Kamille: Wirkung für eine schöne, reine Haut

In der Naturheilkunde gilt sie als echte Wunderwaffe und zählt zu den wichtigsten Heilpflanzen: die Kamille. Die Wirkung von Matricaria chamomilla, so der lateinische Name, ist seit Jahrtausenden bekannt. Neben Magen-Darmbeschwerden, der Unterstützung bei Wunden, Erkältungen und Grippe sowie Harnwegsinfekten, findet ihre antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung auch gerne bei Problemen mit der Haut wie unreiner Haut, Pickel oder Akne Anwendung. Alles Wissenswerte über die Wirkung von Kamille liest du hier.

Kamille Wirkung für die Haut

Wie wirkt Kamille für die Haut?

Die aus den Blüten der echten Kamille isolierten ätherischen Öle gelten traditionellerweise als pflanzliches Arzneimittel und Hausmittel. Auch die Naturkosmetik bedient sich der antibakteriellen Inhaltsstoffen der Heilpflanze. Einige Naturkosmetikhersteller bieten mit Gesichtscremen mit Bio-Kamille Produkte an, welche besonders gut gegen unreine Haut, Pickel und sogar Akne wirken. 

Echte Kamille wirkt deshalb so effektiv gegen zahlreiche Beschwerden der Haut, da sie geeignete ätherische Öle enthält. Diese Öle wirken antibakteriell, beruhigend und entzündungshemmend. Die Bakterien, die für die Entwicklung von Unreinheiten zuständig sind, werden durch die Kamille beseitigt, so dass die Entzündungen auf der Haut nicht nur schneller abheilen, es kann auch der Entstehung neuer Unreinheiten vorgebeugt werden. Es müssen aber nicht immer Cremes mit dem Kraut sein. Auch Kamillentee kann bei Problemen mit der Haut zur Anwendung kommen. Dieser trocknet die Haut aus und hilft bei fettiger Haut und Entzündungen im Gesicht.

Wozu wird Kamille verwendet?

Die Heilpflanze Kamille als Öl, Tee oder verarbeitet in verschiedenen Kosmetikprodukten ist aber nicht nur gut für unsere Haut bei Pickel und Akne. Wie bereits erwähnt, erstreckt sich die antibakterielle Wirkung der Kamille über viele verschiedene Anwendungsgebiete. Doch, wofür kann man die Kamille nun genau einsetzen?

  • verschiedene Kinderkrankheiten
  • Grippe (schweißtreibend und beruhigend)
  • Harnwegsinfekte (desinfizierend)
  • Beschwerden im Magen-Darm-Bereich
  • Durchfall
  • schlecht heilende Wunden (entzündungshemmend)
  • Ausschlag auf der Haut
  • Wundstellen
  • zum Spülen im Mund

Wer sich Kamillentee kaufen möchte, sollte auf gute Qualität achten. Soll es ein Fertigtee sein, sind Teesorten mit Bio-Qualität zu empfehlen, da hier keine Pestizide zum Einsatz gekommen sind. Diese wirken auch besser gegen Pickel und Akne. Noch besser, aber dafür etwas teurer, sind frische Kamillenblüten, die in Apotheken oder Teeshops käuflich zu erwerben sind.

Das ätherische Öl der Kamillenblüten wirkt krampflösend auf die Darmmuskulatur und hilft gegen kolikartige Bauchschmerzen. Kamille hemmt die Magensäuresekretion und erleichtert das Abheilen von Magengeschwüren. Mitverantwortlich sind auch die entzündungshemmenden Eigenschaften der Terpene und Favonoide. In der Homöopathie wird die Pflanze in hohen Verdünnungen auch gegen Erbrechen und Durchfall eingesetzt.

Wie wird echte Kamille angewandt?

Ein beruhigender und wohltuender Tee aus Kamillenblüten ist rasch zubereitet: Einfach einen gehäuften Esslöffel der Blüten mit kochendem Wasser übergießen. Den Aufguss ungefähr zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und im Anschluss die Kamillenblüten abseihen. Den Tee kann man drei- bis viermal täglich, am besten zwischen den Mahlzeiten trinken. Bei Magen-Darm-Problemen beruhigt der Tee den Magen und lindert Bauchkrämpfe. 

