Wie Hormone Gewichtszunahme verursachen können

Nicht immer ist zu wenig Sport oder zu viel Schlemmerei schuld daran, wenn man ständig an Gewicht zunimmt. Vor allem bei Frauen haben Hormone oft Einfluss auf das Körpergewicht. Wer weiß, was im komplizierten Hormonstoffwechsel nicht stimmt, kann auf sinnlose Diäten oder quälende Selbstzweifel verzichten und aktiv etwas gegen unerwünschte Gewichtszunahme unternehmen. Wie und warum Hormone eine Gewichtszunahme begünstigen können, erfährst du hier.

Leerer Teller mit Gabel und Maßband

Störung der Hormone: Gewichtszunahme ohne ersichtliche Ursache

Viele Menschen kämpfen plötzlich mit Gewichtsproblemen, obwohl sie an ihrem Speiseplan gar nichts verändert haben. Ein Grund dafür können Hormonstörungen sein. Im Körper regeln Botenstoffe Emotionen, den Stoffwechsel und das Speichern von Fettreserven. Leider bekommen sie oft falsche Signale.

Donut und Brokkoli

Vier Faktoren zum erfolgreich Abnehmen

Wie wir wissen, hilft eine Diät beim Abnehmen nur kurz oder gar nicht. Der menschliche Körper ist komplex und kompliziert. Fürs Abnehmen spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Entgiftung: Wer abnehmen möchte, sollte zuerst eine Detox- oder Entgiftungskur machen. Schad- oder Giftstoffe, die der Organismus nicht sofort abbauen kann, werden im Fettgewebe deponiert. Dort können sie weniger Schaden anrichten, als im restlichen Körper. Kombiniert mit einer Darmreinigung, kann eine Entgiftung das Abnehmen beschleunigen. Ausgewogene Ernährung wie auch eine Low Carb Kost unterstützen den Darm zusätzlich. Je gesünder die Darmflora, desto besser funktioniert der Stoffwechsel.
     
  • Hormonelles Ungleichgewicht beseitigen: Um Übergewicht zu reduzieren, ist es wichtig, die Hormone in Balance zu bringen. Werden die fettabbauenden aktiviert und die fettaufbauenden Hormone beruhigt, geht das Abnehmen nach kurzer Zeit gleich viel leichter.
     
  • Bewegung: Es gibt für jeden Menschen die richtige Sportart oder die perfekte Möglichkeit, überschüssige Energie loszuwerden. Gäbe es ein Medikament, das so viele positive Wirkungen hat wie Bewegung, dann wäre die Pharmaindustie "arbeitslos". Wichtig ist einfach, dass Dir regelmäßiger Sport in erster Linie Spaß macht und leicht in Deinen Alltag zu integrieren ist. So kannst Du leichter Fett in Muskelmasse umwandeln und Deinen Grundumsatz erhöhen. Bewegung baut auch Stresshormone ab.
     
  • Die Psyche: Das Unterbewusstsein hat viele antrainierte Verhaltensmuster eingespeichert. Manche Menschen essen mehr und nehmen dann zu, wenn es ihnen nicht so gut geht. Mit ein wenig Achtsamkeit und Psycho-Tricks kann man die eigenen Gewohnheiten aber umprogrammieren. So können Essattacken reduziert werden.
Frau beim Joggen

Dein individueller Abnehmplan

Eine individuelle und maßgeschneiderte Methode für jene, die schon alles versucht haben und trotzdem nicht abnehmen, ist der Onlinekurs medXslim - mühelos schlank - der Königsweg zum Wunschgewicht von Dr. Veronika Königswieser. Das 4-Säulen-Konzept bietet eine persönliche Begleitung und Hilfestellung auf dem Weg zum Wunschgewicht unter ganzheitlicher ärztlicher Betreuung.  

Diese Methode findet die Gründe für Deine Gewichtszunahme heraus und hilft Dir dabei, dauerhaft schlank zu bleiben. Mit der passenden Einstellung, mentalen Tricks, der richtigen Ernährung und abgestimmter Bewegung und kannst Du Dir so frustrierende Diäten mit anschließendem Jojo-Effekt ersparen. Das kann nicht nur Dein Gewicht sondern auch andere Bereiche Deines Lebens positiv beeinflussen.

Waage, Hanteln, Maßband

Welche Hormone beeinflussen das Abnehmen?

