Urlaub in Südtirol: Das Passeiertal und seine Sehenswürdigkeiten

Das Passeiertal liegt in Südtirol, nördlich von Meran. Eine reizvolle alpine Hochgebirgskulisse in Italien, die sich nicht zuletzt durch ihre traditionellen Gasthöfe und Hotels auszeichnet, die oftmals als Familienbetriebe geführt werden.

Ein Gegend, die nicht nur für Wanderer und Naturfreunde, sondern auch für einen Wellness-Urlaub – etwa im Hotel St. Martin Südtirol – in Betracht kommt. Südtirols erstes Hotel mit einer hauseigenen Brauerei, die die altehrwürdige Kunst des Brauens, aber auch den damit verbundenen Aufwand hautnah vermittelt. Ein Muss für alle Biertrinker und jene, die es noch werden wollen. Doch auch für Bergsteiger, Gleitschirmflieger oder Fotografen ist die Region ein Traum.

Mann wandert in Südtirol

Aktivurlaub im Passeiertal

Denn hier, im Passeier, finden sich zahlreiche Wandergebiete (zum Beispiel im Gebiet um den Hirzer), aber auch der Naturpark Texelgruppe, der größte Regionalpark der Provinz Bozen. Wer danach erschöpft ist, kehrt gerne in die urigen Gasthäuser oder auch eine Brauerei mit Übernachtung ein.

Tatsächlich ist der Tourismus heute die Einnahmequelle des Vorderpasseier und es wurden viele der alten Saumpfade zu modernen Premium-Wanderwegen ausgebaut. Apropos Historie: Die vermutlich bekannteste geschichtliche Person ist Andreas Hofer, der Kopf des Tiroler Volksaufstands von 1809, mit dem man sich gegen die bayerische und französische Besatzung der Region zur Wehr setzte.

Die präsentiert sich heute gleichermaßen friedlich wie idyllisch und ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Vom Wander- bis zum Winterurlaub

Denn nicht nur für Wanderurlaube und Bergtouren im Sommer, sondern auch für Wintersportler, die ein neues, vielleicht noch unbekanntes Ziel suchen, ist der Passeier ideal. Ebenso kommen jene, die Alpenpässe lieben, hier voll auf ihre Kosten, denn auch der Jaufenpass oder das Timmelsjoch sind nicht fern.

Timmelsjoch, Südtirol

Letzteres gilt als eine der schönsten hochalpinen Straßen überhaupt. Eine beliebtes Ziel für ambitionierte Passfahrer, aber auch botanisch interessierte Urlauber kommen hier nicht zu kurz. Denn allmählich weichen die saftigen Almwiesen den blühenden Almrosen, um dann, je höher die Serpentinen bergan führen, kleinen, sturmerprobten Nadelgehölzen und schließlich kargen Geröllfeldern Platz zu machen.

Hoch droben trifft man – respektive Frau – dann selbst in den Sommermonaten auf Schnee, während weiter unten Begegnungen mit Schafen, aber auch mit wilden Steinböcken, keine Seltenheit sind. Wohl denen, die ihre Kamera griffbereit dabeihaben.

Traumhafte Unterkünfte, zünftige Küche

Wer in der Region Urlaub macht und die Suchbegriffe „Hotel Passeiertal“ in seine Suchmaschine eintippt, findet zahlreiche urige Unterkünfte, die sich durch ihre Lage, ihre Gastfreundlichkeit und nicht zuletzt ihre zünftige Küche auszeichnen.

Denn Essen und Trinken wird im Passeiertal großgeschrieben, und nach klassischen Südtiroler Gerichten wie Speck- und Käseknödel brauchen erschöpfte Tourengeher nicht lange zu suchen. Ebenso sind Fisch, insbesondere Forellen, aber auch Wildgerichte in der Region äußerst beliebt. Dabei zeichnen sich die meisten Gerichte und Gasthäuser durch ihren regionalen Bezug aus und bringen das auf den Tisch, was in der Region selbst heranreift.

Alpentourismus und Umweltschutz

Eine Nachhaltigkeit, die dem alpinen Tourismus sicherlich guttut. Schließlich stellte bereits Heinz Sielmann, der bekannte Tierfilmer, Zoologe und Publizist mal die bange Frage, ob die Alpen denn noch zu retten sind, und spielte damit nicht zuletzt auf die mitunter endlos erscheinenden Blechlawinen an, die sich durch die Region wälzen.

Tatsächlich gehen – und das ist auch nötig – immer mehr Regionen im Alpenraum dazu über, die Natur, die nun mal die Grundlage ihres Einkommens und ihrer Wirtschaftskraft darstellt, aktiv zu schützen. Denn die Folgen des Klimawandels sind gerade im Hochgebirgsraum (Stichwort: Rückgang der Gletscher) unübersehbar, und auch der Tourismus, nicht zuletzt der Bau von Seilbahnen, führt natürlich zu Eingriffen in die Natur.

Somit wird eine Balance zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen immer wichtiger. Moderne Raumordnungskonzepte sind gefragt, die beiden, den Touristen und Wanderern wie auch der Natur, Raum bieten.

Was bringt die Zukunft?

Dass sich der Wintersport und der alpenländische Tourismus verändern werden (und müssen), ist schon jetzt unausweichlich. Denn die Klimaerwärmung wird zu Zuwächsen im Sommertourismus führen, zugleich jedoch den Wintersport erschweren bis mancherorts sogar unmöglich machen. Denn immer häufiger bleiben, selbst im Hochgebirge, Regionen, die einst als schneesicher galten, in vielen Wintern grün.

Auch das bundesdeutsche Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit beschäftigt sich daher mit der Frage, wie sich der Tourismus in den Alpen zukunftssicher gestalten lässt. Hier setzt man unter anderem auf eine regionale Wertschöpfung, wie sie bereits heute im Passeier praktiziert wird. Doch auch eine Ressourceneffizienz und womöglich Beschränkungen für den Individualverkehr könnten unausweichlich werden. Zumal manche Spots – nicht zuletzt einem Hype in den sozialen Netzwerken geschuldet – regelrecht überrannt werden.

Insofern sind Nachhaltigkeit und eine Balance gefragt. Die Balance zwischen berechtigten wirtschaftlichen Interessen in ansonsten eher strukturschwachen Regionen und mehr Umwelt- und Klimaschutz. Die Balance zwischen dem Wunsch, die schwindenden Naturschönheiten dieses Planeten zu erkunden und Verzicht. Denn wir müssen nicht auch noch die letzte Alm für den Pkw-Verkehr erschließen, und auch Lifte gibt es längst genug.

Schließlich sind es nicht die asphaltierten Straßen und gespurten Loipen, sondern die urwüchsige Natur und das Hochgebirgspanorama, die uns in die Region locken!