Einer Königin dient man(n) gerne

So ist es. Eine Königin weiß um ihren Platz und ihre Bestimmung in dieser Welt. Sie würde ihren Status niemals in Frage stellen. Sie umgibt sich natur- und standesgemäß mit Menschen, die alles für ihr Wohl tun, denn insgeheim spüren diese, dass ihr eigenes Wohl von der Kompetenz, Güte und Weisheit ihrer Gebieterin abhängt. Dabei ist die Rede von einer Königin, die um ihre Verantwortung weiß und ihr Volk niemals im Stich lassen würde.

Inhalt:

Eine (Lego)Königin steht auf einer Burg

Was bedeutet es, eine Königin zu sein?

Jede Frau dieser Welt ist im Grunde ihrer Seele genau diese Königin. Ein Wesen mit unendlicher, göttlicher Schöpferkraft, Weisheit und Tiefe, dem allein dadurch alle Ehre, Hochachtung und Würdigung dieser Menschheit gebührt. Männer, die ihr Herz geheilt und geöffnet haben und selbst zu Königen geworden sind, wissen darum.

Als Frau magst du dir nun denken, dass dies ein Traum in weiter Ferne ist. Vielmehr fühlst du dich wie ein Aschenputtel in deinem Alltag oder aber du sagst dir: „Genau so habe ich es immer gespürt und manchmal oder oft erlebe ich es so.“ Wenn Letzteres für dich der Fall ist, dann beglückwünsche ich dich herzlich, denn dann hast du den wahren Wert deiner Weiblichkeit erkannt. Du lebst ihn. Der Mann oder die Männer in deinem Umfeld respektieren ihn und dienen dir aus vollem Herzen.

Allerdings ist dieser Artikel dann wohl nicht für dich bestimmt. Denn ich spreche hier all jene Frauen an, die diesen Wert noch nicht in sich entdeckt haben und dennoch diese Sehnsucht verspüren, Königinnen in ihrem Reich zu sein. Obwohl sie die Erfahrung noch nicht machen, fühlen sie instinktiv, dass sie mit ihrer weiblichen Kraft, ihrer scharfen Intuition und ihrer tiefen Weisheit wundervolle Welten erschaffen können. Weil weibliche Schöpferkraft aller Kreatur zugrunde liegt und jeder Mann im Grunde seiner Seele über diese lebensspendende Qualität und diesen wertvollen Schatz weiß. Intuitiv fühlen Frauen, dass sie Königinnen sind und dass man ihnen mit Respekt begegnen und sie wertschätzend behandeln darf.

Ich gebe zu, dieses Ziel, eine Königin im eigenen Reich zu werden, ist nicht einfach zu erreichen. Nach all der Sozialisierung, die uns Frauen widerfahren ist, und all den Konditionierungen, die wir im Lauf der Kindheit aufgesogen haben, braucht es zuallererst Mut, den ganzen Müll abzutragen, den wir uns aus einer Unbewusstheit heraus auferlegen haben lassen. Es braucht eine ernsthafte Auseinandersetzung mit unseren Glaubenssätzen und unserem Selbstwert und eine ausgiebige Entrümpelung.

Kisten von einer Entrümpelung sind aufeinandergeworfen

Wie im Innen so im Außen

... sagt ein universelles Gesetz. Alles ist uns ein Spiegel und wenn uns jemand in unserem Umfeld oder in einer Beziehung nicht mit dem angemessenen Respekt behandelt, dann deshalb, weil wir uns selbst noch nicht in der Tiefe für unsere Essenz und unser Frau-Sein respektieren und wertschätzen und weil wir nicht glauben, es verdient zu haben.

