Kontaktallergie: Kosmetik und Co. gezielt aussuchen

Menschen, die unter einer Kontaktallergie leiden, reagieren übermäßig stark, wenn ihre Haut mit einem bestimmten Stoff in Berührung kommt. Das können Metalle wie Nickel oder Kobalt sein, aber auch Duftstoffe in Kosmetik lösen häufig Allergien aus. In der Folge entstehen Hautreaktionen wie Ausschläge oder Kontaktekzeme. Wir erklären dir, welche Kontaktallergien besonders häufig sind und wie du vorgehen solltest, wenn du bei dir eine solche Hautallergie vermutest.

Frau hat Juckreiz an der Schulter

Kontaktallergie bei Kosmetik und Nickel besonders häufig

Kontaktallergien sind diejenigen Allergien, bei denen das Allergen von außen auf die Haut trifft. Beim Kontakt mit diesem Stoff kommt es unter anderem zu Hautausschlägen und Ekzemen.

Die häufigste Kontaktallergie ist die Nickelallergie. Nickel kann zum Beispiel in Schmuck, Brillengestellen oder Gürtelschnallen stecken und eine Kontaktallergie auslösen.

Aber auch Inhaltsstoffe in Kosmetika, Waschmitteln oder Reinigungsprodukten verursachen oft Allergien. Auslöser sind zum Beispiel Duftstoffe, aber auch bestimmte Konservierungsmittel, Reinigungs- oder Lösungsmittel.

Ebenfalls weit verbreitet sind Kontaktallergien gegen Latex oder gegen Klebstoffe, wie sie zum Beispiel in Pflastern verwendet werden. Auch Kobalt gehört zu den Stoffen, die häufig Ursache für allergische Reaktionen sind.

Was passiert bei einer Kontaktallergie?

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem stark auf Stoffe, die eigentlich keine Gefahr darstellen. Diese Reaktion kann sehr heftig ausfallen. Beim ersten Kontakt mit einem Allergen bildet der Körper Abwehrstoffe gegen diesen eigentlich harmlosen Stoff. Beim nächsten Kontakt beginnt das Immunsystem, den vermeintlich gefährlichen Stoff zu bekämpfen. Nach und nach steigert sich die Unverträglichkeit, sodass sich irgendwann Symptome zeigen.

Oft bildet sich eine Kontaktallergie gegen Kosmetik, Nickel oder andere Stoffe erst im Erwachsenenalter aus. Es kann deshalb passieren, dass du plötzlich auf ein Kosmetikprodukt oder ein Schmuckstück allergisch reagierst, das bisher keinerlei Probleme verursacht hat.

Symptome einer Kontaktallergie

Typisch für Kontaktallergien sind Hautreaktionen unterschiedlicher Art. Diese treten meistens an den Stellen auf, an denen die Haut mit dem Allergen in Kontakt gekommen ist. Dadurch lässt sich in vielen Fällen die Ursache eingrenzen.

Bei einer Sofortreaktion reagiert die Haut mit Juckreiz, Ausschlag, Brennen, Schmerzen, Rötungen und/oder Quaddeln. Diese Symptome können sehr begrenzt sein und nur auf einem kleinen Hautareal vorkommen. Es kann aber auch passieren, dass große Teile des Körpers von der allergischen Hautreaktion betroffen sind.

Neben solchen sofortigen Ausschlägen kann es aber auch zu Spätreaktionen kommen. Diese äußern sich durch das sogenannte allergische Kontaktekzem, auch Kontaktdermatitis genannt. Ein solches Ekzem tritt erst eine ganze Weile nach dem Kontakt mit dem Allergen auf. Es zeigt sich durch Rötungen, Schwellungen, Knötchen, schuppige Stellen und Juckreiz auf der Haut. Auch Schrunden und übermäßige Verhornung gehören zu den Symptomen eines allergischen Kontaktekzems. Da das Ekzem erst mit Zeitverzögerung auftritt, ist es oft nicht so einfach, den Auslöser zu finden. Dies ist aber die Voraussetzung für die Behandlung des Kontaktekzems.

Periodentafel mit einem Stück Nickel

Details zur Nickelallergie

Die häufigste Kontaktallergie ist die Nickelallergie. Nickel ist ein Metall, das in vielen Legierungen vorkommt. In Schmuck und anderen Gegenständen, die direkt mit der Haut in Kontakt kommen, ist Nickel inzwischen in der EU weitgehend verboten. Eine Garantie gibt es jedoch nicht.

Bei der Nickelallergie tritt mit einiger Verspätung eine allergische Hautreaktion an der Stelle auf, an der das Nickel mit der Haut in Berührung gekommen ist. Es entsteht das typische allergische Kontaktekzem. In seltenen Fällen kann es bei der Nickelallergie auch zu einem generalisierten Hautausschlag kommen. In diesem Fall sind dann große Teile des Körpers von der allergischen Reaktion betroffen.

Nickel kommt in den unterschiedlichsten Gegenständen vor: Schmuck, Knöpfe, Münzen, Batterien und sogar Zigaretten und Lebensmittel können Nickel enthalten. Eine Nickelallergie kann auch im beruflichen Umfeld vorkommen, zum Beispiel in der Galvanik oder bei der Montage von Bauteilen, die Nickel enthalten.

Details zur Kobaltallergie

Auch Kobalt gehört zu den häufigen Allergenen einer Hautallergie. Genau wie bei der Nickelallergie kommt der Körper über Metalle mit dem Allergen in Berührung. Kobalt kann in Reißverschlüssen, Knöpfen, Haarfarben, Kosmetikprodukten, Lederschuhen, Zahnfüllungen und vielen anderen Gegenständen stecken. Umso schwerer ist die Vermeidung, wenn eine Kobaltallergie vorliegt.

