Kern Profiling - Die Kunst des „Gesichter-Lesens“

Ist es Humbug oder doch ein logischer FAKT, Charaktere, Talente und gelebte Erfahrungen aus Gesichtsmerkmalen im wahrsten Sinne des Wortes ,heraus-lesen‘ zu können? Anhand der Mimik - wie zum Beispiel einem Lächeln - erkennen wir eine freundliche Gesinnung. Herabgezogene Mundwinkel zeigen uns Frustration und Unzufriedenheit, zusammengezogene Augenbrauen Unverständnis und Unwillen.

Diese Gesichtszüge sind Momentaufnahmen aus denen wir klare Informationen über die Stimmung unseres Gegenübers erhalten. Es wäre doch unlogisch, wenn sich in einem Gesicht nicht wiederholte Stimmungen und damit spezieller Umgang mit bestimmten Lebenssituationen und spezifische Eigenarten auch nach außen zeigen würden. Hier gibt's mehr zu folgenden Themen:

Eine Frau lächelt

Bist Du so weil Du so aussiehst, oder siehst Du so aus weil Du so bist?!

Ob ich den Dingen eher positiv entgegenblicke, meinen Mitmenschen gegenüber offen bin, gerne kommuniziere, meine Probleme anspreche oder ob ich mich in mich selbst zurück ziehe und eher ängstlich reagiere, all das beeinflusst unsere Mimik und formt auf Dauer unsere Gesichtszüge und damit unser Aussehen.

So unterschiedlich der Umgang mit unseren Lebenssituationen ist, so unterschiedlich sind unsere Gesichter:

  • volle und weiche oder schmale und dünne Lippen
  • große prägnante oder kleine Stupsnasen
  • ausgeprägte Kinn und Kieferpartien oder schmale Kiefer und zurückliegendes Kinn

Auch die Falten sind höchstspannend:

Nicht jeder, der altert, bekommt die gleichen starken Falten. Achten Sie darauf: Es gibt junge Menschen mit erstaunlich vielen Falten und ältere Gesichter, die fast jugendlich wirken. Vor allem achten Sie mal darauf WO sich Falten bilden, das ist bei weitem nicht bei jedem gleich!

Nicht nur der Lebenswandel bestimmt den Alterungsprozess, auch unsere innere Einstellung und Haltung zu den Dingen und nicht zuletzt unser Umgang mit allem. Unsere Falten zeigen uns Problemthemen und innere Kämpfe, die nicht unbedingt nach außen kommuniziert sind.

UND: SEINEN WIR MAL EHRLICH:

(Vor)Urteile sind ohnehin vorhanden und entstehen im Bruchteil von Sekunden. Wir entscheiden "aus dem Bauch heraus" wen wir sympathisch oder unsympathisch finden und erst dann bilden wir eine greifbarere Meinung.

Ein Mann betrachtet seine Falten im Spiegel

Die Anwendung von Psychophysiognomie schärft unsere Wahrnehmung und lässt uns genauer hinsehen. Wir sehen, welchen Einflüssen ein Mensch unterliegt, welche Einflüsse er aufnehmen will und worauf er seinerseits Einfluss nehmen möchte. Ein wichtiger Aspekt beim Profiling anhand Psychophysiognomie sind die grundlegenden Kopfformen.

In jedem Embryo entwickeln sich drei Keimblätter, die für verschiedene Aufgabenbereiche stehen:

  • Das Ernährungssystem (Magen, Darm, Verdauungstrakt)
  • Das Bewegungssystem (Knochen, Muskeln, Herz) und das
  • Empfindungssystem (Sinnesorgane, Nerven)

Stellen Sie sich folgende Aufgabenstellung vor, die ich immer ganz am Anfang in der Kern #Profiler Ausbildung mit meinen Teilnehmern mache:

  1. Malen Sie einen lebenslustigen, geselligen Koch, der gerne mal einen trinkt, gut drauf ist und für alle sorgt.
    Sie haben sich sicher eine eher runde füllige und entspannt wirkende Gestalt vorgestellt.
     
  2. Malen Sie jetzt vor Ihrem geistigen Auge eine typische sensible Künstlerin, die gerne musiziert, sich für schöne Dinge begeistert und offen für Spirituelles ist.
    Ich wette es ist etwas Feingliedriges, Schmales daraus geworden.
     
  3. Nun der disziplinierte Offizier beim Militär, der für Recht und Ordnung sorgt und extrem sportlich und durchtrainiert ist.
    Wie bei 99 % meiner Seminarteilnehmer wird hier ein eher eckiges, hartes Bild herausgekommen sein
Drei verschiedene Menschentypen sind gezeichnet

So haben wir es also mit drei GRUND-NATURELLEN zu tun:

  • dem Ernährungsnaturell, das es gern gemütlich, gesellig und bequem hat,
  • dem Bewegungsnaturell, das Abenteuer, Action, und körperliche Anforderungen braucht und
  • dem Empfindungsnaturell, welches viel über die Sinne wahrnimmt, feinfühlig ist, viel hinterfragt und zum Kern der Dinge vordringen möchte.

