Gut für Klima und Tier: Nun liefern Insekten Proteine im Hundefutter

Eine der wichtigsten Energiequellen für Hunde sind Proteine. Am besten verwertbar für die Tiere ist dabei Eiweiß aus Fleisch. Eine Alternative zu herkömmlichem Fleisch sind Proteine aus Insekten. Wir verraten dir, warum sich Insekten für Hunde als Proteinquelle so gut eignen und worauf du bei der Fütterung mit der Fleischalternative aufpassen solltest. 

Besitzerin füttert ihren Hund.

Was macht Insektenprotein so wertvoll für Hund und Halter?

Wie auch Menschen leiden immer mehr Hunde unter Allergien und Unverträglichkeiten. Auslöser der Allergien ist oft das Protein im Hundefutter. Für viele Hundehalter ist es gar nicht so einfach, eine hochwertige und gut verträgliche Fleischsorte für den eigenen Hund zu finden. Dazu kommt, dass auch viele Hundehalter ethische Bedenken gegenüber der Fleischproduktion in Mastbetrieben haben. Aufzucht und Transport von Schlachtvieh wie Schweinen, Hühnern oder Rindern finden oft unter unwürdigen und schrecklichen Bedingungen statt. Dazu kommt die Belastung des Klimas durch den Anbau von Futter für die Fleischproduktion.

Gründe für den Verzicht auch Fleisch im Hundefutter: 

  • Allergien oder Unverträglichkeiten gegen herkömmliches Nass- oder Trockenfutter
  • Fleisch kann Rückstände von Antibiotika enthalten
  • CO₂-Abdruck und Klimabelastung
  • schlechte Haltungsbedingungen in der Fleischindustrie
Mehl aus Insektenlarven.

Ist vegane oder vegetarische Ernährung bei meinem Hund möglich?

Dein Hund muss nicht unbedingt Fleisch essen, um gesund und munter zu bleiben. Anders als sein Vorfahre Wolf verfügt er über viel mehr Enzyme, die stärkehaltige Kost verdauen können. Außerdem ist der Hund schon seit Jahrtausenden an den Menschen gewöhnt und hat sich, auch was das Futter anbelangt, angepasst. 

Die Hauptteile einer gesunden und nachhaltigen Hundeernährung bestehen wie auch bei Menschen aus den Nährstoffen:

  • Proteine,
  • Kohlenhydrate
  • und Fette.

Für eine ausgewogene Ernährung ist es wichtig, dass die Nährstoffe im richtigen Verhältnis aufgenommen werden. Fleisch (tierisches Protein) ist meist der Hauptlieferant für Eiweiß.

Es geht aber auch anders: Protein kann auch in Form von Hülsenfrüchten im Hundefutter von Pflanzen stammen. Die Kombination bestimmter pflanzlicher Proteinquellen kann den Proteinbedarf eines Hundes decken. Veganes oder vegetarisches Hundefutter setzt auf Kombinationen von verschiedenen Pflanzensorten als Proteinquelle. Allerdings enthalten Proteine aus pflanzlichen Quellen nicht alle Aminosäuren, die dein Hund für seine Gesundheit dringend benötigt. Bei tragenden oder säugenden Hündinnen, bei starker Belastung oder bei kranken Tieren ist eine vegane oder vegetarische Ernährung nicht zu empfehlen. 

Hund mit einem Bund Karotten im Maul.

Warum sind Proteine so wichtig für meinen Hund?

Dein Hund braucht hochwertige Proteine für den Erhalt und Aufbau

  • von Haut und Fell,
  • von Muskeln, Sehen und Bändern,
  • eines starken Immunsystems, 
  • eines gut funktionierenden Stoffwechsels.

Außerdem sind Proteine wichtig für das Wachstum und die Reproduktion von Zellen. Proteine aus tierischen Quellen liefern eine besonders hohe Qualität. Hier liegt die biologische Wertigkeit bei über 90 Prozent. Es ist den körpereigenen Proteinen des Hundes viel ähnlicher und daher auch leichter zu verwerten. Im Vergleich dazu liefern Eiweiße aus pflanzlichen Quellen nur etwa 50 Prozent Wertigkeit. Viele Futter aus pflanzlichen Quellen sind daher zusätzlich mit gewissen Aminosäuren versetzt.

