Nachhaltig leben: umweltfreundlich bauen und wohnen

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Ob Mülltrennung, Ernährung oder Mobilität, die Thematik kennt keine Grenzen mehr. Auch in der Baubranche wird vermehrt auf nachhaltiges Bauen und Wohnen gesetzt. Energieeffizienz und Flächenverbrauch sind dabei nur einige wenige Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Mit welchen Tipps, Methoden und Strategien du die Umwelt schonen kannst liest du hier!

Inhalt:

Das Wohlergehen der Umwelt liegt in unseren Händen

Was bedeutet nachhaltig leben?

Generell wird unter dem Begriff Nachhaltigkeit ein Kriterium zur Nutzung von Ressourcen verstanden. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der natürlichen Regenerationsfähigkeit sowie der Stabilität eines Systems gelegt. Bereits im Jahr 1713 wurde die Bezeichnung „Nachhaltigkeit“ erstmals verwendet. Hans Carl von Carlowitz hat damit in seinem Werk "Silvicultura oeconomica" auf den langfristig angelegten verantwortungsbewussten Umgang mit einer Ressource hingewiesen.

Heute wird der Begriff im täglichen Sprachgebrauch verwendet. Der Mensch weiß nun, dass die Ressourcen der Erde nicht unendlich sind. Daher gilt es, der Umwelt verantwortungsbewusst entgegen zu treten. Angefangen bei Kleinigkeiten im Alltag wie dem bewussten Konsum von Lebensmitteln und Gütern bis hin zu strategisch ausgearbeiteten Konzepten bestimmt nachhaltiges Leben zunehmend unseren Alltag.

Eine Frau sitzt entspannt mit einer Tasse Kaffee am Fensterbrett und betrachtet die Natur

Wie nachhaltig leben wir?

Ökologische und ökonomische Schwierigkeiten bringen das Gleichgewicht der Welt zunehmend ins Wanken. Immer mehr Menschen haben kaum Geld und wenig zu essen. Reine Luft zu atmen und sauberes Wasser zu trinken ist nicht mehr selbstverständlich. Doch welche Auswirkungen hat der übermäßige Konsum der letzten Jahre auf die Umwelt? Hier sind insbesondere fünf große Probleme zu nennen:

  • Luftverschmutzung und Klimawandel: Der Treibhauseffekt führt zu immer wärmeren Temperaturen.
  • Abholzung: Viehzucht und Landwirtschaft führen zum Baumsterben.
  • Artensterben: Jagd, Industrie, Verlust und Zerstörung des Lebensraumes rotten Tierarten aus.
  • Bodenerosion: Überweidung, Monokulturen, Bodenversiegelung, Schadstoffe etc. machen die Böden kaputt.
  • Überbevölkerung: Das rasante Wachstum der Weltbevölkerung wird zum Problem.
Eine Frau recherchiert im Internet Tipps zu nachhaltigem Bauen und Wohnen

Nachhaltiges Bauen und Wohnen

In erster Linie ist es der Mensch, der sein Handeln schnell ändern sollte. Aus diesem Anlass wurden spezielle Gremien und Institutionen gegründet. Bereits 1983 wurde die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Im Aufgabenbereich des Umweltbundesamts liegen hingegen alle Umweltthemen in Österreich und Deutschland. Ziel ist es, ein nachhaltiges Leben und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Seit einigen Jahren arbeitet auch die Baubranche intensiv an dem Thema Nachhaltigkeit. Organisationen wie die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen setzen sich für umweltschonende Bauverfahren und nachhaltiges Wohnen ein.  Denn die Errichtung von Wohngebäuden erfordert Fläche, Energie und Baumaterial. Heizwärme und Warmwasser machen rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus. Wohnen trägt zudem die Verantwortung für enorme Treibhausgasemissionen. Nachhaltiges Bauen und Wohnen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der ökologische, ökonomische und soziale Aspekte unserer Gesellschaft miteinbezieht.

Das Loch in der Wand stellt die Verbindung zur Natur dar

Warum nachhaltig Bauen?

Damit die Menschheit noch möglichst lange auf dieser Welt (über)leben kann, muss ein neuer Weg im Bereich des nachhaltigen Wohnens eingeschlagen werden. Dazu zählt nicht nur die Planung von ganzheitlichen Konzepten, sondern daraus folgend auch deren Umsetzung. An moderne Gebäude werden hohe Anforderungen gestellt. Dabei gilt es nicht nur auf die Auswahl von Baustoffen und deren Lebenszyklus zu achten, sondern diese auch fair einzukaufen. Ähnlich wie bei Lebensmitteln sollte man auch bei Materialien wie Holz auf die Herkunft und Produktionsweise achten. Ein solches Gebäude wird nicht etwa in einer Woche errichtet, sondern erfordert Zeit und Planung. Es reicht nicht aus, bloß ein Buch zu lesen. Denn wer ökologisch Bauen möchte, sollte auf umfassende Information und Wissen setzen. Die Konstruktion eines nachhaltigen Gebäudes sollte nach strikten Kriterien erfolgen. Bevor mit einem Projekt begonnen wird, sollte man sich beispielsweise darüber im Klaren sein, wie das Gebäude genutzt und betrieben wird. Fragen nach der Energie- und Flächennutzung sind dabei von zentraler Bedeutung.