Mittel gegen Kalziummangel: Pferd mit adäquater Nährstoffversorgung stärken

Für starke Knochen, gesunde Zähne und einen intakten Stoffwechsel ist eine Versorgung des Organismus mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffen besonders wichtig. Das gilt allerdings nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere vierbeinigen Freunde. Gerade Pferde brauchen eine optimale Calciumquelle für ein langes und fittes Leben. Wie du einem Kalziummangel beim Pferd effektiv vorbeugen kannst, erfährst du hier.

Drei Pferde stehen auf einer grünen Wiese

Warum ist Kalziummangel beim Pferd problematisch?

Es ist ein Thema, das Tierhalter und -halterinnen unbedingt ernst nehmen sollten: Kalziummangel. Pferde können davon genauso betroffen sein wie Hunde, Katzen oder Menschen. Calcium ist ein essenzieller Bestandteil einer ganzen Reihe von lebenswichtigen Stoffwechselvorgängen:

  • Calcium ist ein Mineralstoff, den der Körper für die Ausbildung und den Erhalt eines robusten Skeletts benötigt.
  • Zudem spielt Calcium neben anderen Nährstoffen eine wichtige Rolle für einen funktionstüchtigen Organismus und einen harmonischen Säure-Basen-Haushalt.
  • Darüber hinaus hängen die Gesundheit der Zähne, Muskeln, Nerven und Zellen sowie auch die Blut- und Knorpelbildung von einer guten Versorgung mit dem Mengenelement ab.

Die Bezeichnung von Calcium als Mengenelement rührt daher, dass der Mineralstoff in vergleichsweise großen Mengen im Organismus vorkommt. Bei einem Pferd können es mehr als 50 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sein. Das heißt konkret, dass ein mittelgroßes Pferd rund sieben Kilogramm Calcium in sich tragen sollte.

Insofern kann man sich ausmalen, dass Pferde mit Kalziummangel nicht dieselbe Leistung erbringen können, wie ihre rundum gesunden Artgenossen. Doch wie kann man sein Tier adäquat mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen, die es für ein langes und vitales Leben braucht?

Zwei Pferde grasen nebeneinander auf einer grünen Wiese

Gesundes und fittes Pferd: Was hilft gegen Kalziummangel?

Möchtest du ein gesundes Wachstum bei deinem Fohlen fördern, einem alten oder schwachen Pferd zu mehr Vitalität verhelfen, oder die Knochenstabilität und das Wohlergehen deines ausgewachsenen Pferdes unterstützen? Dann solltest du auf eine ausgewogene wie bedarfs- und artgerechte Fütterung achten, da Pferde Calicum über das Futter aufnehmen müssen. Deshalb ist es überaus wichtig, Pferde mit qualitativ hochwertigem Heu und Mineralfutter zu versorgen. Zudem fungieren auch frisches Wiesengras und Kräuter als natürliche Calciumquelle.

Ein Mensch streckt seine Hand zwei Pferden entgegen

Wann ist ein Ergänzungsfuttermittel als elementare Kalziumquelle sinnvoll?

In manchen Lebensphasen haben die Tiere, genauso wie wir Menschen, einen erhöhten Bedarf an Calcium. Vor allem trächtige Stuten oder Muttertiere in der Stillzeit haben genauso wie Fohlen, die sich noch mitten in der Wachstumsphase befinden, einen höheren Calciumbedarf. Auch für alternde oder kranke Pferde ist eine hochwertige Calcium- und Nährstoffquelle Voraussetzung für Gesundheit und Wohlergehen. Daher kann die bedarfsgerechte Zufütterung eines Einzelfuttermittels für Pferde durchaus Sinn machen.

Ein sogenanntes Calcium Citrat basiert auf Zitronensäure, die wiederum mit Calcium neutralisiert wird. Auf diese Weise kann das Calcium optimal vom Organismus aufgenommen und verwertet werden. Zudem ist eine gute Verträglichkeit vorausgesetzt. Je nach Größe und Gewicht des Tieres reichen schon vier bis sechs Esslöffel (zirka 15 Gramm pro Esslöffel) täglich aus, um den Calciumbedarf des Pferdes zu decken. Das Calcium Citrat wird einfach über das normale Futter gestreut und gelangt über den Fressvorgang direkt in den Organismus.

