Peeling mit Cellulose statt Mikroplastik – die moderne Alternative für Haut und Umwelt

Peelings sind eine gute Möglichkeit, um die Haut zu reinigen und zu glätten, die Zellteilung anzuregen und die Wirkstoffaufnahme zu erhöhen. Einen großen Nachteil haben jedoch viele Produkte: Sie enthalten Mikroplastik, das ein großes Problem für die Umwelt und den menschlichen Körper darstellen kann. Jetzt gibt es jedoch eine Alternative für Peelings: Cellulose.

Frau mit Peeling im Gesicht gegen Hautunreinheiten

Warum ist Cellulose in Peelings besser als Mikroplastik?

Ein Peeling funktioniert in den meisten Fällen mit kleinen Schleifkörpern. Eine Ausnahme bilden nur sogenannte chemische Peelings oder Fruchtsäurepeelings. Diese werden aber gerade im Hausgebrauch nur selten angewendet und spielen eine größere Rolle bei professionellen Behandlungen im Kosmetikstudio.

Die Peelings für zu Hause entfalten ihre Wirkung also fast ausschließlich durch Schleifkörper und diese bestehen leider häufig aus winzigen Plastikkörnchen. Dieses sogenannte Mikroplastik verursacht eine Menge Probleme:

  • Es gibt viele Wege, auf denen das Mikroplastik in die Umwelt gelangen kann: Über die Gewässer findet es seinen Weg ins Meer, denn die Kläranlage kann gar nicht alle Teilchen herausfiltern. Doch auch das herausgefilterte Mikroplastik ist nicht einfach verschwunden: Mit dem Klärschlamm kann es auf den Feldern landen.
  • Plastik ist nicht oder nur sehr schwer biologisch abbaubar. Die Plastikstückchen werden also immer kleiner, verschwinden aber nicht ganz und reichern sich im Wasser und in der Erde an.
  • Vor allem von den Meeren weiß man, dass Mikroplastik hier in großen Mengen vorhanden ist und der Tier- und Pflanzenwelt sehr schaden kann. Die winzigen Teile werden von Kleinstlebewesen gefressen und gelangen so auch in den Magen größerer Fische, Säugetiere oder Vögel.
  • Im nächsten Schritt kann dann das Mikroplastik auf unseren Tellern und schließlich in unseren Körpern landen. Welchen Schaden es dort anrichtet, ist noch gar nicht vollständig geklärt.

Deshalb ist es gut für die Umwelt und die Gesundheit, so weit wie möglich auf Plastik und Mikroplastik zu verzichten. Bei Peelings gibt es eine spannende innovative Alternative mit natürlicher Cellulose.

Wie kann Cellulose in Peelings eingesetzt werden?

Cellulose ist ein natürliches, biologisch abbaubares Material, das aus Getreide oder Holz gewonnen werden kann. Winzige Presslinge können unter anderem in Peelings eingesetzt werden. Sie befreien die Haut gründlich von abgestorbenen Hautpartikeln und lösen sich dabei nach und nach auf. Dadurch sind Peelings mit Cellulose sanfter zur Haut und natürlich zur Umwelt.

Besonders praktisch ist ein fester Stick mit Cellulose als Alternative zu einem Peeling. Bei dieser Form von Peelings sind die Cellulose-Presslinge in eine feste Gesichtsseife eingebettet. Zur Anwendung drehst du den Peelingstift einfach ein wenig aus der Hülse und befeuchtest sowohl den Stick als auch das Gesicht mit ausreichend Wasser. Nun kannst du den Stick einfach kreisförmig über die Haut im Gesicht führen.

Die Seife reinigt die Haut und die Partikel aus Zellulose sorgen für einen sanften, aber gründlichen Peelingeffekt. Außerdem versorgt der Stick deine Haut mit wertvollen Pflegestoffen wie Sheabutter, Kokosöl, Süßmandelöl mit vielen Vitaminen und Antioxidantien. Wenn du möchtest, kannst du Reste noch mit den Händen aufschäumen und weiter im Gesicht verteilen. Dann wäschst du das übrige Peeling einfach ab.

Die Cellulose löst sich spätestens im Abwasser vollständig auf und belastet so die Umwelt nicht. Mit geeigneten Inhaltsstoffen ist der Stick selbst für sehr empfindliche Haut geeignet und außerdem besonders praktisch: Nach der Anwendung spülst du ihn einfach kurz mit heißem Wasser ab, lässt ihn kurz trocken und verschließt ihn wieder.

Kann ich auch Peelings ohne Mikroplastik selbst machen?

Peelings mit Cellulose sind eine tolle Alternative zu herkömmlichen Produkten, auch weil sie sofort verfügbar und praktisch sind. Du kannst aber auch zu Hause eigene Peelings herstellen, die ganz ohne Mikroplastik auskommen. Versuche es zum Beispiel mal mit diesen Rezepten:

  • Zuckerpeeling: Für dieses Peeling vermischst du drei Teelöffel Zucker mit zwei Teelöffeln Olivenöl, sodass eine geschmeidige Masse entsteht.
  • Meersalzpeeling: Auch feinkörniges Salz eignet sich für die Herstellung von Peelings. Mische zwei Teelöffel Meersalz mit einem Teelöffel Mandelöl oder Olivenöl! Schon ist dein Meersalzpeeling fertig.
  • Kaffeepeeling: Mische etwas Kaffeesatz mit Olivenöl, bis eine streichfähige Masse entsteht.

Bei allen selbst gemachten Peelings gilt: Sie sind nicht lange haltbar. Du solltest sie also möglichst direkt nach dem Anmischen verwenden. Wenn du Reste hast, kannst du sie einige Tage im Kühlschrank aufbewahren, danach solltest du sie wegwerfen und ein neues Peeling mischen. Falls du sehr empfindliche Haut hast, empfehlen wir dir lieber ein Produkt wie den Peelingstick, um die Haut nicht unnötig zu belasten. Ansonsten kannst du aber durchaus auch mit Peelings aus dem Küchenschrank experimentieren.

Peeling und Kaffeebohnen
Der Experte dahinter
Heike Schnitzler

Schnitzler Heike

Heike Schnitzler hat mit SKINthings in Düsseldorf (Deutschland) eine wirklich wirkungsvolle Behandlungsmethode und Produktlinie für kosmetisches Microneedling entwickelt.