Luftreinigende Pflanzen: Raumklima verbessern mit grünen Mitbewohnern

Egal ob in Haus, Wohnung oder Büro, in geschlossenen Räumen herrscht oft ziemlich schlechte Luft. Zu viele Schadstoffe und zu wenig Sauerstoff in der Luft können die Lebensqualität des Menschen stark beeinträchtigen. Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sind nur einige wenige Beispiele für die negativen Auswirkungen von dicker Luft. Wie du mit den richtigen Pflanzen das Raumklima verbessern und von frischer Luft profitieren kannst, erfährst du hier.

Eine Frau hält grüne Pflanzene in ihren Händen

Wie kannst du mit schönen Pflanzen das Raumklima verbessern?

Für ein optimales Raumklima und eine bessere Luftqualität eignen sich luftreinigende Zimmerpflanzen hervorragend. Es gibt nämlich spezielle Pflanzen, die Schadstoffe aus der Raumluft filtern können. Die grünen Helfer reinigen die Luft, indem sie einen Großteil der Luftpartikel absorbieren. Dabei werden die feinen Staubartikel in Kohlendioxid umgewandelt.

Doch das Geheimnis guter Luft liegt besonders in der Photosynthese. Dabei handelt es sich um einen komplexen Prozess, der in den Chloroplasten der Blätter stattfindet. Auf der Grundlage von Kohlenstoffdioxid, Wasser und Lichtenergie produzieren die Pflanzen schließlich Sauerstoff und Glucose. Obwohl Sauerstoff tatsächlich nur ein Abfallprodukt der Photosynthese ist, kann das Raumklima enorm von bestimmten Zimmerpflanzen profitieren.

In einem Raum befinden sich viele verschiedene grüne Pflanzen

Welche Pflanzen machen das Raumklima besser?

Für ein gutes Raumklima muss in der Regel kein hoher Aufwand betrieben werden. Meist reichen schon einige gut durchdachte Kniffe aus, um die Schadstoffe in der Luft zu reduzieren und den Sauerstoff-Gehalt zu erhöhen. Grüne Pflanzen sind besonders gut geeignet, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Keine Sorge, einen grünen Daumen brauchst du nicht unbedingt, da die meisten Pflanzen mit luftreinigender Wirkung sehr robust und pflegeleicht sind. Das sind die besten Pflanzen für eine bessere Raumluft:

Bogenhanf für gute Luft

Der aus Wüstengegenden stammende Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) mag es warm und trocken. Die pflegeleichte Zimmerpflanze bevorzugt einen Standort mit viel Licht. Manchmal bildet die sogenannte Stachelzunge im Frühjahr weiße Blüten aus, die angenehm duften. Der Bogenhanf besticht aber nicht nur durch seine ansprechende Optik, sondern er ist auch für seine luftfilternden Eigenschaften bekannt.

Er regelt die Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen und versorgt die Luft mit Sauerstoff. Außerdem werden die Schadstoffe Formaldehyd, Trichlorethylen, Benzol und Xylole von dem Spargelgewächs absorbiert, wovon wiederum das Raumklima profitieren kann. 

Die dekorative Pflanze eignet sich aufgrund ihres robusten Wesens auch für absolute Pflanzenneulinge, die jedoch eine hohe Luftqualität schätzen. Der Bogenhanf muss nur mäßig gegossen werden und verzeiht auch kleinere Anfängerfehler. 

In einem rötlichen Topf wächst die Pflanze Bogenhanf mit langen aufrechten Blättern

Mit Einblatt Raumluft säubern

Wer die Raumluft reinigen möchte, der sollte laut einer NASA-Studie auf die Einblatt-Pflanze setzen. Mit ihren großen Blättern kann sie die Luft effektiv filtern und für ein gutes Raumklima sorgen. Die dunkelgrünen Blätter sitzen auf langen Stielen und werden von weißen Hochblättern gekrönt. Das anmutige Erscheinungsbild des Einblatts erinnert an die Schönheit des Dschungels. Da verwundert es kaum, dass die immergrüne Zimmerpflanze regenwaldähnliche Klimabedingungen bevorzugt.

Daher sollte der natürliche Luftbefeuchter an einem Standort mit viel Licht und bei einer Raumtemperatur von 18 bis 22 Grad Celsius untergebracht werden. Das Einblatt hat eine ziemlich eindrucksvolle Körpersprache und macht seine Besitzer auf die richtige Pflege aufmerksam. Falls der Boden zu trocken ist, lässt die kommunikative Zimmerpflanze ihre Blätter hängen. Sobald sie etwas Wasser bekommt, richtet sie sich wieder auf. 

