Damit Schminken der Haut nicht schadet – Qualität der Produkte entscheidend

Für viele Frauen gehört das tägliche Make-up einfach dazu. Oft mit einem etwas schlechten Gefühl, denn dekorative Kosmetik kann der Haut ganz schönen Schaden zufügen. Musst du deshalb aufs Schminken verzichten? Natürlich nicht! Aber es lohnt sich ein genauerer Blick auf die Produkte, die du verwendest. Im Balance Beauty Time Expertentalk erzählt Francesca Schüler von der Kosmetikmarke Dr. E. Voss, wie sie an das Thema Make-up herangeht und worauf du achten solltest.

Ist Schminken schlecht für die Haut? Ein Blick auf schädliche Inhaltsstoffe

Dekorative Kosmetik kann sich unter Umständen sehr negativ auf die Haut auswirken. Einerseits verstopft zu viel ungeeignetes Make-up die Poren, sodass sich Pickel, Mitesser und Unreinheiten verstärken können. Andererseits kann vor allem billige Schminke viele Stoffe enthalten, die der Haut schaden können.

Ganz vorne auf der Liste der schädlichen Stoffe stehen Mineralöle, Silikone und Emulgatoren:

  • Mineralöle legen sich auf die Haut und dichten diese ab. Die Pflegewirkung von mineralölhaltigen Inhaltsstoffen ist kaum vorhanden, dafür stehen bestimmte Mineralölstoffe aber im Verdacht, krebserregend zu wirken.
  • Gleiches gilt für Silikone. Dabei handelt es sich um Kunststoffe, die sich auf die Haut legen. Sie fühlen sich zwar erst einmal angenehm an, behindern aber die Regenerations- und Aufnahmefähigkeit der Haut.
  • Emulgatoren stecken in Kosmetikprodukten, um Wasser und Fett miteinander zu mischen. Leider lösen Emulgatoren aber auch Hautfette an, sodass diese beim nächsten Waschen einfach mit weggeschwemmt werden. In der Folge wird die Schutzschicht der Haut porös.

Durch falsches Make-up leidet die Haut deshalb sehr. Sie kann austrocknen, jucken und an Spannkraft verlieren. Unreinheiten und Hauterkrankungen können sich verstärken. Außerdem wird die Haut durchlässiger für Wasser, sodass sie weniger Feuchtigkeit speichern kann. Umgekehrt können Schadstoffe und Keime leichter durch die geschädigte Hautbarriere eindringen. Und auch der pH-Wert kann durch das Auswaschen der Fette negativ beeinflusst werden. Deshalb solltest du auf Produkte achten, die ohne diese Inhaltsstoffe auskommen.

Frau schminkt Mädchen mit Make-up Pinsel

Wie findet man hautfreundliches Make-up?

Francesca Schüler empfiehlt im Podcast, auf eine möglichst kurze Liste an Inhaltsstoffen zu achten. In Kosmetikprodukten sollten nur diejenigen Stoffe stecken, die auch wirklich nötig sind. Besonders in der Naturkosmetik wird man hier fündig. Hier verwendet man generell keine mineralölhaltigen Inhaltsstoffe. Deshalb bist du bei Naturkosmetik schon eher auf der sicheren Seite. Emulgatoren stecken aber auch hier in vielen Produkten.

Besonders Foundation ist kaum ohne Emulgatoren zu finden. Francesca Schüler rät deshalb, auf Alternativen zu setzen: Lose Mineralpuder kommen komplett ohne Emulgatoren aus und reichen bei vielen Frauen vollkommen aus. Wenn du trotzdem eine Grundlage brauchst, wirst du bei Concealern am ehesten fündig. Diese bestehen in erster Linie aus Ölen und Fetten. Da sie ohne Wasser auskommen, sind oft keine Emulgatoren notwendig.

Hautfreundliche Schminke von Dr. E. Voss

Auf der sicheren Seite bist du mit den Produkten von Dr. E. Voss. Der Kosmetikhersteller ist schon lange für hochwertige Wirkstoffkosmetik bekannt. In den letzten Jahren sind auch Produkte aus dem Bereich der dekorativen Kosmetik hinzugekommen. Diese erfüllen die gleichen Ansprüche, die Dr. E. Voss auch an die Pflegekosmetik stellt: Die Produkte enthalten keinerlei Emulgatoren, Mineralöle, Silikone oder Paraffine. Hier findest du zum Beispiel wirksame Abdeckcremes, getönte Tagescreme, Mascara, Lippenstift oder mattierendes Mineralpuder ganz ohne hautschädliche Inhaltsstoffe.

Außerdem stecken in den Kosmetikprodukten möglichst wenig ungesättigte Öle und Fette. Im Podcast erklärt Francesca Schüler, warum das so ist: "In der Ernährung sind ungesättigte Fettsäuren sehr wichtig. Bei Produkten für die Haut ist das anders. Die Öle sind sehr empfindlich und lösen sich im Kontakt mit Licht und Sauerstoff sehr schnell in ihre Bestandteile auf." Diese können der Haut unter Umständen mehr schaden als nutzen. In der dekorativen Kosmetik von Dr. E. Voss werden sie deshalb so wenig wie möglich verwendet, genau wie alle anderen Stoffe, die der Haut schaden könnten.

Frau mit schönem Make-up

Besonders wichtig beim Thema Make-up: das Abschminken

Wenn du deiner Haut mit Make-up nicht schaden möchtest, gehört das Abschminken unbedingt dazu. Allerdings sollte das gründliche Waschen auch dann Teil deiner täglichen Routine sein, wenn du kein Make-up benutzt. Diese Tipps helfen dir:

  • Verwende zwei verschiedene Produkte, um die Haut porentief und gründlich zu reinigen! Perfekt ist zum Beispiel die Kombination aus einem Reinigungsgel oder -schaum und einem Facial Toner. 
  • Vermeide heftiges Rubbeln beim Abschminken und Reinigen! Sanftes Waschen mit einem guten Reinigungsprodukt und warmem Wasser reicht völlig aus. Wenn du zu grob vorgehst, kannst du die Haut reizen und kleine Verletzungen verursachen.

Sollte ich vegane Kosmetik verwenden?

Veganes Make-up ist ein Trend, der natürlich seine Berechtigung hat. Francesca Schüler erklärt im Podcast allerdings, warum ihr möglichst natürliche Produkte wichtiger sind als vegane. Bienenwachs zum Beispiel darf in veganer Kosmetik nicht vorkommen. Allerdings wird dieser eigentlich sehr natürliche und hautfreundliche Stoff dann häufig durch Paraffin oder ein anderes hautschädliches Produkt ersetzt. Unsere Expertin setzt deshalb lieber auf Naturkosmetik mit möglichst kurzer Inhaltsliste oder gleich auf die Produkte aus dem eigenen Haus.



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