Mit Shiatsu die eigene Lebensenergie wieder in Fluss bringen

Das Leben in der heutigen Gesellschaft besteht zu einem großen Teil aus Stress. Die Kinder müssen in die Schule gebracht werden, gemeinsames Lernen für eine gute Ausbildung steht auf der Tagesordnung und Arbeiten müssen wir auch noch. Bei einem solchen Alltag kommt bei vielen Menschen die Entspannung zu kurz. Krankheit und Verspannungen sind die Folge. Shiatsu-Massagen sollen Abhilfe schaffen und den Körper wieder mit neuer Lebensenergie versorgen.

Inhalt:

Eine Frau erhält eine Shiatsu Massage

Was ist Shiatsu?

Die fernöstliche Körpertherapie stammt ursprünglich aus der traditionellen Chinesischen Medizin. Von dort fand die Methode ihren Weg nach Japan. Das Wort Shiatsu leitet sich aus dem japanischen shi für Finger und atsu für Druck ab und bedeutet übersetzt somit Fingerdruck. Von Japan aus breitete sich die Therapie auch in die westliche Welt aus.

Beim Shiatsu dreht sich alles um die Lebensenergie Qi. Sie fließt in Meridianen durch unseren Körper und wirkt sich auf unser Befinden aus. Die Energie muss ständig im Fluss bleiben. Tut sie dies nicht, entstehen Blockaden, welche sich in unterschiedlichen Beschwerden äußern können. Diese sollen beim Shiatsu durch gezielten Druck vermindert werden. Entlang der Meridiane liegen nämlich einzelne Punkte, die Energie besonders gut aufnehmen (diese werden auch in der Akupunktur und Akupressur angewandt und gehören zu den Grundlagen die in einer Ausbildung gelernt werden). So soll der Energiefluss wieder hergestellt und die Symptome gelindert werden. 

Steine sind in Balance neben einem Fluss

Wie läuft eine Shiatsu-Massage in der Praxis ab?

Zuallererst stellt der Masseur Fragen, um gezielt auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Menschen eingehen zu können. Beim traditionellen Shiatsu findet die Massage direkt auf einer weichen Matte am Boden statt. Da die Technik am bekleideten Körper angewandt wird, ist es wichtig, auf bequeme Kleidung zu achten. Der Körper wird abgetastet, um die Blockaden zu finden. Sanfte Berührungen und sanfter Druck mit Finger, Hand und Ellenbogen sollen die Verspannungen lösen. Ein weiterer Bestandteil der Methode ist die Dehnung der Muskulatur. Den Abschluss bildet eine Ruhephase, in der sich die Entspannung entfalten und im gesamten Körper ausbreiten soll. 

Wichtig ist, dass Shiatsu den Menschen ganzheitlich betrachtet (nicht nur den Körper, sondern auch den Menschen persönlich). Er soll sich danach als ganzer Mensch fühlen. Gelingt dies, werden die Selbstheilungskräfte angeregt, wodurch Gesundheit und Wohlbefinden gesteigert werden. 

Eine traditionelle Shiatsu Massage findet am Boden statt

Die Shiatsu-Ausbildung

Die Ausbildung im Shiatsu erfolgt in mehreren Stufen. Nach einer ersten Einführung beginnt in der Regel die Grundausbildung wo neben den Meridianen auch medizinisches Grundwissen vermittelt wird. Auch nach absolvierter Abschlussprüfung der Shiatsu-Ausbildung gibt es zahlreiche Weiterbildungen um die Technik zu entwickeln und die Wirkung zu intensivieren. 

Wichtig ist jedoch: Shiatsu kann die klassische Medizin unterstützen und Beschwerden vorbeugen. Es ist jedoch niemals Ersatz für eine ärztliche Konsultation oder Therapie.