Klimawandel – UNICEF: Erste Klassenzimmer aus 100 % recyceltem Plastik in der Elfenbeinküste

Zum ersten Mal wächst eine globale Generation von Kindern in einer Welt auf, die durch den Klimawandel und eine geschädigte Umwelt viel gefährlicher und unsicherer geworden ist. Der Klimawandel und die Umweltzerstörung rauben Kindern ihre Rechte. Kinder sind nicht für den Klimawandel verantwortlich, aber sie werden dessen Auswirkungen tragen müssen. Der Einsatz für ökologische Nachhaltigkeit ist daher für UNICEF unerlässlich, um die verletzlichsten Kinder der Welt zu schützen.

Kind steht vor einem Müllberg

Kinder als Opfer des Klimawandels

Extreme Wetterereignisse wie Wirbelstürme und Hitzewellen treten immer häufiger und heftiger auf. Sie bedrohen das Leben von Kindern und zerstören für ihr Wohlergehen wichtige Infrastrukturen. Überschwemmungen z. B. gefährden Wasser- und Sanitäranlagen und führen zu Krankheiten wie Cholera, für die Kinder besonders anfällig sind.

Für Kinder, die bereits benachteiligt sind, ist das Risiko noch höher. Die Schwächsten verlieren ihr Zuhause, ihre Gesundheit und Bildung. Da Krisen durch den Klimawandel immer häufiger auftreten, wird es schwieriger werden, sich von diesen zu erholen.

Es ist höchste Zeit, um zu handeln

Bereits heute haben rund 785 Millionen Menschen keinen Zugang zu grundlegender Wasserversorgung. Bis 2040 werden voraussichtlich fast 600 Millionen Kinder in Gebieten leben, in denen die Nachfrage nach Wasser die verfügbare Menge übersteigt.

Wenn jetzt nicht gehandelt wird, wird der Klimawandel die Ungleichheiten, mit denen Kinder bereits jetzt konfrontiert sind, noch verschärfen, und künftige Generationen werden darunter leiden.

Die Beweise für die Auswirkungen des Klimawandels und der Luftverschmutzung auf Kinder sind eindeutig und nehmen zu.

Klimamaßnahmen bieten eine außergewöhnliche Gelegenheit, massive wirtschaftliche und soziale Vorteile zu erschließen, die uns helfen können, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. UNICEF arbeitet mit Partnern auf globaler und lokaler Ebene zusammen, um sicherzustellen, dass Kinder in einer sicheren und sauberen Umwelt leben können.

Klassenzimmer aus 100 % recyceltem Plastik

UNICEF pflegt eine Partnerschaft mit dem kolumbianischen Sozialunternehmen Conceptos Plásticos, das Plastikmüll der Elfenbeinküste in Bausteine umwandelt, um dringend benötigte Klassenzimmer im westafrikanischen Land aufzubauen. Die geschäftsführende UNICEF Direktorin Fore sagt: „Dieses Projekt bedeutet mehr Klassenzimmer für Kinder der Elfenbeinküste, weniger Plastikmüll für die Umwelt und eine zuzügliche Einkommensquelle durch das Werk für Familien.“

Die Elfenbeinküste benötigt 15.000 Klassenzimmer, da die Kinder nicht genug Platz zum Lernen haben. Über 280 Tonnen Plastikmüll werden alleine in der Stadt Abidjan täglich produziert und nur ca. 5 % davon wiederverwertet. Sobald das Werk in Vollbetrieb ist, wird es 9.600 Tonnen Plastikabfälle jährlich recyceln und Bausteine für Klassenzimmer produzieren.

Kinder halten Bausteine, die aus recyceltem Plastik hergestellt wurden

UNICEF ruft zu Spenden auf, denn nur dank großzügiger Unterstützung kann die Arbeit für Kinder fortgesetzt werden:

Kinder schauen aus einem Klassenzimmer aus Plastik