Tinnitus – Stressbedingte Ohrgeräusche in den Griff bekommen

Ohrgeräusche kennt wohl jeder. Bei den meisten geht so ein Tinnitus schnell wieder weg. Wenn das Rauschen, Pfeifen und Zischen aber zum Dauerbegleiter wird, leidet die Psyche. Abseits von körperlichen Ursachen ist Tinnitus oft stressbedingt. Mit Gehörtraining und Entspannungsübungen lassen sich die lästigen Ohrgeräusche in den Griff bekommen.

Was ist ein Tinnitus?

Tinnitus nennt man ein Ohrgeräusch, das viele Menschen als Summen, Pfeifen, Rattern, Klingeln oder Rauschen beschreiben. Sie kehren in bestimmten Abständen wieder oder halten die ganze Zeit über an. Ein direkter Auslöser existiert in den meisten Fällen nicht. Das Ohrgeräusch entsteht ohne unmittelbare Schallquelle.

Wie ein Tinnitus entsteht, darüber scheiden sich die Geister. Beim normalen Hören wirken Ohr und Gehirn in komplexer Weise zusammen. Einfach erklärt: Ankommende Schallwellen treffen über den Gehörgang auf das Trommelfell. Von dort wandert der Schall über das Mittelohr zum Innenohr. Im Hörorgan, der Schnecke (Chochlea) wandeln Sinneszellen die physikalischen Reize in elektrische Impulse um, die dann über den Hörnerv zum Gehirn gelangen. Verschiedene Hirnareale müssen dann beim „Entschlüsseln“ der Botschaft zusammenarbeiten, damit die Nachricht verstanden wird.

Frau hält sich die Ohren wegen Ohrengeräuschen zu

Wie entsteht ein Tinnitus?

Minimale Störungen in diesem System können bereits große Auswirkungen auf das Hören haben. So können Hörschäden beispielsweise durch eine Überaktivität bestimmter Hirnregionen entstehen, um die Verminderung des Hörens auszugleichen. Diese Überaktivität kann auch dann bestehen bleiben, wenn der Hörschaden nicht mehr besteht.
Nerven- und Sinneszellen werden aber auch ohne ersichtlichen Grund aktiv und können uns sozusagen Geräusche „vorgaukeln“. Ein Hörschaden ist in solchen Fällen oft gar nicht feststellbar. Diese Ohrgeräusche werden als subjektiver Tinnitus beschrieben und sind meist stressbedingt.

Welche Ursachen können die Ohrgeräusche haben?

Ob Straßenlärm, Kindergeschrei oder zu laute Nachbarn – jeden von uns stören solche Dinge auf unterschiedliche Weise. Die Psyche spielt beim Hören eine große Rolle. Jede Botschaft wird unter anderem auch in unserem „Gefühlszentrum“ verarbeitet. Unser eigenes Befinden steuert also, wie intensiv wir Geräusche empfinden. Beinahe ein Drittel der Menschen, die an chronischem Tinnitus leiden, berichtet von Stress. Ob körperlich oder seelisch macht in diesem Fall keinen Unterschied.

„Wir beobachten in unseren Seminaren, dass früher mehr ältere Menschen in unseren Kursen waren. Heute kommen immer mehr junge Personen mit Tinnitus zu uns“, erklären die Autoren und Experten für Gehörtrainings Tatyana und Georgi Jerkov. Die beiden bieten solchen Menschen Gehörtraining-Seminare mit ganzheitlichen Maßnahmen an: Entspannungstechniken, gezielten Körperübungen, Emotionsregulation und Selbstmassagen. Denn schuld am Tinnitus ist oft der Leistungsdruck, unter dem immer mehr Menschen stehen. In den Gehörtrainings von Tatyana und Georgi Jerkov geht es neben dem richtigen Hören auch um Stressmanagement. „Liegen keine Hörschäden vor, ist der Tinnitus oft ein Symptom des Körpers, um zu zeigen, dass er mit dem täglichen Stresslevel nicht zurechtkommt“, erklärt Tatyana Jerkov. Neben Stress, Angst und Ärger kann auch die permanente Konzentration auf das Ohrgeräusch den Tinnitus wieder „herbeiführen“.