Manchmal befinden wir uns noch in diesen destruktiven Beziehungen, wo Männer uns unter Druck setzen, uns Stress machen und uns nicht würdigen für unser Sein. Wenn dem so ist, dann deshalb, weil wir lernen dürfen, für uns SELBST einzustehen, Verantwortung zu übernehmen, Grenzen zu setzen, STOPP zu sagen und unsere Schwingung oder Energie kräftig anzuheben, damit dieses Verhalten keinen Platz mehr in unserem Leben hat.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder werden diese Männer durch den intensiven Weiterentwicklungsprozess der Frauen transformiert oder sie verschwinden aus deren Leben, weil sie den Schmerz der Mutterthematik schlichtweg nicht bearbeiten wollen und deshalb nicht imstande sind, ihre innere Frau zu würdigen. Wie können sie dem Weiblichen dienen, wenn sie es in sich selbst nicht ehren? Es ist unmöglich, solches zu verlangen, denn es ist eine Unbewusstheit, die ihren Handlungen zugrunde liegt. Allerdings helfen wir Frauen diesen Männern nicht, indem wir uns klein machen, uns geringschätzen und schlecht behandeln lassen. Männer werden diesen Wert erst sehen und anerkennen, wenn sie ihn in sich selbst entdeckt haben. Dazu braucht es Frauen, die ihnen einen Spiegel vorhalten, sie symbolisch an der Hand nehmen, wenn sie es denn zulassen und ihnen zeigen, wie der Weg einer Königin aussehen kann.

Ich selbst habe in meinem Leben immer wieder die Erfahrung machen dürfen, dass Männer mich sehr ritterlich behandeln. Ich mag es, wenn ein Mann galant ist, wenn er einen Sinn dafür hat, was Frauen gefällt und Freude macht. Ich mag es, wenn ein Mann die Tür aufhält und ich halte gar nichts davon, den übereifrigen Irrweg der gesellschaftlichen Emanzipation zu gehen, wo Frauen alles alleine tun, in Businessanzügen ihre Führungspositionen ausfüllen und sich nie erlauben, Schwäche zu zeigen.

Diese Menschheit und der gesamte Planet sind allein deshalb im Ungleichgewicht, weil weibliche und männliche Energien nicht in Balance sind - ja sogar über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende verdreht wurden. Das Problem lösen wir nur, indem wir in unsere natürliche und ursprüngliche Energie als Mann und Frau zurückkehren. Indem wir uns aussöhnen mit unserem Sein, es anerkennen und wertschätzen und …

Steine sind in Balance aufeinander gelegt

Die innere Hochzeit zwischen Yin und Yang feiern

Die natürlich weibliche Energie ist weich, passiv, fließend, gebärend, aufnehmend und heilend. Die männliche hingegen aktiv, impulsiv, zielgerichtet, leistungsorientiert und zerstörend. „Die weibliche Energie ist überfließende Liebe und dient sich selbst.“ schreibt Ute Strohbusch in ihrem Blogartikel „Das weibliche und männliche Urprinzip“. Weiters sagt sie: „Das weibliche Prinzip ist Hingabe, es ist empfänglich und passiv. (…) Die männliche Energie schützt und hält die weibliche Energie, gibt ihr ein Gefäß, einen Rahmen, eine Sicherheit und Struktur, in der sie sich an sich selbst hingeben und entfalten kann. Das männliche Prinzip ist Struktur, es ist haltend und aktiv.“

Nun trägt jede Frau ihren Animus in sich, und jeder Mann seine Anima – zwei Archetypen, die C. G. Jung geprägt hat. Wenn wir Frauen Unterstützung brauchen und sie uns im Außen gerade verwehrt wird, dürfen wir uns an diesen inneren Mann, unseren Animus, wenden. Er ist es, der aktiv wird und der hilft, ein Problem zu lösen oder eine Situation zu ordnen.