Wer unter unreiner Haut, Pickel oder Akne leidet, der kann die Kamille auch äußerlich anwenden. Sitz- oder Dampfbäder sind hierzu eine gute Möglichkeit, die heilenden Inhaltsstoffe der Kamillenblüten über die Haut aufzunehmen. Für das Sitz- oder Dampfbad einfach die Blüten mit ausreichend Wasser aufgießen. Die Anwendung dauert dabei etwa 10 Minuten. Damit die erwünschte Wirkung eintritt und die Entzündung abheilt, sollte das Sitz- oder Dampfbad mit Kamillentee ein bis zweimal in der Woche angewandt werden.

Falls notwendig kann anschließend noch eine Kamillen-Gesichtsmaske oder eine Gesichtscreme kommen. Gegen die lästigen Pickel am Rücken können ein paar Tropfen Kamillenöl im Badewasser oder auch die Zugabe von Kamillenblüten helfen. Aber Vorsicht: nur durch die regelmäßige Anwendung des Wannenbads mit Kamillenwasser kann die entzündungshemmende Wirkung entfaltet und die Pickel beseitigt werden.

Kamille Wirkung als Tee

Gibt es Nebenwirkungen bei der Anwendung von Kamille?

Die echte Kamille gilt im Allgemeinen als gut verträglich. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Vor allem bei bekannter Allergie gegen die Heilpflanze oder andere so genannter Korbblütler (wie Beifuß, Arnika oder Ringelblüte) sollte Kamille als Hausmittel nicht ohne vorige Absprache mit dem Arzt verwendet werden.

Die Heilpflanze Kamille darf auch niemals direkt am Auge angewandt werden. Sie könnte sonst eine Bindehautentzündung auslösen. Lieber ein paar Tropfen des Hausmittels auf einen Wattepad träufeln und auf die betroffene Hautstelle am Auge auflegen. In einigen Pflanzentees, dazu zählt auch Kamillentee, sind geringe Konzentrationen der so genannten Pyrrolizidinalalkaloide enthalten. Diese Alkaloide sind hochdosiert erbgutschädigend, krebsauslösend und lebertoxisch. Daher sollte man Kamillentee und andere Pflanzentees nicht im Übermaß trinken.

Wissenswertes über die echte Kamille

Die Kamille ist ein einjähriges Kraut mit aufrechtem, meist ästig verzweigtem Stängel. Die zwei- bis dreifach fiederteiligen, schmalen Blätter stehen wechselständig. An der Stängelspitze wachsen die einzelnen Blütenkörbe. Das Blütenköpfchen besteht aus dem hohlen, kegelförmigen Blütenboden, darauf sitzenden gelben Röhrenblüten und nach unten zurückgeschlagenen weißen Zungenblüten.

Beheimatet ist die anspruchslose Pflanze, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört, in Süd- und Osteuropa sowie Vorderasien. Mittlerweile ist sie aber auch im restlichen Europa, Nordamerika und Australien vorzufinden.

Die echte Kamille ist äußerlich für den Laien schwer von der Hundskamille, der keine heilende Wirkung zugeschrieben wird, zu unterscheiden. Lediglich der Duft lässt auch den Nichtkenner sofort bemerken, ob es sich um Kamille handelt oder nicht. Kamille verströmt einen starken, beruhigenden Geruch. In den gelben Blüten der Matricaria chamomilla sind ätherische Öle vorhanden, wie zum Beispiel die Flavonoide, denen sowohl antibakterielle als auch krampflösende Wirkung zugesagt wird. 

Der lateinische Gattungsname "Matricaria" leitet sich vom lateinischen Wort für Gebärmutter (Matrix) ab und verweist auf die volksmedizinische Verwendung bei Frauenleiden wie Menstruationsbeschwerden. Die Heilpflanze wird heutzutage in großen Mengen angebaut.

Kamille wächst auf einer Wiese

Fazit

Die Heilpflanze Kamille darf schon seit vielen Jahrtausenden zuhause in unserem Medizinschränkchen als bewährtes Hausmittel nicht mehr fehlen. Sie hilft nicht nur bei diversen Krankheiten wie Grippe oder Harnwegsinfekten, auch als unterstützende Pflege bei Problemen mit der Haut hat sie sich als wahrlich unschlagbar herausgestellt. Daher ist die Kamille in der Naturkosmetik ebenfalls bereits nicht mehr wegzudenken. 

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.