Es gibt aber auch eine andere Möglichkeit, einem Kalziummangel beim Pferd vorzubeugen. Ein sogenanntes Calcium Carbonat wird nicht aus Zitronensäure hergestellt, sondern es kommt unter anderem in Form von Sedimentgesteinen, Muscheln oder Schnecken auf der Erde vor. Aufgrund seines natürlichen Ursprungs wird das Calcium Carbonat auch als Naturkreide oder kohlensaurer Kalk bezeichnet. Pro Tag und Tier sollten für eine ideale Calciumversorgung etwa zwei bis vier Esslöffel (zirka 30 Gramm pro Esslöffel) des natürlichen Calciumspenders zugefüttert werden.

Unser Tipp: Um die Gelenke des Pferdes bestens zu unterstützen sowie auch Entzündungen vorzubeugen oder Schmerzen lindern zu können, wird die Zufütterung von erlesenen Kräutermischungen empfohlen. Fein aufeinander abgestimmte Kräuter können den Pferdekörper mit wichtigen Phytonährstoffen versorgen. Auf diese Weise können sie zur Gesunderhaltung von Gelenken, Sehnen, Bändern, Muskeln und Bindegewebe beitragen.

Welche Folgen kann ein Kalziummangel für Pferde haben?

Wer sein Pferd liebt, sollte also nicht nur für ausreichend Auslauf und Beschäftigung sorgen, sondern eine ausgewogene und artgerechte Fütterung spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle. Aus diesem Grund ist die Gewährleistung einer adäquaten Nährstoffversorgung ein zentraler Bestandteil einer rundum artgerechten Pferdehaltung. Warum ist es aber nun von hohem Stellenwert, dem Pferd eine gute Calciumquelle zu bieten und was können die Folgen eines Mangels sein?

Da Calcium ein essenzieller Baustein eines intakten und ausgeglichenen Stoffwechsels ist, kann eine Unterversorgung zu Defiziten und Mangelerscheinungen im Organismus führen. Insbesondere für Fohlen und Jungpferde kann ein Kalziummangel gravierende Folgen haben.

In den ersten Lebenswochen nehmen die Pferdekinder Calcium primär über die Muttermilch auf. Falls nun aber bereits die Mutterstute eine zu geringe Menge des lebenswichtigen Mineralstoffes in sich trägt, ist es auch wahrscheinlich, dass die Muttermilch kalziumarm ist. Im Umkehrschluss kann sich der Kalziummangel der Stute wiederum negativ auf die Entwicklung des Fohlens auswirken.

Unangenehme Konsequenzen können etwa sein:

  • geringe Festigkeit des Skeletts und des Gebisses,
  • Knocheninstabilität,
  • Fehlstellungen der Gliedmaßen,
  • schlechte Zähne
  • ein insgesamt schwaches Gebiss

Auch bei erwachsenen Pferden können sich Defizite an Calcium beispielsweise in einem steifen Gangbild äußern.

Der Kopf eines Fohlens schaut hinter einem Pferdekörper hervor

Was tun, wenn der Verdacht einer Mangelerscheinung besteht?

Falls bereits der Verdacht auf eine Unterversorgung mit Nährstoffen besteht, sollte jedenfalls ein Tierarzt aufgesucht werden. Im Idealfall sollte selbstverständlich schon präventiv gehandelt werden. Hinsichtlich der Vorbeugung eines Mangels an Nährstoffen wird dir der Tierarzt deines Vertrauens sicherlich gerne beratend zur Seite stehen.

Auf diese Weise können die entsprechenden Ergänzungsfuttermittel für Pferde bedarfsgerecht ausgewählt. Zudem kann die Menge des zugefütterten Kalzium-Präparats perfekt auf die individuellen Pferdebedürfnisse abgestimmt werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.