Dazu will ich dir abschließend eine kleine Geschichte erzählen, die sich unlängst in meinem Leben zugetragen hat, denn hierbei war meine innere Frau überfordert und mein innerer Mann hat dafür Sorge getragen, dass sie sich sicher fühlen und entspannen kann. Er hat den Weg, wenn auch unbewusst, für die Lösung bereitet:

Nachdem ich einige technische Probleme auf meinem PC hatte und mich als Frau bei der Behebung derselben meist heillos überfordert fühle, bat ich das Universum inständig um eine rasche und freundliche Hilfestellung bei der Problemlösung. Da wir immer schneller manifestieren, was wir uns wünschen (wenn wir denn keinen Widerstand leisten), kam schneller als gedacht Unterstützung. Eigentlich hatte ich einen Techniker bestellt, um die Internetleitung zu prüfen. Also hatte dieser mit dem Laptop wahrlich nichts zu schaffen. Aber nachdem das Problem schnell behoben war, akzeptierte er die Tasse Kaffee, die ich ihm anbot. Wir plauderten über dies und jenes und plötzlich ertappte ich mich dabei, wie ich ihm von meinen Installationsproblemen zu erzählen begann. Woraufhin er schlagartig meinte: "Schauen wir‘s uns an." Ich war total überrascht und zeigte ihm kurzerhand die Problemstellen. Was geschah? Er widmete mir sage und schreibe eine halbe Stunde seiner Zeit und Expertise. Danach waren alle Probleme behoben. In herrlich entspannter und freundlicher Atmosphäre und viel rascher als ich gedacht hatte. Ich war begeistert und schenkte dem technischen Engel kurzerhand zum Abschied eine Packung Kekse, die ich tags zuvor erstanden hatte.

Ein Mann sitzt beim Laptop, eine Frau gegenüber

Hatte ich mich in jenem Moment wie eine Königin gefühlt? Ganz sicher. War ich dankbar? Und wie. War ich in meiner weiblichen Energie? Sehr wohl. Ich hatte die ganze Zeit über aktiv zusehend in meiner Passivität verharrt und der männlichen Energie vertraut. Dieser Mann diente mir gerne. Er machte sogar den Eindruck, noch allerhand andere Probleme für mich lösen zu wollen und er hatte meine Bitte um Hilfe nicht als Schwäche betrachtet, sondern einen sicheren Rahmen für die Lösung geschaffen. Er war zielorientiert und trat sofort in Aktion. Und das in aller Entspanntheit.

So darf sich Leben anfühlen. So darf sich das Leben einer Königin anfühlen. So dürfen die Dinge in Balance kommen. Jeder kleine Akt im Alltag, der dieses Gleichgewicht erschafft, hat eine transformierende Auswirkung auf das Kollektiv. Wann immer sich Männer und Frauen in Bewusstheit begegnen, geschieht Heilung. Gerade das braucht der Einzelne und brauchen alle Frauen und Männer dieser Welt.

Ich wünsche dir, dass du diese Erfahrungen in deinem Alltag erschaffst, indem du deinen Geist auf friedliche und heilende Begegnungen zwischen männlicher und weiblicher Energie ausrichtest, und du beginnst, deinen wahren Wert zu erkennen und dich wie eine Königin feiern lässt. Nichts Geringeres solltest du akzeptieren. Das Einzige, das du tun musst, ist dich SELBST wie eine Königin zu behandeln. Jeden Tag ein Stückchen mehr. Mit viel Respekt und Wertschätzung. Dein innerer Mann wird dich dabei unterstützen. Lass ihn zu Wort kommen. Er wird dich täglich mit leiser Stimme fragen: „Wie kann ich dir heute am besten dienen?“ Dann lausche den Antworten. Nimm sie ernst und empfange!

Ein Mann und eine Frau gehen Hand in Hand

Viele spannende Entdeckungen wünsche ich dir auf diesem königlichen Weg der Selbstachtung und Wertschätzung. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, melde dich in deiner Traumwerkstatt.

Der Experte dahinter

Schuh Erika

Erika Schuh ist Diplompädagogin, systemische Familienstellerin, spirituelle Begleiterin und Mediatorin. Sie begleitet ihre Klienten auf der "Reise zu sich Selbst" in ihre Kraft und Selbstliebe.