Folgende Hormone können dafür sorgen, dass Du zunimmst oder nur sehr schwer abnehmen kannst:

  • Östrogen: Alle Frauen kennen die Essgelüste, die im Zyklus durch das Sexualhormon Östrogen auftreten können. Es steigert den Appetit und ist für Wassereinlagerungen im weiblichen Körper zuständig. Wichtig ist auch ein ausgewogenes Verhältnis der weiblichen Hormone und der männlichen Hormone zueinander bei beiden Geschlechtern. Bei einem normalen Zyklus sind diese Tage mit gesteigerter Lust auf Süßes kein Grund zur Sorge. Die Wechseljahre, die Anti-Baby-Pille, Antidepressiva oder andere Medikamente können die weiblichen Sexualhormone aber empfindlich beeinflussen und den Fettaufbau fördern.
     
  • Das Schilddrüsenhormon: Trijodthyronin und Thyroxin regulieren den Stoffwechsel. Ein Mangel kann zu einem verlangsamten Stoffwechsel und somit zu Übergewicht, Müdigkeit und Depressionen führen. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren sein oder durch eine Infektion oder Jodmangel ausgelöst werden. Stress kann die Arbeit der Schilddrüse ebenfalls hemmen.
     
  • Cortisol: Cortisol wird von der Nebenniere als Antwort auf Stresshormone wie Adrenalin freigesetzt. Es regelt den Blutzucker, den Fettstoffwechsel, die Wasserausscheidung und hemmt Entzündungen. Es passt den Stoffwechsel an stressige Situationen wie Krankheiten oder unterschiedliche Arten von emotionaler oder körperlicher Belastung an. Bei erhöhtem Cortisolspiegel wird Fett vor allem um die Körpermitte und im Besicht angelagert. Der Cortisolspiegel im Blut ändert sich mit der Tageszeit. Ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus oder Schlafmangel kann ein Grund für Übergewicht oder Probleme beim Abnehmen sein.
     
  • Insulin: Das Schlüsselhormon sorgt dafür, dass Zucker von den Zellen aufgenommen werden kann und der Blutzucker schnell abgebaut wird. Ist der Insulinspiegel jedoch permanent hoch, weil immer wieder "gesnackt" wird, kann es zur Insulinresistenz kommen oder zu einer quasi "Blutzuckerhochschaubahn". Beides ist ungesund und bewirkt gesteigerten Hunger auf Kohlenhydrate, Neigung zu Diabetes und vermehrten Fettansatz. Das sogenannte Intermittierende Fasten kann den Insulinspiegel bei gesunden Menschen schnell wieder ins Lot bringen: Zwischen den Mahlzeiten vier bis fünf Stunden nichts essen außer kalorienfreie Getränke (Wasser, Tee) und das 14-16-stündige Fasten über Nacht können hier Wunder wirken.
Buchstaben die das Wort Cortisol schreiben

Wie beeinflussen Störungen der Hormone Gewichtszunahme?

Eine Irritation der körpereigenen Hormone kann verschiedene Ursachen haben. Sie können vererbt (Diabetes-Typ-1, bei Frauen das Hashimoto-Syndrom) oder die Folge von Umwelteinflüssen, hormoneller Veränderungen im zunehmendem Alter oder einem bestimmten Lebensstil sein. Abgesehen von Krankheiten sind die häufigsten Ursachen für Hormonstörungen:

  • Vitamin-D-Mangel: Vitamin D wird als einziges Vitamin mithilfe von Sonnenlicht vom Körper selbst produziert. Es wirkt positiv auf das Immunsystem, auf unsere Stimmung, schützt vor Krebs und Osteoporose und unterstützt andere Hormone, die für das Hungergefühl und die Fettverbrennung zuständig sind. Zu wenig Sonne oder einseitige Ernährung können diesen Mangel verursachen. In unseren Breiten benötigen mehr als 90 % der Menschen eine zusätzliche Vitamin D-Nahrungsergänzung (unbedingt gemeinsam mit deinem Arzt!).
     
  • Stress: Fehlende Entspannung oder Zusatzbelastungen wie Medikamente oder Alkohol können die Nebennieren, in denen wichtige Hormone wie Cortisol und Adrenalin hergestellt werden, überlasten. Sowohl ein Zuviel, als auch ein Zuwenig an diesen lebensnotwendigen Hormonen kann das Risiko für Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern.
     
  • Umwelteinflüsse: Weichmacher in Plastikflaschen, Konservierungsmittel in der Nahrung oder Pestizide können im Körper östrogenähnlich wirken. Das bringt das hormonelle Gleichgewicht durcheinander und lässt die Fettpölster wachsen.
In einem Einkaufswagen sind Plastikflaschen

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.

Der Experte dahinter

Königswieser Veronika, Dr.

Dr. Veronika Königswieser, Ärztin mit Schwerpunkt auf Ganzheitsmedizin und komplementäre Methoden, behandelt Ihre PatientIn mit neuen Behandlungsmethoden nach bestem Wissen und Gewissen.