Vor einem weißen Hintergrund steht die grüne Pflanze Einblatt mit großen Blättern

Aloe Vera: beliebte und robuste Zimmerpflanze

Die immergrüne Aloe Vera, die man auch unter den Namen Echte Aloe oder Wüstenlilie kennt, ist nicht nur eine beliebte Zimmerpflanze, sondern sie wirkt sich auch positiv auf das Raumklima aus. In freier Natur wächst die Aloe Vera vor allem in den Trockengebieten der Subtropen und Tropen. Ihre fleischigen grau-grünen Blätter mit dem typischen gezackten Rändern fungieren als Wasser-Speicher.

Doch auch als robuste Zimmerpflanze macht die Aloe Vera eine gute Figur. Sie beseitigt nicht nur den Schadstoffe Formaldehyd, sondern erweist sich auch als besonders pflegeleicht. Die Grünpflanze muss nur selten gegossen sowie hin und wieder gedüngt werden. An einem hellen Standort, wie beispielsweise in der Nähe eines nach Süden ausgerichteten Fensters, kann sich die Pflanze optimal entfalten. 

Auf einer hölzernen Oberfläche steht eine Aloe Vera Pflanze in einem Ton-Topf

Kentia-Palme für mehr Sauerstoff im Raum

Die Kentia-Palme ist eine Zimmerpflanze, die unermüdlich frische Luft in dein Zuhause bringt. Mindestens genauso frisch wie ihre luftreinigende Wirkung ist das Erscheinungsbild der schönen Pflanze. Die Farbe der großen fächerartigen Blätter erstrahlt das ganze Jahr über in einem satten Grün. Das Palmen-Gewächs lässt sich Zeit beim Wachsen und strahlt daher eine wohltuende Ruhe aus, die sich wiederum auf das Raumklima überträgt.

Da die Kentia-Palme überdurchschnittlich viel Sauerstoff produziert, ist sie nicht nur ein idealer grüner Mitbewohner für Haus und Wohnung, sondern sie eignet sich auch hervorragend für den Büro-Garten. An einem Platz im Halbschatten fühlt sich die Zimmerpflanze mit Sauerstoff-Mission gut aufgehoben. Damit sie ihre positiven Luft-Eigenschaften fortwährend im Raum entfalten kann, sollte man sie zirka einmal in der Woche gießen, regelmäßig ihre Wedel abstauben und düngen.

Hinter einem modernen Stuhl steht eine grüne Kentia-Palme

Grünlilie als Schadstofffilter

Die in Südafrika beheimatete Grünlilie (Chlorophytum comosum) ist eine unkomplizierte Zimmerpflanze, die kaum Pflege braucht. Die schöne Grünpflanze muss nur selten gegossen werden und braucht nur die nötigsten Nährstoffe, um gut gedeihen zu können. Die Grünlilie, die auch als Graslilie, Brautschleppe oder Grüner Heinrich bekannt ist, fühlt sich zwar in hellen Räumen am Wohlsten, doch auf direkte Sonneneinstrahlung kann sie gerne verzichten.

Da sie zur Familie der Liliengewächse gehört, dürfen ihre menschlichen Mitbewohner von Zeit zu Zeit die kleinen weißen sternförmigen Blüten bewundern, die aus dem dichten Blattschopf wachsen. Ihre luftreinigende Wirkung bezieht sich insbesondere auf die Schadstoffe Formaldehyd und Xylole, die sie aus der Raumluft filtert. 

Auf einem Holzregal stehen mehrere grüne Pflanzen, darunter eine Günlilie

Immergrüner Efeu: ideal Pflanze, um das Raumklima zu verbessern

Möchtest du Lebendigkeit in einen Raum bringen und gleichzeitig von einer besseren Luftqualität profitieren? Dann empfehlen wir dir den immergrünen Efeu (Hedera) als aufregende Zimmerpflanze. Die Hänge- oder Kletterpflanze ist nicht nur hervorragend als Dekoration geeignet, sondern sie kann auch als besonders schöner Raumteiler eingesetzt werden. Je nach Art gibt es den Efeu in verschiedenen farblichen Variationen wie zum Beispiel mit weißer, silbrig glänzender oder gelber Blattzeichnung.

Da die Wurzeln der Zimmerpflanze eine recht geringe Wuchstiefe haben, können sie selbst in flachen Schalen gut gedeihen. Wer einem Raum natürlich begrünen möchte, der kann den pflegeleichten Efeu in der Nähe von Treppen-Geländern, Regalen oder Wandflächen pflanzen. An einem halbschattigen Standort wird sich die Zimmerpflanze rasch einleben und an den verfügbaren Oberflächen hochranken.

An einer weißen Ziegelstein-Wand klettert eine Efeu-Pflanze hoch