Hund bei der Fellpflege

Insekten als umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichem Fleisch im Hundefutter

Eine optimale Alternative für umweltbewusste Hundehalter zu Fleisch ist deswegen Hundefutter aus Insektenprotein. Protein aus Insekten kann bis zu 80 Prozent verwendet werden. Im Vergleich dazu sind es bei Rindfleisch nur etwa 40 Prozent, die auf dem Teller oder im Hundenapf landen. Für die Herstellung von nachhaltigem Insektenprotein werden Mehlwürmer oder die Larven der Soldatenfliege (Hermetia illucens) verwendet.

Insekten – egal ob Mehlwürmer oder Soldatenfliegen – können mühelos artgerecht gehalten werden und verbrauchen ungleich weniger wichtige Ressourcen wie Wasser. Insektenprotein ist optimal verdaulich und hat eine biologische Wertigkeit, die im Vergleich zu pflanzlichem Eiweiß sehr hoch ist.

Tierisches Protein aus Insekten liefert auch wichtiges Vitamin B12. Dieses Vitamin brauchen Hunde für Blut und Zellen und ein gesundes Nervensystem. Zusätzlich liefern Insektenproteine die Mineralstoffe Eisen, Zink und Kalzium. Hundefutter aus nachhaltigem Insektenprotein gibt es ganz normal und praktisch als Nassfutter, Trockenfutter oder als Pulver, das selber unter das Futter gemischt werden kann.

Hund frisst aus dem Napf.
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Insekten füttern leicht gemacht

Speziell für Hunde mit einer Allergie oder Hunde, die psychisch und physisch viel leisten müssen, gibt es das Einzelfuttermittel Canina® PROTEIN INSECT. Es eignet sich auch hervorragend als "Appetizer" für geschmackssensible Hunde, da die leicht nussige Note sehr gut schmeckt. Canina® PROTEIN INSECT wird aus der Soldatenfliege hergestellt und ist mit Rosmarinextrakt versetzt, das der Konservierung dient. Das enthaltene Chitin regt als Ballaststoff die Verdauung an. Es ist eine hochwertige Eiweißquelle und enthält gesunde Fettsäuren. Zudem liefert es wichtige Aminosäuren, natürliche Mineralstoffe und Vitamine für deinen Hund. Das stärkt die Muskeln, das Immunsystem und sorgt für starke Nerven und Zellen.

Das Futter aus Insektenprotein ist für Allergiker geeignet und kann Hunden aller Altersklassen gefüttert werden. Es kann ganz einfach als Pulver mit dem Trockenfutter und etwas Wasser vermischt werden. Canina® PROTEIN INSECT kann zu jeder Art der Fütterung über 4 Wochen zugegeben werden. Ob als leckeres Topping, zu Unterstützung bei rekonvaleszenten Tieren, zur Appetitanregung oder einfach als gesunde Alternative zwischendurch.

Gerüche und Co: die Vorteile von Insekten im Hundefutter

Die Vorteile von Hundefutter aus Insekten sind zahlreich. Sie machen deinen Hund zum Umweltschützer und bringen dir aber auch persönlich Vorteile.

  • Die Herstellung von Eiweiß aus Insekten braucht umgerechnet 15500-mal weniger Wasser als für ein Kilogramm normales Fleisch.
  • Insekten brauchen viel weniger Platz als andere Nutztiere wie Kühe, Schweine oder Geflügel. Es ist auch viel leichter, Insekten artgerecht zu halten. 
  • Im Schnitt können 80 Prozent eines Insekts gegessen werden, während der essbare Anteil eines Rindes nur bei 40 Prozent liegt.
  • Der Energiegehalt bei Insekten ist sehr hoch. Je nach Art der Insekten können sie zwischen 400 und 1.300 Kilokalorien pro 100 Gramm liefern.
  • Der Umstieg auf Insektenprotein kann bei Allergien Wunder wirken, da es ein geringes Allergiepotenzial aufweist und somit hypoallergen ist. Zudem ist es gut verträglich und für deinen Hund überaus schmackhaft.
  • Egal, ob Trockenfutter oder Nassfutter: Futter aus Insekten riecht nicht unangenehm. Das ist angenehm für sensible Nasen bei der täglichen Fütterung und wirkt sich aber auch auf den Kot deines Hundes aus. Er stinkt einfach weniger. 
  • Hundehalter berichten von besseren Zähnen, weniger Körpergeruch und glänzenderem Fell ihrer Hunde, die mit Futter aus Insektenprotein gefüttert werden. 

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.