Sport mit Hund – welche Sportarten eignen sich und worauf muss ich achten?

Alles ist besser, wenn der geliebte Hund an deiner Seite ist! Wenn du dir jemals gewünscht hast, dass dein Hund dich beim Golf, Fußball oder Mannschaftssport begleitet, bist du nicht allein. Sport mit Hund ist schließlich ein beliebter Zeitvertreib. Aber manche Sportarten sind für einen Hund schwerer zu bewältigen als andere. Die gute Nachricht ist, dass es Sportarten gibt, die deine Fellnase problemlos mit dir betreiben kann. Hier sind einige unserer interessanten Lieblingssportarten, die du mit deinem vierbeinigen Freund ausüben kannst. 

Sport mit Hund - Frau macht mit ihrem Hund Sport im Wohnzimmer.

Sport mit Hund – warum alleine trainieren, wenn man auch mit seinem Hund Sport machen kann?

Hunde sind großartige Trainingsgefährten. Deswegen macht Sport mit einem Hund auch so viel Spaß. Die Vierbeiner sorgen für eine positive Einstellung, sie helfen dir, Spaß zu haben und am Ende gibt es Streicheleinheiten! Was gibt es daran nicht zu lieben? Wenn du auf der Suche nach Tipps für Hundesport bist, um mit deinem Hund aktiv zu werden, dann schau dir doch mal die folgenden hunde- und menschenfreundlichen Workouts an!

Was muss ich wissen, wenn mich mein Hund beim Sport begleitet?

Ob Joggen, Agility, Canicross oder gemeinsames Gewichtheben – wähle zunächst den richtigen Zeitpunkt für das Training, der sowohl für dich als auch für dein Tier geeignet ist! Plane den Hundesport nicht zu Zeiten ein, in denen dein Haustier normalerweise ruht! Dementsprechend solltest du deinen Hund auch nicht nach dem Essen zum Training mitnehmen! 

Ein ganz wichtiger Tipp für Hundesport: Leg dir einen Vorrat an Spielzeug oder Leckerlis an! Du musst deinen Vierbeiner motivieren! Daher ist es am besten, wenn du die Aufmerksamkeit auf ein Lieblingsspielzeug lenkst. Leckerlis werden deinen Vierbeiner sicherlich mehr anlocken, aber wenn du mit einer Hundesportart nicht nur Spaß haben, sondern auch die Gesundheit fördern willst, ist ein Spielzeug besser. Das gilt besonders dann, wenn die Hundesportart eine bestimmte Ausrüstung erfordert, an die sich der Vierbeiner erst gewöhnen muss.

Warum ist Geduld eine wichtige Voraussetzung, wenn man Sport mit Hunden machen möchte?

Nicht jede Hundesportart ist für jeden Vierbeiner geeignet. Vielleicht gefällt deiner Fellnase deine Idee mit dem Sport zunächst nicht wirklich. Also sei nicht böse, wenn du nicht gleich Erfolg hast! Nicht jeder Vierbeiner ist ein guter Läufer und nicht jeder Hund interessiert sich für Hundesport. Vielleicht mag dein Haustier lieber gemütlich laufen oder spazieren gehen.

Überlege dir, welche Hundesportart für deinen Hund am besten ist! Dies gilt vor allem dann, wenn dein Hund noch ein Welpe ist und auch, wenn er schon etwas betagt ist oder Probleme damit hat, ordentlich an der Leine zu laufen.

Hund rennt draußen auf sein Frauchen zu, sie empfängt ihn mit offenen Armen.

Wie wäre es mit Joggen?

Viele der Grundsätze, die beim Joggen für Menschen gelten, treffen auch auf unsere Hunde zu. Besitzer und Hunde sollten sich schrittweise an das gemeinsame Joggen herantasten, indem sie dreimal pro Woche abwechselnd für kurze Zeit, also nicht mehr als 20 Minuten, non-stop gehen und das Joggen allmählich steigern! 

Menschen und Hunde, insbesondere Welpen, für die das Joggen neu ist oder die noch nicht an das gemeinsame Joggen mit der Leine gewöhnt sind, können eine oder zwei Wochen lang mit zwei Minuten Joggen in einem angenehmen Tempo beginnen, gefolgt von zwei Minuten Gehen. Steigere die Belastung beim Training dann auf vier Minuten Joggen und zwei Minuten Gehen, dann auf sechs Minuten Joggen und zwei Minuten Gehen, bis du und dein Vierbeiner in der Lage seid, dreimal pro Woche 20 Minuten lang ununterbrochen und bequem zu joggen!

Ein Hundebesitzer dehnt seinem Hund die Hinterbeine.

Ist ein Warm-up wichtig?

Spaß ist das Eine, doch jede Hundesportart, von Joggen über Agility bis zum Canicross, sollte mit einem angemessenen Aufwärmprogramm beginnen! Diesen Tipp vernachlässigen leider zu viele Menschen, wenn sie diverse Sportarten mit ihren Vierbeinern ausführen. Dabei ist vor allem beim Joggen ein wirksames Aufwärmprogramm wichtig.

Beginne alle gemeinsamen Trainingseinheiten mit einer Aufwärmphase durch zügiges Gehen oder leichtes Joggen und beende jedes Training mit einer Abkühlphase nach dem Sport! Ruhe und Erholung sind wichtig, um die Fitness von dir und deinem Hund zu verbessern.

