Vorbräunen oder Vitamin A? Die Haut auf Sonne vorbereiten

Wir lieben zarte Sonnenbräune, für die Haut ist Sonne jedoch purer Stress. Sonnenbrand, Sonnenallergie und vorzeitige Hautalterung sind mögliche Folgen. Deshalb ist es wichtig, sie langsam daran zu gewöhnen, vor allem vor einem sonnenintensiven Urlaub. Um die Haut auf die Sonne vorzubereien, kannst du zum Beispiel Beta-Carotin und Lycopin einnehmen. Und wie sieht es mit dem Vorbräunen im Solarium aus? Wir erklären dir die besten Maßnahmen, um die Haut zu schützen.

Frau am Strand will Haut auf Sonne vorbereiten

Haut auf Sonne vorbereiten reicht nicht – Trotz Vorbräunen ist Sonnenschutz wichtig!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Haut auf die Sonne vorzubereiten. Sie können die Gefahr von Sonnenbrand und Sonnenallergie reduzieren, aber sie reichen als alleiniger Schutz nicht aus. Das bedeutet: Du brauchst auch weiterhin eine gute Sonnencreme, auch wenn schon ein wenig Bräune zu sehen ist. Sonst ist das Risiko für einen Sonnenbrand sehr hoch. Dieser kann dir nicht nur den Urlaub verderben, sondern auch die Entstehung von Hautkrebs begünstigen. Achte deshalb weiterhin auf guten Sonnenschutz!

Frau mit Sonnenschutz für die Haut auf der Schulter

Wie kann ich Sonnenschäden vorbeugen mit Beta-Carotin?

Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, ist ein sehr guter Radikalfänger und kann die Haut vor Sonnenschäden schützen. Wenn du vor deinem Urlaub einige Wochen lang Beta-Carotin einnimmst, kann sogar eine leichte Bräune entstehen, die die Widerstandsfähigkeit der Haut etwas erhöht. Der Schutz ersetzt zwar keine Sonnencreme, hilft dem Körper aber, mit der ungewohnten UV-Strahlung besser umgehen zu können. 

Beta-Carotin und andere Carotinoide sind reichlich in verschiedenen Lebensmitteln enthalten, zum Beispiel in

  • Paprika,
  • Karotten,
  • Kürbissen,
  • Brokkoli oder
  • Grünkohl.

Eng verwandt mit dem Beta-Carotin ist ein anderes Mitglied aus der Familie der Carotinoide: das Lycopin. Es steckt vor allem in Tomaten und ist ebenfalls sinnvoll zur Vorbereitung der Haut auf die Sonne. Generell gilt: Um genügend Beta-Carotin aufzunehmen, solltest du möglichst bunte Lebensmittel essen. Denn Beta-Carotin steckt als Farbstoff in allen gelben oder orangefarbenen Obst- und Gemüsesorten. Auch dunkelgrünes Gemüse ist reich an Beta-Carotin.

Tipp: Damit der Körper das Beta-Carotin gut aufnehmen kann, braucht er ein wenig Fett. Ein ideales Lebensmittel für die Vorbereitung auf die Sonne ist deshalb ein bunter Salat mit hochwertigem Pflanzenöl.

Für eine noch bessere Wirkung kannst du in den Wochen vor dem Urlaub auch Beta-Carotin oder Lycopin als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Oft sind in den entsprechenden Kapseln noch weitere Vitamine oder Mineralstoffe enthalten, um die Wirkung zu verbessern. Als hilfreich zur Sonnenvorbereitung gelten zum Beispiel diese Inhaltsstoffe:

  • verschiedene Carotinoide, wie Beta-Carotin, Lycopin oder Lutein
  • Vitamin C, Vitamin A und Vitamin E als gute Radikalfänger
  • Vitamin D
  • Selen

Noch einmal der wichtige Hinweis: Die Beta-Carotine ersetzen nicht den Einsatz von Sonnencreme! Aber sie bereiten die Haut gut vor und wirken Schäden entgegen, die durch den oxidativen Stress der Sonnenstrahlen entstehen können.

Obst und Gemüse in verschiedenen Farben

Ist Vorbräunen im Solarium sinnvoll?

Viele Menschen gehen in den Wochen vor dem Sommerurlaub ins Solarium, um vorzubräunen. Wenn du das tust, um nicht kreidebleich am Strand zu sitzen, mag der Besuch im Sonnenstudio sinnvoll sein.

Sonnenschutz bietet die Bräune aus dem Solarium jedoch nicht. Der Grund: Solarien arbeiten in erster Linie mit UVA-Strahlung. Dadurch wird die Haut zwar braun, aber sie ist nicht vor den UVB-Strahlen der Sonne geschützt. (Das gilt übrigens auch für die Färbung durch Selbstbräuner. Sie mag hübsch sein, schützt die Haut aber nicht vor der Sonne.)

Zudem können häufige Besuche im Solarium sogar schädlich sein: Sie erhöhen das Risiko für Hautkrebs. Deshalb dürfen Solarien in Deutschland nicht von Kindern und Jugendlichen benutzt werden und auch erwachsene Menschen sollten gut hinterfragen, ob der Besuch auf der Sonnenbank ihnen wirklich so wichtig ist. Bräune aus dem Solarium gilt ja bei den meisten Menschen längst nicht mehr als Schönheitsideal. Die Haut freut es!

Langsame Gewöhnung an die Sonne

Um Sonnenbrand zu vermeiden und die Haut auf die Sonne vorzubereiten, ist eine langsame Gewöhnung wichtig. Das bedeutet: Setze deinen Körper im Frühling und Frühsommer erst nach und nach der Sonne aus! Sich am ersten warmen Tag gleich stundenlang im Bikini in die Sonne zu legen, ist zu viel für deine Haut. Auf diese Weise entsteht sehr schnell ein Sonnenbrand, weil dein Körper nach dem Winter noch nicht an die UV-Strahlen gewöhnt ist.

Gehe deshalb lieber für kurze Zeit in die Sonne und steigere diese Zeit nach und nach! So kann die Haut langsam einen Eigenschutz aufbauen. Wenn du diese Gewöhnung dann mit einer ausgewogenen Ernährung und der Einnahme von Beta-Carotin oder Vitamin A ergänzt, bist du optimal vorbereitet und kannst auf das Sonnenstudio locker verzichten.

Vitamin D durch Sonnenlicht

Die hohe Bedeutung von Vitamin D für die Gesundheit hat sich inzwischen herumgesprochen. Der Körper produziert es unter der Einwirkung von Sonnenlicht selbst. Dafür sind allerdings keine stundenlangen Sonnenbäder notwendig. Wenn du täglich in sommerlicher Kleidung für einige Minuten ohne Sonnencreme nach draußen gehst, reicht die Wirkung völlig aus.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.