Was hilft gegen Husten? Anwendungen, bewährte Mittel und Hausmittel

Husten ist nicht nur lästig, sondern kann auch ein Vorzeichen für eine Erkrankung sein. Wer früh genug auf Homöopathika, Naturheilmittel oder Hausmittel setzt, kann oft Schlimmeres verhindern. Wir erklären Ursachen von Husten, Kehlkopfentzündungen und Bronchitis und zeigen wirksame Mittel dagegen auf.

Frau mit Husten

Welche Hausmittel helfen gegen Husten, Laryngitis oder Bronchitis?

Ein quälender Husten oder gar Hustenanfälle sind nicht nur lästig, sondern können mitunter auch gefährlich sein. Ein Husten kann auch ganz schön auf das eigene Gemüt drücken, vor allem dann, wenn er dir nachts den Schlaf raubt. Husten wird verursacht durch eine heftige Ausatmung, die zuerst gegen die geschlossene und dann plötzlich geöffnete Stimmritze drückt. Dabei kann sich der ausgestoßene Atem bis zu einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde bewegen.

Für die Dauer der Erkrankung sollten die Patienten ihren Hals am besten mit einem Schal schützen und ihre Stimme schonen. Zusätzlich können bewährte Hausmittel Linderung verschaffen:

  • Ein gutes Hausmittel während einer akuten Phase von Husten, Laryngitis oder Bronchitis sind Wickel mit Quark oder Zitrone. Dazu eine einen Zentimeter dicke Schicht Quark auf ein Handtuch streichen und um den Hals wickeln. Zusätzlich sollte noch ein warmer Schal darum gewickelt werden, damit der Hals nicht auskühlt.
  • Auch ein Salzwasserwickel um den Hals kann in diesem Fall helfen. Wichtig dabei: Immer ein trockenes Tuch oder einen warmen Schal darüber geben! Den Wickel sollte man etwa eine Stunde oben lassen. Wer die Wirkung noch beschleunigen oder verbessern möchte, kann eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen darüberlegen.
  • Auch Prießnitz-Wickel haben sich bei Laryngitis bewährt. Dazu taucht man ein Geschirrtuch in kaltes Wasser, wickelt es straff um den Kehlkopf und umhüllt es mit einem trockenen Leinentuch. Darüber kommt dann noch ein Wollschal. Der Prießnitz-Wickel wirkt in der Region, wo er angewendet wird, stark stoffwechselanregend.

Vorsicht: Wenn bereits ein Frösteln verspürt wird, sollte man von Wickeln Abstand nehmen! Im Zweifel frage bitte immer einen Therapeuten oder Arzt um Rat!

Eine Frau hat am Hals einen Wickel gegen Husten
  • Ergänzend dazu haben sich ansteigende Fußbäder, am besten vor dem Schlafengehen, bewährt. Dazu tauchst du beide Beine in eine Fußbadewanne mit ca. 33 Grad Celsius. Durch zulaufendes heißes Wasser wird das Fußbad dann innerhalb von 20 Minuten erwärmt. Anschließend solltest du deine Füße gut abtrocknen. Ab ins Bett und Füße hochlegen.
  • Auch Vollbäder mit entsäuernden Badezusätzen können bei Husten und Atemwegserkrankungen helfen. Vorsicht aber bei Fieber und Schwäche! Dann solltest du warme Vollbäder unbedingt vermeiden.
Eine Frau macht ein Fußbad gegen Husten

Welches Homöopathikum hilft gegen Husten und Atemwegserkrankungen?

Wer an Kehlkopfentzündung, Husten und Bronchitis leidet, sollte unbedingt den Arzt aufsuchen. Bei einem Glottisödem, Pseudokrupp oder ähnlichem ist sogar eine Einweisung in eine Klinik notwendig.

Zusätzlich kannst du deinen Arzt oder Homöopathen auch nach einem Komplexhomöopathikum fragen. Solche Mittel wirken nach dem Simile-Prinzip breitbandig und können das Beschwerdebild sehr gut erfassen. Oft kommt eine Kehlkopfentzündung auch in Begleitung eines grippalen Infekts. Dann kann eine wirksame Naturarznei helfen, die aus mehreren Einzelhomöopathika besteht:

  • Atropa belladonna wird in der Homöopathie oft bei hochfieberhaften Entzündungen eingesetzt. Dazu gehören auch Entzündungen der Atemwege mit kitzelndem, kurzem, trockenem Husten, der sich besonders nachts verschlimmert. Auch bei schmerzendem Kehlkopf, entzündetem Rachen und bei ständigem Schluckreiz kann ein Homöopathikum mit diesem Inhaltsstoff helfen.
  • Cephaelis ipecacuanha wird vor allem bei Keuchhusten, Bronchitis und Bronchialasthma angewendet. In der Fachliteratur wendet man dieses Mittel auch bei Schnupfen, Atembeklemmung, Krampfhusten oder Keuchhusten mit groben, kochenden Rasselgeräuschen an.
  • Cuprum aceticum: Dieses alte Mittel wird in der anthroposophischen Medizin als Erkältungsmittel eingesetzt. Auch bei Bronchialleiden mit Krampfneigung wie Asthma, Keuchhusten oder heftigem, spastischen Husten oder Atemnot wird dieses Mittel gerne verschrieben.
  • Drosera: Bei krampfartigem, trockenem und quälendem Husten wird Drosera (Sonnentau) ebenso eingesetzt als bei Heiserkeit, einer tiefen heiseren Stimme oder Fließschnupfen.

