Aloe Vera: Hautpflege der besonderen Art

Aloe Vera hat als Heilpflanze eine traditionsreiche Geschichte. Die heilsamen Eigenschaften des Öls waren bereits unseren Vorfahren bekannt. Aufzeichnungen belegen, dass die Ägypter vor 5000 Jahren die Pflanze für medizinische Zwecke verwendet haben. Auch Christoph Columbus führte Aloe Vera auf seinen Schiffen mit, um den Sonnenbrand auf der Haut seiner Söldner zu lindern.

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Eine Aloe Vera ist zu sehen

Hautpflege mit Aloe Vera

Die 250 Vitalstoffe, welche im Blatt der Pflanze enthalten sind, werden auf vielfältige Weise eingesetzt. Aloe Vera Gel wird bei Sonnenbrand, zur Beruhigung von frisch rasierter Haut oder als Anti-Aging-Creme eingesetzt. Viele Unternehmen, die Naturkosmetika herstellen, setzen bei ihren Produkten auf hochwertige Bio-Qualität. So sind zum Beispiel Biokosmetik-zertifizierte Aloe Vera Gele echte Alleskönner. Das leichte Aloe Vera Gel aus purem Blattgel beruhigt und regeneriert die Haut, zieht schnell ein und führt Feuchtigkeit zu. Damit ist es ideal für gestresste und trockene Haut, vor allem im Gesicht.

Eine Frau pflegt ihre Haut

Wie wirkt Aloe Vera?

Zwar gibt es 500 bekannte Arten der Aloe Vera Pflanze, jedoch werden nur zwei zur Behandlung auf der Haut, zum Beispiel bei Sonnenbrand, herangezogen. Die "Aloe Vera Berbadensis Miller" sowie die "Aloe Vera Arborescens" haben dicke Blätter. Sie schützen sich mit ihrer lederartigen Außenschicht vor den heißen Temperaturen in ihrem Herkunftsland, den kanarischen Inseln. Dank ihres bitteren Saftes sind sie auch vor Schädlingen geschützt. Aloe Vera eignet sich also hervorragend zum Anbau im eigenen Garten.

Der wichtigste Wirkstoff der Aloe Vera ist das Polysaccharid Acemannan. Dieses liegt im Inneren des Blattes und ist ein lebenswichtiges Kohlenhydrat. Eingelagert in die Zellmembran stärkt der Wirkstoff den gesamten Organismus und schützt ihn gegen Parasiten wie Pilze, Bakterien und Viren. Die Feuchtigkeit hilft gegen Sonnenbrand oder Hautunreinheiten. Sie wirkt auch immunstärkend und aktiviert die für die Abwehr zuständigen Zellen. 

Welche Anwendungsgebiete gibt es?

Aloe Vera wird sowohl äußerlich als Creme oder Gel angewandt, aber auch zur inneren Anwendung als Saft getrunken oder pur verzehrt. Zahlreiche Möglichkeiten zur Anwendung und Wirkung für Aloe Vera Creme oder Gel sind bekannt:

  • Hauterkrankungen
  • Verbrennungen
  • Sonnenbrand
  • Allergien
  • zur Pflege von Gesicht und Händen
Eine Aloe Vera ist aufgeschnitten

Aloe Vera Gel und Aloe Vera Creme

Das Aloe Vera Gel kann viele Arten von Schmerzen lindern und enthält vor allem Wasser, Polysaccharide sowie andere Verbindungen. Vor allem bei Gelenksschmerzen oder zur Heilung von Wunden wird es eingesetzt. Als primäres Mittel zur Behandlung eignet sich das Aloe Vera Gel jedoch nur bedingt. In der Kosmetikindustrie werden einige ml Aloe Vera Gel als Feuchtigkeitsspender in Salben und als Aloe Vera Creme eingesetzt.

Egal ob bei Verbrennungen durch die Sonne, Juckreiz aufgrund eines Insektenstiches oder bei Hautunreinheiten - Aloe Vera Gel schützt die Hautzellen dank hoher Vitaminkonzentration. Das Gel wird drei bis fünf Mal täglich großzügig auf die Haut oder im Gesicht aufgetragen.

Aloe Vera Saft

Zur innerlichen Anwendung ist der Saft der Pflanze bestens geeignet:

  • stärkt das Immunsystem
  • hilft bei Verdauungsschwierigkeiten
  • schnelle Hilfe bei Verstopfung

Der Saft kann zum allgemeinen körperlichen Wohlbefinden beitragen, indem er bei der Entsäuerung und Entschlackung behilflich ist.

Aloe Vera liegt neben einem Stück Aloe Vera Saft

Creme selbst gemacht

Hobbygärtner können Aloe Vera problemlos im eigenen Garten aufziehen oder als Zimmerpflanze zu Hause halten. So hat man immer ein Mittel bei Sonnenbrand griffbereit. Ideal ist dabei ein warmer und sonniger Standort. Der Pflanze sollte die richtige Menge an Wasser zugeführt werden. Hierfür den Torfballen feucht halten. Im Winter sollte die Aloe Vera fast gänzlich trocken gehalten werden.

Auch die Verarbeitung ist besonders leicht:

  • ein äußeres Blatt so nah wie möglich an der Innenseite abschneiden
  • eine Scheibe der Schnittstelle abtrennen, um das etwas eingetrocknete Gel zu entfernen
  • die Dornen an den Außenseiten abschneiden, um daraufhin die Ober- und Unterseite abtrennen zu können

Wer selbst eine Aloe Vera Creme herstellen möchte, der muss lediglich das von der Schale entfernte Gel in einem Mixer pürieren, sodass eine schaumige, etwas dickflüssige Masse entsteht. Die Creme kann dann auf die Haut aufgetragen werden.

Gibt es Nebenwirkungen?

Ganz unbedenklich sollte die Anwendung des Wundermittels jedoch nicht erfolgen, denn sonst erzielt man möglicherweise eine unerwünschte Wirkung. Der Wirkstoff Aloin, der in der Blattrinde der Pflanze sitzt, ist vor allem als starkes Abführmittel bekannt. Aloin ist in hoher Dosis giftig.

Auf den Internetseiten der amerikanischen Lebensmittel- und Gesundheitsbehörde FDA sind 30 Fälle dokumentiert, bei denen im Zusammenhang mit Aloe Vera Gel und Aloe Vera Creme zu folgenden Nebenwirkungen kam:

  • Blutdruckschwankungen
  • Nierenprobleme
  • vorzeitige Wehen bei Schwangeren

Wer jedoch auf die Inhaltsstoffe achtet und nur hochwertige Produkte kauft, braucht nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen. In sorgfältig aufbereiteten Aloe Vera Produkten ist das Aloin nicht mehr enthalten, denn hier wird die äußere Blattschicht zusammen mit der Aloinschicht sorgfältig vom Blattinneren getrennt. Ein weiterer wichtiger Tipp: Die Anwendung von Aloe Vera bei Erkrankungen sollte immer nur als Zusatz- und nicht als einzige Behandlungsmethode erfolgen.

Als schneller Helfer bei Sonnenbrand, als Spender für Feuchtigkeit für die Haut oder als Unterstützung für das Immunsystem - die Inhaltsstoffe der Aloe Vera wirken als Creme, als Gel oder als Saft und sollte in unseren Haushalten nicht mehr fehlen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.