Chronische Verspannungen im Hals- und Kieferbereich können einen Tinnitus bedingen“, weiß Tatyana Jerkov aus Erfahrung. Auch Durchblutungsstörungen und Verletzungen durch Entzündungsprozesse im Mittel- und Innenohr haben manchmal Ohrgeräusche zur Folge. „Man muss die Ursache kennen, damit man den Tinnitus ganzheitlich behandeln kann“, so Jerkov. Dafür ist ein Gang zum Facharzt und Spezialisten im Vorfeld unbedingt notwendig.

„Eine weitere Ursache für einen Tinnitus kann ein Hörsturz sein, der in vielen Fällen als Folge von Dauerstress auftritt. „In 70 % der Fälle bleibt nach einem Hörsturz der Tinnitus als Begleiterscheinung bestehen“, so Tatyana Jerkov.

Eine Frau ohne Stress sitzt auf der Couch und hält die Ohren

Kann ein Tinnitus zu Schwerhörigkeit führen?

Viele Menschen haben Angst, dass ein Tinnitus unweigerlich zu vermindertem Hörvermögen führt. „Das ist aber nicht der Fall“, beruhigt Jerkov. „Schwerhörigkeit kann zwar einen Tinnitus begünstigen, ein Tinnitus führt aber nicht zur Schwerhörigkeit.“

Die Seminare von Tatyana und Georgi Jerkov sind für Schwerhörige und Tinnitus-Geplagte geeignet. „Wir unterstützen das Hören und Verstehen mit unseren Übungen, sodass die Ohrgeräusche zunehmend leiser werden. Außerdem bieten wir körperliche Entspannungsübungen, die ebenfalls dazu beitragen, den Tinnitus auf Dauer zu überwinden.“ Tatyana Jerkov warnt aber davor, diese Übungen in absoluter Stille durchzuführen, da die Ohrgeräusche sonst die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnten. „Am besten entspannt man in so einem Fall bei Naturgeräuschen oder Musik.“ 

Frau in Meditation.

Was kann ich gegen einen Tinnitus tun?

Entschleunigung und Entspannung sind Hauptziele, um einen stressbedingten Tinnitus zu überwinden. Dazu müssen die Grundbedürfnisse des Körpers unbedingt geachtet werden. Genügend Schlaf, die richtige Balance zwischen Arbeit und Freizeit, Harmonie in der Familie und auf sich selbst achten lautet die Devise. „Perfektionismus und Multitasking sollten durch mehr Genuss- und Glücksmomente ersetzt werden. Wir empfehlen bewusst die Ruhe und die Bewegung in der Natur.“ Spazierengehen, Wandern und Fahrradfahren sind dafür am besten geeignet. Starke körperliche Betätigungen, die mit Leistungsdruck verbunden sind, sollte man auf alle Fälle vermeiden. Sie führen nur zu weiterem Stress und können die Ohrgeräusche wieder verstärken.

Eine einfache Übung für Menschen mit Tinnitus verraten Tatyana und Georgi Jerkov:

  1. Dazu den Unterkiefer etwa zehn bis fünfzehnmal nach rechts und links bewegen, dann gleich oft nach vorne und hinten.
  2. Danach den Unterkiefer genauso oft kreisförmig in die eine Richtung und in die andere Richtung bewegen.
  3. Das ist eine Entspannungsmetode, die oft zum Gähnen führt. „Auch das bewusste mehrmalige Gähnen empfehlen wir zur Entspannung und zum Druckausgleich im Ohr“, so Georgi Jerkov.  

In ihren Gehörtrainingsseminaren bieten Tatyana und Georgi Jerkov gezieltes „Anti-Tinnitus-Training“. „Gerne kann man uns auch telefonisch oder per Mail persönlich kontaktieren. Wir lassen keine Fragen unbeantwortet“, versichern Tatyana und Georgi Jerkov.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.

Der Experte dahinter
Georgi Jerkov und Tatyana Jerkova vom Institut Jerkov

Jerkov Tatyana und Georgi

„Alles liegt in unseren Händen.“ Das ist die Botschaft der ganzheitlichen Selbstheilungs-, Augentrainings- und Verjüngungsexperten Tatyana und Georgi Jerkov.



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