Was bedeutet Glück?

Glücklich sein macht gesund und kann nachweislich die Lebensspanne erhöhen. Doch welche Wege führen eigentlich zum Glück und welche Zutaten brauchen wir für ein erfülltes Leben? Was brauchst du, um glücklich zu sein? Sag uns einfach was Glück für dich persönlich bedeute und klicke einfach darauf.

Ein alter Mann lebt seit über 50 Jahren alleine am Ufer eines Sees in einem Haus, das er aus den Überresten eines gestrandeten Fischerbootes gebaut hat. Er braucht nicht viel, lebt hauptsächlich von Wilderei und Viehzucht. Die Annehmlichkeiten eines modernen Lebens sind ihm fremd.

Eine wohlhabende Firmenchefin besitzt ein großes Haus mit Garten, mehrere teure Autos und muss sich um ihre Finanzen keine Sorgen machen. Sie lebt im Überfluss.

Stellt man diesen beiden unterschiedlichen Menschen folgende Frage: „Sind Sie glücklich?“ – welche Antwort werden sie geben?

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Definition von Glück - Faktoren für das Wohlbefinden

Was ist Glück? Diese Frage ist wohl so alt, wie die Frage nach dem Sinn des Lebens und wahrscheinlich genauso schwer zu beantworten. Ob die Familie, die Liebe, viele Freunde, eine stabile Beziehung oder genügend Geld, jeder Mensch gibt diesem Gefühl eine andere Bedeutung. Ein Ziel jedoch hat jeder: Wir alle wollen den Zustand des Glücks so lange wie möglich aufrechterhalten. Per Definition ist Glück ein „besonders günstiger Zufall“ oder eine „erfreuliche Fügung des Schicksals“. Demnach bedarf es lediglich bestimmter Ereignisse oder gewisser Situationen, damit uns Fortuna nicht vergisst und positiv gestimmt ist. Frei nach dem Motto: „Zur richtigen Zeit am richtigen Ort“.

Das Glück lässt sich also wenig beeinflussen. Mit dem Glücklich sein sieht es jedoch anders aus. Zahlreiche Sprichworte geben dieser Behauptung recht: „Sei deines Glückes eigener Schmied“, „das Glück muss man erobern“ oder „Glück ist nur dem Kühnen hold.“ Der Traum von Zufriedenheit ist folglich mit einem schönen Stück Arbeit verbunden. Auch die Wissenschaft hat sich dieses Themas bereits angenommen. So ist die Glücksforschung zwar eine noch recht junge Disziplin, es existieren aber bereits zahlreiche Beiträge in denen sich Forscher Gedanken über den Begriff Glück machen.

Was fördert oder hemmt die Zufriedenheit mit dem Leben?

Was unterscheidet eigentlich unglückliche und glückliche Menschen? Welche Handlungsempfehlungen lassen sich daraus für den Einzelnen ableiten? Um diese Fragen zu beantworten, definiert die Glücksforschung so genannte „Glücksfaktoren“, welche für unser subjektives Wohlbefinden unerlässlich sind.

  • soziale Beziehungen
  • Gesundheit
  • befriedigende und erfolgreiche Erwerbsarbeit
  • persönliche Freiheit
  • die Suche nach dem Sinn des Lebens

Dies sind nur einige Beispiele für Faktoren, die uns von der Wissenschaft nahe gelegt werden. Eine Erkenntnis aus der Forschung besagt, dass vor allem soziale Beziehungen wesentlich für unser Glück sind. Glückliche Personen wissen: Wer sich ausreichend Zeit für seine Liebsten nimmt, hat den Weg in Richtung Zufriedenheit bereits eingeschlagen. Ein Kinobesuch mit den Kindern, ein gutes Abendessen mit den Eltern, eine Reise mit den besten Freunden oder auch einfach nur das eine oder andere nette Wort vom Nachbarn tragen somit viel mehr zum Wohlbefinden bei als beispielsweise ein neuer Fernseher oder ein teures Handy.

Studien raten uns, unser Geld öfter in Erlebnisse und Erfahrungen zu investieren, als in materielle Dinge. So haben wir möglicherweise weniger Stress im Vorhinein, halten den Moment fest und gewinnen im Nachhinein noch mehr Freude. 

Ein glückliches Paar schaut in eine Richtung

Macht der richtige Job uns glücklich?

Auch dem Faktor erfolgreiche Erwerbsarbeit hat die Glückswissenschaft näher beleuchtet. Wer glaubt einen guten Job zu haben, macht sich weniger Sorgen um die berufliche Zukunft, hat ein höheres Selbstwertgefühl und erlangt leichter Anerkennung. Zusätzlich ist Glück, genauso wie Lachen, hoch ansteckend. Den genauen Grund dafür hat man zwar noch nicht herausgefunden, trotzdem gilt: Glückliche Menschen haben eine freundliche und hilfsbereite Art, was wahrscheinlich zu einem Imitationseffekt führen kann.

Mit Training zur Zufriedenheit

Dass Glück, Zufriedenheit und Wohlbefinden gut für unsere Gesundheit sind, weiß jeder. Glückliche Menschen sind gesünder und leben länger, das bestätigt auch die Glücksforschung. Wer die Welt mit einer großen Portion Optimismus erlebt, hat ein besseres Immunsystem, ein geringeres Krankheitsrisiko und lebt im Allgemeinen bis zu zehn Jahre länger.

Daher liegt es an uns und ist es wichtig, für positive Emotionen zu sorgen. Gut, dass positives Denken erlernbar ist. Experten raten dazu, mehr auf seine Gedanken zu achten, sich von Problemen nicht aus der Bahn werfen zu lassen und keine Angst zu haben, das größere Ganze durch alternative Blickwinkel zu sehen. Zusätzlich lässt sich das Gehirn trainieren, indem man sich immer wieder angenehme Erfahrungen ins Gedächtnis ruft. Auf diese Weise stimuliert man die Aktivität des linken Gehirnlappens, welcher für das Empfinden glücklicher Gefühle verantwortlich ist. Dabei sind Wiederholung und Training unerlässlich.

Der wichtigste Tipp aus der Wissenschaft: Der Wunsch, ständig zufrieden sein zu wollen und die zwanghafte Suche nach dem Glück ist eine sichere Formel für das Unglücklichsein. Forscher schreiben in ihren Werken die Empfehlung aus:

  • das zu tun, was man liebt
  • Zeit mit Menschen zu verbringen, die man mag und
  • sich generell um sein seelisches Wohlbefinden zu sorgen.

Vor allem eines unterscheidet glückliche von unglücklichen Menschen. Positiv gestimmte Personen suchen und finden ihre Freude auch in den kleinen Dingen des Lebens. Wer diese Ratschläge beherzigt, den findet das Glück bestimmt von alleine...

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