf es mit 20° bis 23° Grad noch wärmer sein. Im Bad erhöht sich durch Duschen oder Baden die Luftfeuchtigkeit schneller. Daher ist besonders hier auf richtiges Lüften zu achten.
Ein Hygrometer zeigt die Luftfeuchtigkeit für das Raumklima an

Raumklima und Wetter: Wohlfühlen zu jeder Jahreszeit

Die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur werden von der jeweiligen Jahreszeit beeinflusst. Die Gegebenheiten im Inneren aber auch im Außenbereich wirken sich auf das Raumklima und die Raumluft stark aus. Im Sommer vertragen wir Wärme einfach besser, im Winter kann trockene Luft durch Heizung für zusätzliche Probleme sorgen. 

Schnelle Mittel und einfache Maßnahmen für ein besseres Raumklima sind:

  • hochwertige und gut gewartete Luftbefeuchter
  • regelmäßiges Lüften und das Vermeiden von Zugluft
  • ein Hygrometer, das die relative Luftfeuchtigkeit messen kann
  • Zimmerpflanzen, die für eine gesunde Raumluft und ein angenehmes Raumklima sorgen. Bestimmte Pflanzen (Kaktee, Aloe Vera, Pfeilwurz) können die Luft mit Feuchtigkeit anreichern und sollen sogar Störungen wie Elektrosmog abschwächen.
  • gute Wärmedämmung
  • hochwertige und umweltverträgliche Materialien bei Möbeln, Textilien und Farben, zum Beispiel der Einsatz von natürlichen Materialien wie Holz (Zirbenholz im Schlafzimmer verbessert das Raumklima und die Gesundheit).
  • gut verlegte elektrische Leitungen und Putz

Prinzipiell gilt: Je weniger geheizt oder gekühlt werden muss, desto besser für das Raumklima, die Umwelt und die Bewohner. Geschickt geschlossene oder abgedunkelte Fenster im Sommer schützen vor höheren Temperaturen und vermeiden Klimageräte. Im Winter kann intelligentes Heizen und Lüften Geld und Energie sparen.