Kosmetikstudio betreiben in herausfordernden Zeiten

Die letzten Monate waren für Kosmetikerinnen und Betreiberinnen von Kosmetikstudios mehr als herausfordernd. Und leider wird es ja auch noch eine ganze Weile dauern, bis wieder Normalität einkehren kann. Umso wichtiger ist es, jetzt die Möglichkeiten der Digitalisierung zu nutzen, um den Kontakt zu den Kunden zu halten und diese über Neuigkeiten zu informieren. Zu diesem Thema gibt es auch eine Podcastfolge mit unserer Expertin Lena Thies. Sie gibt Tipps für Betreiberinnen von Kosmetikstudios, spricht über gute Partnerschaften und über die Bedeutung der Digitalisierung in diesem Business generell. Hör doch mal rein!

Welche Möglichkeiten bietet Social Media für Kosmetikstudios?

Wenn die Kundinnen wegen der Pandemie nicht ins Kosmetikstudio kommen können, ist es besonders wichtig, mit ihnen trotzdem in Kontakt zu bleiben. Dazu bieten sich die sozialen Medien wie Instagram und Facebook an. Viele Kundinnen sind dort ohnehin unterwegs und freuen sich über gute Inhalte im Kanal ihres Kosmetikstudios. Damit die Beiträge dort aber auch wahrgenommen und gelesen werden, solltest du ein paar Grundsätze beachten:

  • Die Kanäle in den sozialen Netzwerken müssen regelmäßig mit guten, neuen Inhalten gefüllt werden. Es reicht nicht, alle paar Wochen mal einen Beitrag zu veröffentlichen. Regelmäßigkeit ist für die Wahrnehmung sehr wichtig.
  • Überlege dir, was deine Kunden wirklich brauchen! Gerade können das zum Beispiel Anleitungen oder Videos sein, wie sie zu Hause selbst kleine Hautbehandlungen durchführen können. Die passenden Kosmetikprodukte stellt die Kosmetikerin zur Verfügung und die Kundinnen wissen dann ganz genau, wie sie zu Hause damit umgehen können. Auch Neuvorstellungen von interessanten Produkten oder Geräten sowie allgemeine Hautpflegetipps kommen gut an.
  • Nutze den Kanal nicht nur für direkte Werbung, sondern vor allem für wichtige Informationen, die deinen Kundinnen weiterhelfen! In der aktuellen Pandemielage sind das zum Beispiel auch Informationen darüber, wann und wie es mit Öffnungen weitergehen kann und welche Hygienemaßnahmen eingehalten werden müssen.
Frau im Kosmetikstudio

Warum ist Digitalisierung ein wichtiges Thema für Kosmetikstudios?

Im Moment, wo die Arbeit am Kunden Großteils eingeschränkt ist, wird die Bedeutung der Digitalisierung noch einmal so richtig deutlich. Aber auch außerhalb der Pandemie ist diese aus dem Alltag von professionellen Kosmetikstudios kaum noch wegzudenken. Das hat mehrere Gründe.

Zum einen informieren sich Kunden vor dem Kauf einer Dienstleistung fast immer im Internet. Ein Kosmetikstudio, das dort keinen professionellen Auftritt hat, wird deshalb kaum wahrgenommen.

Zum zweiten kommen die Kundinnen durch die Möglichkeiten des Internets schon deutlich vorinformiert zur Behandlung. Sie fragen konkret nach neuen Methoden, besonders nach neuen Technologien. Es ist sehr wichtig für die Kosmetikerinnen und die Betreiberinnen der Studios, hier auf dem aktuellen Stand zu bleiben und damit dann auch im Netz gefunden zu werden.

Und zum dritten geht der Trend in der Kosmetikbranche schon seit Jahren immer mehr hin zu technologischer Unterstützung. Die Kundinnen wünschen sich, dass hochmoderne Geräte die Arbeit der Kosmetikerin stützen und die Behandlung intensivieren. Auch deshalb ist es unumgänglich, sich sehr regelmäßig auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

Kosmetikstudio ohne Kunden

Die Bedeutung eines starken Partners für Kosmetikstudios

Lena Thies empfiehlt im Podcast allen Betreiberinnen von Kosmetikstudios, auf einen starken Partner zu setzen. Dieser sollte vor allem überzeugende Kosmetikprodukte und Geräte anbieten, mit denen die Kosmetikerinnen gut und gerne arbeiten. Außerdem ist Vertrauen in die Qualität ein ganz wichtiger Aspekt. Der Partner sollte auch Schulungen und Fortbildungen anbieten, um die sehr unterschiedliche Vorbildung von Kosmetikerinnen auszugleichen und die Motivation bei den Kundinnen und Kunden hochzuhalten.

Sehr wichtig ist, dass der Kosmetikhersteller selbst mit einem Gerätehersteller zusammenarbeitet. Frau Thies erklärt: Die Geräte arbeiten sehr häufig mit verschiedenen Einschleusungsmethoden, um Wirkstoffe tief in die Haut zu bringen. Dort können sie das Hautbild aus der Tiefe heraus verbessern. Dafür braucht es jedoch perfekt abgestimmte Produkte, die in den tieferen Hautschichten gut verträglich sind. Verwendet man hierfür zum Beispiel Kosmetik mit Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffen, kann das zu allergischen Reaktionen auf der Haut führen. Deshalb sollten die Kosmetiklinien unbedingt sehr gut auf die Geräte angepasst sein (und umgekehrt).

Manche Partnerfirmen bieten sogar Mietmodelle für neue Geräte an, damit die Kosmetikstudios ohne große Anschaffungskosten auf dem neuesten Stand bleiben können.

Optimal ist es, wenn dein Partner dich gerade jetzt in der Pandemie auch unterstützt und zum Beispiel beim digitalen Marketing hilft. Dann sind die Chancen gut, nach der Krise gemeinsam wieder voll durchstarten zu können.

Frau bei der Kosmetikerin


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