Verzichte auf Zucker, aber nicht auf Süße!

Seien wir einmal ehrlich: auch wenn wir alle wissen, dass zu viel Zucker nicht gesund ist und sich nicht positiv auf unsere Bikinifigur auswirkt, so komplett auf etwas Süßes verzichten möchten wir nicht und schon gar nicht dauerhaft. Doch das muss nicht sein, denn es gibt viele Alternativen aus der Natur, die wir verwenden können. Stevia ist inzwischen die bekannteste, aber manche mögen den Nachgeschmack nicht.

Daher haben wir recherchiert und drei nicht ganz so bekannte Ersatzstoffe für Zucker gefunden, die wir dir heute vorstellen möchten:

Eine Frau kauft Süßigkeiten

1. Kokosblütenzucker

In Asien und Südamerika ist Kokosblütenzucker schon lange bekannt. Die Einheimischen gewinnen ihn, indem sie die Blüten der Kokospalme anschneiden und den austretenden Nektar auffangen. Dieser wird erhitzt und eingedickt, dann in Formen gegossen und wenn er abgekühlt ist, wird er zum Süßen verwendet. Kleine Zuckerfabriken findet man überall in Thailand, Indonesien oder auch Brasilien. Für unseren Markt wird er natürlich in modernen Fabriken hergestellt und noch weiter eingedickt, bis ein körniges Pulver entsteht, das wir bequem verwenden können.

Der Kokosblütenzucker schmeckt ein wenig nach Karamell und nicht nach Kokos, wie der Name vielleicht vermuten lassen könnte.

Du kannst den Kokosblütenzucker in der Menge genauso wie ganz normalen Zucker verwenden. Er hat jedoch einen niedrigeren glykämischen Index als normaler Haushaltszucker. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt und der Insulinspiegel länger konstant bleibt. Heißhungerattacken bleiben daher aus.

Wenn du Kokosblütenzucker verwendest, denke aber auch daran, dass er ähnlich viele Kalorien hat wie normaler Zucker. Zum Abnehmen taugt er daher nicht.

Kokosblütenzucker ist in einer Kokosschale

2. Yacon Sirup

Yacon ist eine Pflanze und stammt aus Südamerika. Sie sieht ein wenig wie eine Süßkartoffel aus. In Peru oder Bolivien wird sie gern roh gegessen, denn sie schmeckt erfrischend nach einer Mischung aus Mango, Apfel, Birne und Melone. Bei uns bekommst du Yacon als Sirup, der aus den Knollen hergestellt wird. Er hat einen fruchtig-karamelligen Geschmack und ist weniger süß als gewöhnlicher Haushaltszucker. Den Yacon Sirup kannst du zum Süßen von Getränken, aber auch zum Kochen und Backen verwenden.

Dieser Zuckerersatz hat etwa nur halb so viel Kalorien wie normaler Zucker und wie der Kokosblütenzucker hat er einen niedrigen glykämischen Index.

Zudem ist die Yacon Knolle auch präbiotisch. Präbiotika sind unverdauliche Bestandteile in Lebensmitteln. Sie regen gezielt das Wachstum von bestimmten Bakterienarten im Dickdarm an und beeinflussen so positiv unsere Gesundheit. Zu diesen präbiotischen Lebensmitteln zählen auch Spargel oder Artischocken.

Auf einem Tisch sind Yacon Sirup und Yacon Wurzeln

3. Lucuma

Auch Lucuma stammt aus den Andenländern Südamerikas, kommt aber auch in Asien und der Karibik vor. Diese Frucht mit dem gelben Fruchtfleisch schmeckt nach Mango und Aprikose. In Europa bekommst du sie in Pulverform. Du kannst Lucuma zum Süßen von Säften, Desserts, Shakes, Müsli oder auch für Gebäckteig einsetzen.

Genauso wie die anderen beiden Ersatzstoffe hat Lucuma einen niedrigen glykämischen Index. Sie soll zudem vor Diabetes schützen und enthält viele Ballaststoffe. Daher ist auch Lucuma eine leckere gesunde Alternative zu Zucker.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.