So ein Komplexhomöopathikum sollte beim Auftreten erster Erkältungs-Symptome eingenommen werden. Da es in flüssiger Form erhältlich ist, kannst du 5 bis 10 Tropfen alle halbe bis ganze Stunden bis zu 12 Mal täglich einnehmen. Ab dem dritten Tag reichen 10 Tropfen in Wasser aufgelöst drei Mal am Tag.

Welche Mittel und Maßnahmen helfen noch gegen Husten?

Neben Naturarzneien, homöopatischen Mitteln und Hausmitteln können auch einfache Maßnahmen helfen, Husten zu vermeiden bzw. zu lindern:

  • Wasser und Kräutertees: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Wasser und Kräutertees kann helfen, den Schleim zu verflüssigen. Besonders mit Thymian können hier durch die schleimlösende Wirkung sehr gute Ergebnisse erzielt werden.
  • Hustentees: Die Phytotherapie kennt zudem noch weitere Mittel, die sich als Zutaten in Hustentees bewähren: Eibisch, Malve, Süßholzwurzel und Spitzwegerich sind nur einige davon.
  • Achte auf gute Raumluft! Zu trockene Raumluft kann ein Austrocknen der Schleimhäute begünstigen. Ihre Schutzfunktion für den Körper ist dadurch beeinträchtigt und Krankheitserreger haben leichteres Spiel. Luftbefeuchter sowie regelmäßiges Lüften können zu einer optimalen Luftfeuchtigkeit beitragen.
  • Inhalation mit ätherischen Ölen: Für das Inhalieren mit ätherischen Ölen eignet sich ebenso Thymianöl. Vorsicht: Bei Asthmatikern oder bei Keuchhusten sollte diese Methode nicht angewendet werden. Auch bei Kindern sollte man vorsichtig sein.
  • Heusäcke: Bei chronischer Bronchitis werden gerne Heublumenpackungen angewendet.

Hilfreiche Informationen und Anwendungsmöglichkeiten bietet auch Elvira Bierbach in ihrem Buch "Naturheilpraxis heute".

Worauf sollte man bei Husten verzichten?

Wer an einer Kehlkopfentzündung oder Bronchitis mit Husten leidet, sollte auf jeden Fall auf seine Ernährung achten. Histamin könnte ein Auslöser für Entzündungen der Atemwege sein. Deshalb solltest du am besten eine Zeit lang auf Käse, Rotwein, Wurst, Tomaten und Zitrusfrüchte verzichten. Auch vom Verzehr von Milchprodukten wird wegen einer möglichen Verschleimung der Atemwege in dieser Zeit häufig abgeraten. Raucher sollten während einer Laryngitis oder Bronchitis unbedingt auf Zigaretten verzichten.

Was sind mögliche Ursachen für Husten, Heiserkeit und Bronchitis?

Husten und Heiserkeit bis zum Stimmverlust sind begleitend zu einer Bronchitis oder einem Schnupfen die häufigsten Erkältungssymptome. Sie treten meist im Winterhalbjahr oder auch im Frühling auf, wobei Husten, Heiserkeit oder eine Bronchitis oft auch andere Ursachen als das Wetter haben können:

  • Schlecht belüftete, zu trockene Innenräume,
  • allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel,
  • Umweltbelastungen (z. B. Einatmung von Ozon, Lösungsmitteln, Schwefeldioxid,...)
  • äußere krankmachende Faktoren (Wind, Kälte,...)

Obwohl sie von Viren und Bakterien ausgelöst werden, begünstigen Rauchen, schlechte Ernährung oder Schadstoffbelastungen in den eigenen vier Wänden eine Laryngitis oder Bronchitis. Husten ist meist ein Ergebnis vieler verschiedener Faktoren. Daher sollte man auch darauf Acht geben, sich entsprechend der Temperaturen und Gegebenheiten zu kleiden und kalte Zugluft zu vermeiden. Ebenso spielt das Immunsystem eine tragende Rolle. Wer über starke Abwehrkräfte verfügt, hat auch bessere Chancen, Atemwegserkrankungen zu vermeiden.

Welche psychischen Ursachen für Husten gibt es?

Übrigens ist der Husten ein lebensnotwendiger Schutzmechanismus für den Körper. Bei einer Erkältungskrankheit sollte das Sekret ausgehustet werden. Bei einer akuten Bronchitis, Asthma oder einem chronischen Husten, der zum Beispiel bei Rauchern häufig auftritt, oder bei Keuchhusten kann der Husten als lästig und quälend empfunden werden.

Es kann aber auch eine psychische Ebene für den Husten geben. Denn die Atemwege gehören wie der Verdauungstrakt zur inneren Oberfläche des Körpers. Chronischer Husten oder chronische Bronchitis kann deshalb auch auf einen Konflikt zwischen dem „inneren“ und „äußeren“ Selbst bedeuten. Wenn man sich beispielsweise selbst zu einer Sache nicht „äußern“ kann oder will, ändert sich stattdessen die Atemwegserkrankung. Ein Komplexhomöopathikum kann diesen Prozess beispielsweise sehr gut unterstützen. Wer anderen also nicht nur im übertragenen Sinn in der Beziehung „etwas hustet“, kann sich von solchen Erkrankungen unter Umständen selbst befreien.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.