Wenn du mit dem Joggen beginnst oder eine andere Sportart austestest, solltest du jeden zweiten Tag mit deinem Hund joggen und nicht an aufeinanderfolgenden Tagen, damit sich die Muskeln erholen können und Verletzungen vermieden werden, während ihr eure Ausdauer verbessert! 

Wie steigere ich die Belastung beim gemeinsamen Sport?

Nach vier bis sechs Wochen, in denen ihr dreimal pro Woche 20 Minuten lang das Joggen trainiert habt, haben du und dein Hund so viel Kraft und Ausdauer aufgebaut, dass ihr eure Laufleistung steigern könnt. Die allgemein anerkannte Richtlinie für die Steigerung der Laufleistung bei Menschen und Hunden beim Joggen lautet, dass die wöchentliche Steigerung, entweder in der Zeit oder in der Laufleistung, zehn Prozent nicht überschreiten sollte. Während ihr eure Laufleistung und damit die körperliche Fitness erhöht, werden die Pfoten deines Hundes allmählich härter, um die längeren Strecken beim Joggen zu bewältigen. 

Hast du schon mal von Canicross gehört?

Canicross ist im Wesentlichen ein Geländelauf mit dem Hund. Canicross ähnelt in gewisser Weise dem Bikejöring und Skijöring, bei denen man mit dem Fahrrad oder auf Skiern zusammen mit seinem Hund durch die Landschaft fährt. Beim Canicross muss man sich mit einer Canicross-Leine oder, noch besser, mit einem Canicross-Zuggeschirr an den Hund binden, bevor man loslaufen kann.

Du kannst mit deinem Hund alleine am Canicross teilnehmen aber auch im Rahmen organisierter Canicross-Veranstaltungen mit anderen Menschen und Vierbeinern Spaß haben.

Die gelaufenen Distanzen und das durchquerte Terrain beim Canicross variieren je nach den Fähigkeiten und der körperlichen Verfassung der Teilnehmer. Einige Teams laufen bei einer Canicross-Runde fünf Kilometer oder mehr am Stück, während andere vielleicht nur einen Kilometer laufen.

Mehrere Hundebesitzer beim Canicross durch ein Waldstück.

Was braucht man für Canicross?

Canicross erfordert grundsätzlich keine spezielle Ausrüstung. Jedoch kann eine spezielle Leine beim Canicross oder auch ein geeignetes Zuggeschirr durchaus nützlich sein. Dies ist ein wichtiger Tipp für die Sicherheit. Anfänger sollten nicht versuchen, Canicross ohne ein geeignetes Canicross-Geschirr zu machen, das für Zughundesport geeignet ist! Die meisten normalen Hundegeschirre sind nicht richtig geformt und behindern die Atmung, machen den Hund wund oder beeinträchtigen die Schulterbewegung. Auch wenn man eine normale Leine verwenden kann, die um die Hüfte geschlungen wird, ist man mit einer drei bis sechs Meter langen Bungee-Leine, die an einem Canicross-Gürtel oder einem Zuggeschirr befestigt ist, besser bedient. Diese Gürtel sitzen tief auf der Hüfte des Läufers, so dass der Rücken beim Ziehen des Hundes nicht erschüttert wird. Diese Gürtel eignen sich auch für das Joggen oder Lauftraining, wobei du hierfür auch ein normales Geschirr nutzen kannst.

Ist Agility vielleicht die richtige Hundesportart für euch?

Agility ist ein Hundesport, bei dem die Tiere unter Anleitung eines Trainers einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen bewältigen müssen. Ein typischer Agility-Parcours besteht aus Standardhindernissen wie Tunneln, Rampen und Hürden. Einige der anderen Hindernisse, die beim Agility häufig verwendet werden, sind Flechtstangen und Pausentische oder Boxen. Bei manchen Wettbewerben für diesen Hundesport sind die Hindernisse mit Nummern gekennzeichnet, die die Reihenfolge angeben, in der sie zu bewältigen sind.

Frau durchläuft mit ihrem Hund einen Agility Parcours.

Achtest du auf die Signale deines Hundes?

Du solltest deinen vierbeinigen Begleiter nicht unter Druck setzen, etwas zu tun, was zu anstrengend ist, sonst könntest du größere Probleme bekommen! Beginne langsam, wenn dein Hund es nicht gewohnt ist, körperlich aktiv zu sein! Beobachte seine Reaktionen auf die zusätzliche Bewegung und füge weitere Aktivitäten oder längere Zeiträume hinzu, wenn er stärker wird! Du kannst zum Beispiel mit Joggen beginnen, in der nächsten Stufe Geländeläufe einbringen und die Belastung sowie die Trainingsarten dann allmählich anpassen, zum Beispiel, indem du es mit Agility oder Canicross versuchst.

Abwechslung kann nie schaden, denn sowohl Menschen als auch Tiere mögen keine Langeweile. Es kann ja nicht schaden, wenn nicht nur du, sondern auch dein Hund Spaß an der sportlichen Aktivität hat. Dein Hund sollte glücklich und müde, aber nicht erschöpft sein, wenn du mit dem Training für den Tag fertig bist! Und denk daran, dass die meisten Hunde durch zusätzliche tägliche Bewegung nicht mehr Kalorien verbrauchen und deshalb mehr essen müssen! Wenn du dir nicht sicher bist, ob die Fellnase einen langen Spaziergang oder ein zusätzliches Lauftraining verträgt, sprich mit deinem Tierarzt!

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.