Vorurteile und Schubladendenken

Wir erfinden die Welt nicht neu. Vieles, was wir schon aus dem Bauch heraus erahnen, lässt sich einfach durch die Psychopysiognomie in Worte und klare Sinnhaftigkeit packen. So entsteht tatsächlich ein genaueres, ehrlicheres Hinschauen anstelle von schnellem Urteilen und Schubladendenken, was ohnehin passiert. Zum Beispiel gehen ausgeprägte Wangenknochen, Kinn-Kieferpartien und große Nasen in unseren Breitengraden wissenschatlich nachgewiesen immer mehr zurück. Das macht insofern Sinn, da diese Aspekte vorrangig für Widerstandskraft, Abgrenzung, Ausdauer und Kraft stehen. All das wird heutzutage immer weniger gebraucht. Somit verändert sich unsere Physiognomie.

Schauen wir jedoch heute noch im Spitzensport:

  • breite Kiefer
  • auffällige Kinnpartien
  • ausgeprägte Wangenknochen
  • breite und gerade Schultern
  • eckig anmutende Kopfformen (erinnern Sie sich an das Bild des disziplinierten Offiziers)

Denn wer im Spitzensport erfolgreich sein will, braucht Durchsetzungsvermögen, Durchhaltekraft, Ausdauer und Ehrgeiz.

Ein weiteres anschauliches Beispiel ist das Profil eines Neandertalers. Wir schauen hier nur auf die Entwicklung der Stirn: Sie ist im Laufe der Evolution immer höher und gerader geworden, weil wir immer mehr das Soziale, das ,Du‘-Denken und unsere Mitmenschen miteinbeziehen. Themenfelder die den Neandertaler weniger interessiert haben ;-). Die fliehende Stirn hat ihren Fokus im Hier und Jetzt - erst im Laufe der Evolution wurde das soziale Denken immer wichtiger. Um angenehm und gut zu überleben, mussten wir unsere Mitmenschen mit einbeziehen.

Das Profil eines Neandertalers ist im Vergleich zu einem Menschen der heutigen Zeit zu sehen

Wozu Psychophysiognomie?

Die Psychophysiognomie hilft auch uns und unseren Kindern:

  • Wie erkennen wir ihre wahren Potentiale?
  • Fördern wir sie in eine Richtung, die ihnen entspricht?
  • Hat mein Kind denn außer Talent auch die tatsächliche Veranlagung?
  • Macht es ihm wirklich Spaß mit uns in die Berge zu gehen, Fussball zu spielen oder liegt ihm vielleicht Musisches, Künstlerisches oder Geselliges aus seinem Naturell heraus viel mehr?

Sie können sich sicher jetzt schon vorstellen, dass es nicht ganz einfach ist, wenn Bewegungsnaturelle einem komfortablem Ernährungsnaturell das Leben geschenkt haben. Das Bewegungsnaturell kann die Bequemlichkeit des Ernährungsnaturells nicht nachvollziehen und Letzteres empfindet das Bewegungsnaturell mit seinem permanenten Drang nach Aktion als anstrengend.

Oder die Antwort auf die Frage:

Hat mein Kind ein Talent sich zu fokussieren oder ist es auf die Wahrnehmung vieler verschiedener Einflüsse ausgerichtet? Allein das Bertrachtungsmerkmal der Augenstellung gibt uns hier wertvolle Information:

Auf einem Plakat ist der Unterschied zwischen Menschen mit weit und eng stehenden Augen erklärt

Wenn ich all das erkennen und sehen kann, erspare ich mir viele Komplikationen und erst Recht Wege zu Logopäden und Kinderpsychiatern.

Unter uns Erwachsenen ist all das natürlich genauso hilfreich:

  • Wir müssen die Eigenheiten und Reaktionen unseres Partners, der Geschäftskollegen, Freunde, Eltern und Kinder nicht mehr so persönlich nehmen.
  • Wir sind toleranter und entspannter.
  • Wir begegnen uns mit mehr Verständnis, Achtsamkeit und ehrlicher Wertschätzung.

Es gibt viel Spannendes und Hilfreiches auf dieser Welt. Ein Aspekt ist sicher hochspannend und angenehm:

Reaktionen vorauszusehen, Möglichkeiten direkt einzuschätzen und neugierig, wie in einem guten Buch, in den Gesichtern unserer Mitmenschen lesen zu können.

Seien Sie es sich wert[!]

Der Experte dahinter

Jo Kern

Als Inhaberin von Kern Essenz in München (Deutschland) liebt Jo Kern es, Menschen zu helfen mit  "Spaß, Leichtigkeit, Echtheit und Tiefe von Anfang an" die eigene Größe, Lebendigkeit und Schönheit (wieder) zu spüren und zu leben.