Sehr viele Betroffene reagieren sowohl auf Kobalt als auch auf Nickel oder andere Metalle allergisch. Auch bei der Kobaltallergie entsteht ein allergisches Kontaktekzem. Da Kobalt, aber vor allem auch Chrom, auch in Lederprodukten und so auch Lederschuhen stecken kann, sollte man bei wiederkehrenden Ekzemen am Fuß an eine Allergie denken.

Details zur Kontaktallergie gegen Kosmetik

Nach der Nickelallergie ist die Reaktion auf Kosmetik die häufigste Kontaktallergie. Auslöser sind in den meisten Fällen Duftstoffe oder Konservierungsstoffe.

Wenn Symptome einer Hautallergie auftreten, ist gerade bei einer Allergie gegen Kosmetika die Suche nicht so einfach. Ist es das Waschmittel? Ein Duftstoff im Parfum oder Duschgel? Die Creme oder das Shampoo? Der Versuch, die Allergene zu vermeiden oder überhaupt zu identifizieren, ist mitunter schwierig. Die meisten Betroffenen gehen erst einmal nach Versuch und Irrtum vor. Sie wechseln also ein Kosmetikprodukt, das sie für die Ursache halten. Häufig führt das aber nicht zum gewünschten Erfolg und die Betroffenen suchen schließlich doch einen Arzt auf.

Wir empfehlen dir: Wenn du eine Kontaktallergie vermutest, solltest du frühzeitig einen Hautarzt aufsuchen, der eine genaue Diagnose stellen kann.

Allergietest auf dem Rücken einer Patientin

Diagnose und Behandlung einer Kontaktallergie

Beim Verdacht auf eine Hautallergie führt der Arzt einen sogenannten Epikutantest durch. Dabei klebt er spezielle Pflaster mit unterschiedlichen Allergenen auf den Rücken des Patienten. Diese bleiben einen bis zwei Tage auf der Haut. Anschließend sind bei einer Allergie allergische Reaktionen zu erkennen, die sich klar einem oder mehreren Auslösern zuordnen lassen.

Eine echte Behandlung gibt es bei Hautallergien nicht. Die Sensibilisierung bleibt in den meisten Fällen das ganze Leben lang erhalten. Für die Allergiker bedeutet das, dass sie die Allergene so weit wie möglich meiden müssen. Nur dann ist eine Behandlung des allergischen Kontaktekzems oder des Ausschlags erfolgreich.

Um das Ekzem loszuwerden, helfen dann entzündungshemmende Cremes, die es auch kortisonfrei gibt. Außerdem ist eine gute Pflege notwendig, damit sich die Haut regenerieren kann. Wer mit seinem Allergen häufiger zu tun haben muss (zum Beispiel am Arbeitsplatz), der sollte den Hautkontakt vermeiden. In vielen Fällen ist das durch entsprechende Schutzhandschuhe möglich. Außerdem solltest du auf eine gesunde Hautschutzbarriere achten. Dann kann das Allergen nicht so leicht in die Haut eindringen.

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Allergene in Kosmetik meiden

Wenn du auf Duftstoffe oder andere Inhaltsstoffe von Kosmetik allergisch bist, solltest du dir die Inhaltslisten der einzelnen Produkte gut anschauen. Manchmal stecken die Allergene in Produkten, in denen man gar nicht damit gerechnet hätte.

Wenn du sichergehen möchtest, solltest du auf Kosmetik zurückgreifen, die auf mögliche Allergene verzichtet. Empfehlenswert sind die Produkte der Serie DEFENCE COLOR von BioNike. Sie enthalten keine der Konservierungsstoffe, die in der entsprechenden EG-Verordnung aufgeführt sind, haben kein Parfum zugesetzt und sind außerdem glutenfrei. Auch Nickel, Chrom und Kobalt kommen höchstens in kleinen Spuren vor. Dadurch sind die Produkte für viele Menschen mit Allergien sehr gut geeignet. Die für das Augen-Make-up erhältlichen Produkte sind zudem nicht nur dermatologisch, sondern auch augenärztlich getestet und sowohl bei sensiblen Augen als auch für Kontaktlinsenträgerinnen geeignet.

  • Die DEFENCE COLOR 3D Mascara verleiht deinen Wimpern einen 3D-Wow-Effekt. Zum Auftragen der mit einem kräftigenden Aktivstoff angereicherten Mascara dient ein spezielles Bürstchen, das für schön geschwungene, längere und voluminösere Wimpern sorgt.
  • Eine große Auswahl an Lippenstiften hält für jeden Geschmack den richtigen parat. Ein besonders cremiger Lippenstift ist etwa der DEFENCE COLOR CREAMY VELVET Full Colour Lipstick 105 CANNELLE, den es in acht atemberaubenden Farben gibt. Die Rezeptur mit pflanzlichen Lipiden, Moringa- und Wiesenschaumkrautölen sorgt für ein angenehmes Gefühl und ein samtiges Finish. Sie überzeugt nicht nur mit der strahlenden Farbkraft, sondern versorgt die Lippen bis zu 24 Stunden mit Feuchtigkeit.
  • Mit einer auf den Hauttyp abgestimmten Foundation runden auch Allergiker ihren Make-up-Look ab. Ein besonderes Highlight ist die DEFENCE COLOR High Protection - ANTI-POLLUTION BLUE LIGHT FOUNDATION 305 MIEL. Die für überempfindliche Haut entwickelte Foundation sorgt nicht nur für ein ebenmäßiges Hautbild, sondern schützt sie auch vor UVA- und UVB-Strahlen sowie vor Blaulicht und unterstützt durch eine patentierte Verbindung von Beta-Glucan und L-Carnosin die Abwehrkräfte der Haut.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.